Aus im Viertelfinale

BVB-Boss zieht nach Klub-WM Fazit und stichelt gegen den FC Bayern

Borussia Dortmund kam bei der Klub-WM nicht über das Viertelfinale gegen Real Madrid hinaus. Die BVB-Bosse ziehen trotzdem ein gutes Fazit.

Dortmund – Das Abenteuer Klub-WM ist für Borussia Dortmund nach einem kämpferischen, aber vor allem in der ersten Halbzeit durchwachsenen Viertelfinale gegen Real Madrid (2:3) beendet. Finanziell hat sich das Turnier für den BVB in jedem Fall gelohnt, am Ende reisen die Westfalen mit rund 45 Millionen Euro mehr in der Brieftasche nach Dortmund. Unabhängig vom finanziellen Aspekt sind die BVB-Bosse auch sportlich zufrieden mit dem Abschneiden bei der Klub-WM.

BVB-Boss zieht nach Klub-WM positives Fazit - Stichelei gegen den FC Bayern

„Wir sind unter den Top 8 im europäischen Ranking, standen im Viertelfinale der Champions League und sind nun unter den besten Acht der Welt. Das kann sich sehen lassen“, zeigt sich Sport-Geschäftsführer Lars Ricken äußerst positiv und äußert mit Blick auf die kommende Saison einen Wunsch: „Ich hoffe, dass die Zeit hier in den USA unsere Mannschaft zusammengeschweißt hat.“

Einen kleinen Seitenhieb gegen den FC Bayern kann Ricken sich dann aber nicht verkneifen: „International war in den vergangenen beiden Jahren keine deutsche Mannschaft besser als wir.“ Und tatsächlich ist der BVB nach dem Einzug ins Champions-League-Finale 2024, wo man ebenfalls an Real Madrid scheiterte, sowie dem jetzigen Abschneiden bei der Klub-WM, international das erfolgreichste deutsche Team. „Wir haben den BVB, die Stadt Dortmund und die Bundesliga beim FIFA Club World Cup würdig vertreten“, bilanziert Ricken.

Wer geht? Wer bleibt? – Die Vertragslaufzeiten der Stars von Borussia Dortmund

Gregor Kobel
Stammtorhüter Gregor Kobel hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert und bleibt bis 2028 gesetzt. © IMAGO/Madeleine Fantini
Patrick Drewes
Patrick Drewes unterschrieb am 26. Juni 2025 seinen Vertrag beim BVB bis 2027 – als neue Nummer 3 hinter Gregor Kobel und Alexander Meyer. © IMAGO/RHR-FOTO
Silas Ostrzinski
Auch Silas Ostrzinski hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert und ist als zukünftige Nummer eins bei der U23 fest eingeplant. Sein Vertrag läuft bis 2027. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Meusel
Alexander Meyer
Ersatztorwart Alexander Meyer steht seit 2022 beim BVB unter Vertrag. Sein Arbeitspapier läuft am 30.06.2027 aus.  © IMAGO/Jess Stiles
Yan Couto
Der Brasilianer Yan Couto kam zunächst als Leihe vom Manchester City, ehe Dortmund frühzeitig die Kaufpflicht zog – sein Vertrag läuft bis zum 30.06.2030. © IMAGO/Heuler Andrey / SPP
Waldemar Anton
Waldemar Anton wechselte im Sommer 2024 von VfB Stuttgart zum BVB – Vertrag bis zum 30.06.2028. © IMAGO/Marco Bader
Nico Schlotterbeck
Abwehrchef Nico Schlotterbeck ist seit Sommer 2022 gesetzt in Dortmund – sein aktueller Vertrag läuft bis 2027, doch der BVB plant bereits eine vorzeitige Verlängerung bis 2030 inklusive einer Gehaltsverdopplung. © IMAGO/Revierfoto
Ramy Bensebaini
Der algerische Außenverteidiger Ramy Bensebaini kam 2023 ablösefrei und unterschrieb einen Vierjahresvertrag beim BVB. © IMAGO/Jonathan Moscrop
Niklas Süle
Niklas Süles Vertrag läuft noch bis zum 30.06.2026. Im März gab der Verein bekannt, dass sich die Wege im Sommer trennen werden.  © IMAGO/Marco Bader
Julian Ryerson
Der Norweger Julian Ryerson verlängerte ebenfalls vorzeitig seinen Vertrag bis 2028 und hat sich zu einem festen Bestandteil der Mannschaft etabliert. © IMAGO/Marco Bader
Almugera Kabar
Das BVB-Talent Almugera Kabar erhielt im Februar 2025 seinen ersten Profivertrag bis 2028. © IMAGO/Fotostand / Fantini
Filippo Mane
Der italienische Innenverteidiger Filippo Mane hat ebenfalls Anfang 2025, seinen ersten Profivertrag bis 2028 unterschrieben. © IMAGO/Katie Stratman
Nachwuchstalent Luca Reggiani hat einen bis 2027 gültigen Kontrakt.
Nachwuchstalent Luca Reggiani hat seinen bis 2027 gültigen Kontrakt langfristig verlängert. Über die genaue Laufzeit ist nichts bekannt. © IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO
Daniel Svensson
Der zunächst ausgeliehene Daniel Svensson kam Anfang Februar 2025 vom FC Nordsjælland – Dortmund zog frühzeitig die Kaufoption, sein Vertrag läuft nun bis zum 30. Juni 2029. © IMAGO/Katie Stratman
Salih Özcan
Salih Özcan unterschrieb 2022 seinen Vierjahresvertrag bis 2026. Dieser wird nicht verlängert, sodass der türkische Nationalspieler den BVB im Sommer verlässt. © IMAGO/Hesham Elsherif
Felix Nmecha
Der Mittelfeldspieler Felix Nmecha kam 2023 für knapp 30 Mio.€ vom VfL Wolfsburg. Im März 2026 verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis Sommer 2030. ©  IMAGO / Nicolo Campo
Julian Brandt
Julian Brandts Vertrag läuft noch bis zum 30.06.2026 – dann endet nach sieben Jahren seine Zeit beim BVB. © IMAGO/Jonathan Moscrop
Carney Chukwuemeka
Der Engländer Carney Chukwuemeka unterschrieb nach seiner Leihe vom FC Chelsea fest beim BVB. Er ist noch bis 2030 gebunden. © IMAGO/Heuler Andrey / SPP
Marcel Sabitzer
Marcel Sabitzer wechselte 2023 vom FC Bayern nach Dortmund – sein Vertrag läuft regulär bis 2027, der BVB hat wohl vorerst keine Vertragsverlängerung geplant. © IMAGO/Marco Bader
Emre Can
Der Vertrag des Kapitäns läuft nach der Saison 2025/26 aus. Berichten zufolge verlängert er nach seiner schweren Kreuzbandverletzung allerdings um ein weiteres Jahr.  © IMAGO/Madeleine Fantini
Kjell Wätjen
Das Dortmunder Talent unterschrieb 2024 seinen ersten Profivertrag – für die Saison 2025/2026 wird der 19-Jährige, für die Spielpraxis an den VfL Bochum ausgeliehen. Sein BVB-Kontrakt läuft noch bis 2028. © IMAGO/Fotostand / Fantini
Jobe Bellingham
Der 19-jährige Jobe Bellingham unterzeichnete im Juni 2025 einen Fünfjahresvertrag bis 2030 und bereitet sich momentan bei der Klub-WM auf die Bundesliga-Saison 2025/26 vor. © IMAGO / Nicolo Campo
Karim Adeyemi
Karim Adeyemi wechselte im Sommer 2022 von RB Salzburg zum BVB – sein Vertrag läuft noch bis 2027. Immer wieder rankten sich Abgangsgerüchte um den Flügelspieler. © IMAGO/Jonathan Moscrop
Maximilian Beier
Der 21-jährige Maximilian Beier wechselte im August 2024 von Hoffenheim zum BVB, nachdem er dort mit 16 Bundesligatoren glänzte – sein Vertrag läuft noch bis zum 30.06.2029. © IMAGO/Marco Bader
Verlässt Serhou Guirassy den BVB?
Torjäger Serhou Guirassy kam im Juli 2024 vom VfB Stuttgart und lieferte seitdem bei den Borussen ab – sein Vertrag läuft noch bis 2028. ©  IMAGO / Gribaudi/ImagePhoto
Julien Duranville
Julien Duranville ist noch bis 2028 an Dortmund gebunden. In der Rückrunde der Saison 2025/26 spielt er auf Leihbasis beim FC Basel. © IMAGO/Madeleine Fantini
Cole Campbell
Cole Campbell unterschrieb 2024 einen Profivertrag in Dortmund – sein Vertrag läuft noch bis 2028. Auch er ist 2025/26 ausgeliehen und verbringt die Rückrunde bei der TSG Hoffenheim. © IMAGO/Katie Stratman
Neuzugang Fabio Silva unterschrieb beim BVB einen Vertrag bis 2030.
Neuzugang Fabio Silva unterschrieb beim BVB einen Vertrag bis 2030. © IMAGO/Jordi Mergen

Kehl freut sich über gesetztes Ausrufezeichen - Kovac übt Kritik

Der 48-jährige wird von seiner Meinung von Sebastian Kehl bestärkt. „Wir können stolz darauf sein, dass wir unter den besten Acht in diesem Turnier waren. Die Mannschaft hat sich in dieses Turnier reingebissen und ein Ausrufezeichen gesetzt. Daher nehmen wir ganz viel Positives mit“, lobte der Sportdirektor die Mannschaft und betonte, dass man die Ziele übertroffen habe. „Auch außerhalb des Sportlichen haben wir versucht, hier in Amerika eine Duftmarke zu setzen, uns als Klub zu präsentieren. Das haben wir gut gemacht.“

BVB-Boss Lars Ricken spricht über das Abschneiden bei der Klub-WM.

Und dennoch gab es vonseiten des BVB auch kritische Stimmung – allerdings nicht in Bezug auf die eigene Leistung, sondern in Richtung der Klub-WM. „Was angesprochen werden muss, sind die Anstoßzeiten, die unglaubliche Hitze und die Rasenbeschaffenheit“, kritisierte BVB-Coach Niko Kovač: „Wenn das ein Weltklasse-Turnier ist, dann erwartet jeder einzelne Top-Bedingungen.“ Die Spieler mussten phasenweise bei über 40 Grad spielen.

So geht es beim BVB nach dem Klub-WM-Aus weiter

Jetzt bekommen die BVB-Spieler laut Ricken „einige Wochen Urlaub. Und dann fangen wir alle gemeinsam mit der Vorbereitung auf die kommende Saison an. Das ist ein Vorteil gegenüber den vergangenen Jahren.“ In der vergangenen Saison hatte der BVB. In diesem Jahr will man wieder mit dem FC Bayern und Bayer Leverkusen um die Meisterschaft kämpfen – oder es ihnen zumindest so schwer wie möglich machen. (dwe)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Maximilian Koch

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