BVB erlebt Zuschauer-Debakel beim 10-Millionen-Dollar-Sieg
VonAdrian Rehling
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Der Einzug in die K.o.-Phase der Klub-WM ist geschafft. Borussia Dortmund erhält dafür einen Geldregen – aber vor Ort interessiert das nur Wenige.
Cincinnati – Borussia Dortmund gewinnt bei der Klub-WM sein letztes Gruppenspiel mit 1:0 gegen Ulsan HD – und kaum einen interessiert es. Zumindest nicht live vor Ort in Cincinnati.
Die traurige (Zuschauer-)Bilanz der Partie: 8.239 Fans verirrten sich ins TQL Stadium. Zwar ist das Stadion mit seinem Fassungsvermögen von 26.000 Plätzen kein Fußball-Tempel, ein wenig mehr Support wäre aber bestimmt wünschenswert gewesen. Immerhin einer war gekommen: Der US-Vizepräsident. Doch auch dessen Auftritt sorgte für Kopfschütteln.
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JD Vance verfolgte das Spiel gemeinsam mit seiner Familie von der Tribüne aus. Der überraschende Besuch des zweithöchsten Politikers der USA sorgte für erhebliche Sicherheitsvorkehrungen im Stadion. Eine gekünstelte Brisanz, die dem Treiben auf dem Feld so rein gar nicht angemessen war.
Nur 8.239 Zuschauer sehen den lukrativen BVB-Sieg im Stadion – darunter der US-Vizepräsident
Das wertete auch BVB-Trainer Niko Kovac nach der Partie so. Zwar etwas durch die Blume, aber das Fazit war schon recht leicht zu interpretieren: „Die erste Halbzeit war ordentlich für diese Hitze. Klar, in der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass die Jungs das ein bisschen verwaltet haben.“ Die Dortmunder Profis wollten nicht mehr, die Südkoreaner konnten einfach nicht mehr. Und so verwaltete auch Ulsan die respektabel ausfallende Niederlage.
Triste Kulisse, schwacher Auftritt – einen (sehr) positiven Effekt hatte der abschließende Auftritt in der Gruppenphase allerdings doch noch parat für Borussia Dortmund. Und zwar einen wahren Geldregen. Alleine der Sieg brachte zwei Millionen Dollar Prämie ein, für den Einzug in das Achtelfinale kommen noch einmal satte 7,5 Millionen Dollar obendrauf. Heißt: Knapp zehn Millionen Dollar für die Vereinskasse. Inklusive Startgeld kommt der BVB damit bereits auf satte 40 Millionen Dollar.
Eine Summe, die sich mit weiteren Erfolgen exorbitant aufstocken lässt. Doch fortan heißen die Gegner eben nicht mehr Mamelodi Sundowns oder Ulsan HD, sondern es warten spätestens ab dem Viertelfinale ganz andere Kracher. Im Achtelfinale (Mittwoch, 2. Juli, 3 Uhr deutscher Zeit) geht es zuvor aber gegen den mexikanischen Vertreter CF Monterrey mit Ex-Real-Legende Sergio Ramos im Kader. Dann mit Sicherheit mit mehr Zuschauern … (rele)