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BVB mit Tendenz in Trainersuche – Hamann für überraschenden Coach

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Wann enthüllt Borussia Dortmund den neuen Trainer? Es gibt anscheinend eine Tendenz. Dietmar Hamann würde eine überraschende Option befürworten.

Dortmund – Solange die Trainersuche von Borussia Dortmund andauert, genießt der bisherige U19-Trainer Mike Tullberg das Vertrauen der Verantwortlichen. Nach seiner Premiere gegen Werder Bremen (2:2) wird Tullberg auch gegen Schachtar Donezk (Mittwoch, 21 Uhr) auf der Bank sitzen, laut der Bild-Zeitung winkt ihm außerdem das Bundesligaspiel gegen den 1. FC Heidenheim (1. Februar, 15.30 Uhr).

Wer wird neuer BVB-Coach? Hamann mit überraschendem Vorschlag

Dem Bericht zufolge sollen die Verantwortlichen dazu tendieren, erst nach dem Heidenheim-Spiel einen neuen Coach zu präsentieren, damit dieser eine ganze Woche zur Vorbereitung auf das Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart (8. Februar, 15.30 Uhr) habe. Bei den Schwaben sitzt Sebastian Hoeneß auf der Bank, der mit Blick auf den Sommer als heißer Kandidat beim BVB gilt. Überhaupt wirkt dem Vernehmen nach eine kurzfristige Lösung bis Saisonende wahrscheinlich, um zur Saison 2025/26 mit einem neuen Coach und Kader den wiederholten Neustart zu wagen.

Dietmar Hamann (Foto) kann sich Felix Magath als Trainer von Borussia Dortmund gut vorstellen

Wie eine solche Interimslösung bis Saisonende aussehen könnte, darüber wird seit Tagen diskutiert. Bei Sky90 sagte Dietmar Hamann, er könne sich Felix Magath beim BVB gut vorstellen. „Ein Magath würde Disziplin reinbringen, er würde den ganzen Druck von der Mannschaft nehmen. Sie hätten im Sommer eine mental und charakterlich bessere Mannschaft als jetzt“, so der TV-Experte.

Es brauche nach Nuri Şahin einen Trainer, der die Mannschaft für ihre defizitären Auftritte in die Verantwortung nehme: „Man hat die Spieler viel zu lange davonkommen lassen, sie haben nichts geleistet und dann gesagt, der Trainer muss weg. Das ist jetzt sechs-, sieben- oder achtmal passiert. Die Spieler hatten in der Vergangenheit zu viel Macht.“

Freund zweifelt an Magath

Magath war zuletzt zwischen März und Juni 2022 als Cheftrainer von Hertha BSC tätig und erreichte mit den Berlinern den Klassenerhalt in der Relegation gegen den Hamburger SV. Der 71-Jährige war im Anschluss mit mehreren Klubs in Verbindung gebracht worden, wartet jedoch auf eine neue Aufgabe.

Steffen Freund äußerte Zweifel daran, dass ausgerechnet Dortmund auf Magath zugehen wird. „Die Mannschaft ist gerade mental wirklich in einer schwierigen Situation. Wenn jetzt ein Trainer wie Felix Magath kommt, der gnadenlos dazwischenhaut, hast du auch nicht die Garantie, dass er die Kurve bekommt“, sagte der Europameister von 1996 und betonte: „Er wäre im Sommer auch wieder weg, aber du hättest wieder ein Riesenthema, indem er zurückgeholt wird.“

BVB verfolgt offenbar die Spur von Kovač

Wie die Bild-Zeitung berichtet, sei Niko Kovač „die Top-Lösung“ für den BVB. Eine Einigung erscheine realistisch, obwohl offen ist, ob der frühere Coach von Eintracht Frankfurt, dem FC Bayern, der AS Monaco und dem VfL Wolfsburg zu einem Intermezzo bis Saisonende bereit ist.

Um die zuvor gehandelten Kandidaten Erik ten Hag, Roger Schmidt und Urs Fischer ist es hingegen ruhig geworden. Selbiges gilt auch in Bezug auf Neuzugänge, die angesichts des dünnen Kaders gesucht werden. In Dortmund ist einiges aus den Fugen geraten, weshalb die Aufräumarbeiten über die laufende Saison hinaus andauern werden.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ulrich Wagner

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