- VonNiklas Kirkschließen
Der Poker zwischen dem BVB und Chelsea um Jamie Gittens geht in die nächste Phase. Sebastian Kehl spricht ein Machtwort.
Dortmund – Am vergangenen Dienstag (10. Juni) ging es im Poker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Chelsea um BVB-Talent Jamie Gittens bereits erneut turbulent zu. Sportdirektor Sebastian Kehl war am Nachmittag intensiv in Gespräche vertieft, während die Zeit bis zur aktuellen Transferdeadline immer knapper wurde.
Poker um BVB-Star - Chelsea verbesserte sein Angebot deutlich
Nach einem nervenaufreibenden Poker steht offenbar fest: BVB-Youngster Jamie Gittens bleibt zumindest vorerst bei Borussia Dortmund. Wie unter anderem die SportBild berichtet, wurde noch am Dienstag (10. Juni) die endgültige Entscheidung getroffen, den Flügelspieler nicht zu verkaufen.
Trotz eines deutlich verbesserten Angebots von Chelsea, das von ursprünglich 35 auf 50 Millionen Euro angehoben wurde, blieben die Dortmunder Verhandlungsführer bei ihrer Forderung von mindestens 65 Millionen Euro hart. Da die angebotene Summe weiterhin unter diesem Wert lag, wurde der Deal abgelehnt.
Trotz verbesserter Chelsea-Offerte: Sebastian Kehl bleibt hart
Eine kurzfristige Einigung auf Ablösemodalitäten schien angesichts des engen Zeitfensters bis zum Transferende nicht mehr möglich. Somit wird Gittens mit dem Team am heutigen Freitag (13. Juni) zur Klub-Weltmeisterschaft nach Miami reisen. Während der Trainingseinheit am Dienstagabend trainierte der Engländer noch separat und absolvierte eine Laufeinheit um den Platz – offenbar, um schnell abfahrbereit zu sein.
Laut Berichten hat sich Gittens mit Chelsea bereits auf einen langfristigen Vertrag über sieben Jahre geeinigt, bei dem er ein Jahresgehalt von etwa 6,5 Millionen Euro erhalten hätte – fast das Doppelte seines aktuellen Gehalts beim BVB von 3,5 Millionen Euro.
Trotz des verbesserten Angebots der Blues, das zuletzt auf rund 55 Millionen Euro stieg, blieb Dortmund um Verhandlungsführer Sebastian Kehl bei seiner Forderung und lehnte weiterhin ab. Zuvor hatte dieser bereits durchblicken lassen, dass sich der BVB nicht erweichen lassen wird: „Wir haben telefoniert, am Ende sind wir nicht übereingekommen, weil wir unterschiedliche Vorstellungen über den aktuellen Wert des Spielers haben“, sagte BVB-Sportdirektor in einer Medienrunde. Chelsea konnte und wollte die geforderten mindestens 65 Millionen Euro nicht erfüllen, stand jetzt. (nki)
Rubriklistenbild: © IMAGO/David Inderlied
