BVB trennt sich von Sahin: Löws Name taucht unerwartet auf
VonChristoph Klaucke
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Nach einer Serie von Misserfolgen wird Nuri Sahin, der Coach des BVB, entlassen. Jogi Löw und Niko Kovac werden als potenzielle Nachfolger in Betracht gezogen.
Update vom 22. Januar, 9.30 Uhr: Borussia Dortmund hat die Entlassung von Trainer Nuri Sahin offiziell bestätigt. Jetzt gilt es für die BVB-Bosse um Lars Ricken einen Nachfolger zu finden. Auf der Liste könnte mit Joachim Löw der ehemalige Bundestrainer stehen.
Erstmeldung vom 21. Januar: Dortmund – Borussia Dortmund steckt in einer tiefen Krise. Nach drei aufeinanderfolgenden Niederlagen in der Bundesliga, zuletzt gegen Frankfurt mit 0:2, steht Trainer Nuri Şahin vor dem Aus. Die Schwarz-Gelben sind auf den zehnten Tabellenplatz abgerutscht und der Abstand zu den Champions-League-Plätzen beträgt bereits sieben Punkte. Der Druck auf Şahin wächst, und die Klubführung sieht sich gezwungen, über Alternativen nachzudenken.
Sahin vor dem Aus – beim BVB fällt plötzlich der Name Löw
Seit seinem Abschied als Bundestrainer nach der EM 2021 hat Löw keine Trainerposition mehr übernommen, wurde aber immer wieder mit verschiedenen Vereinen in Verbindung gebracht. Matthäus zieht Parallelen zu den erfolgreichen Interimseinsätzen von Franz Beckenbauer bei Bayern München in den 1990er-Jahren. Beckenbauer hatte den Klub damals zur Meisterschaft (1994) und zum Uefa-Pokal-Sieg (1996) geführt.
Dass Löw jedoch bereit wäre, den BVB zu übernehmen, ist unwahrscheinlich. Im vergangenen November hatte er eine künftige Aufgabe als Bundesliga-Coach erneut ausgeschlossen. Sollte aber ein Verband wegen des Nationaltrainerjobs anklopfen, könne er sich eine Rückkehr vorstellen, hatte der Weltmeister-Trainer von 2014 bei SWR Sport gesagt.
BVB-Trainer Sahin vor dem Aus – Ex-Bayern-Trainer Kovac plötzlich im Gespräch
Ein weiterer Name, der im Umfeld des BVB gehandelt wird, ist Niko Kovac. Der ehemalige Bayern-Trainer lehnte laut Sky kürzlich ein Angebot von Besiktas Istanbul ab. Kovac ist seit seinem Aus beim VfL Wolfsburg im März 2024 ohne Verein und arbeitet derzeit als Experte. Seine Erfahrung in der Bundesliga könnte für Dortmund von Vorteil sein.
Kovac wird als jemand gesehen, der in der Lage ist, eine Mannschaft zu stabilisieren und wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Seine Absage an Besiktas zeigt, dass er möglicherweise auf eine andere Herausforderung wartet.
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Weitere potenzielle Kandidaten als Sahin-Nachfolger in Dortmund
Neben Löw und Kovac werden auch andere Namen als mögliche Nachfolger von Şahin gehandelt. Laut Sky gehören dazu Erik ten Hag, Roger Schmidt, Sandro Wagner und Sebastian Hoeneß.
Ten Hag, der zuletzt bei Manchester United tätig war, und eine gute Beziehung zu BVB-Chefberater Matthias Sammer haben soll, möchte jedoch dem Vernehmen nach eher langfristig etwas aufbauen und nicht sofort unter Druck stehen. Schmidt, zuletzt bei Benfica Lissabon, wird ebenfalls als Kandidat betrachtet, will im Winter wohl keinen neuen Job annehmen und soll Vorbehalte gegenüber der aktuellen Klubstruktur in Dortmund haben.
Sandro Wagner, aktuell Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, plant, bis zur WM 2026 in seiner jetzigen Rolle zu bleiben. Sebastian Hoeneß, der in Stuttgart unter Vertrag steht, besitzt laut Sky eine Exit-Option in Höhe von sieben bis acht Millionen Euro für den Sommer, die ihn theoretisch nach Dortmund führen könnte. (ck)