Champions-League-Auftakt

Einzelkritik und Noten zum Bayern-Schützenfest gegen Zagreb: Gleich vier Stars überragen

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  • Luca Hartmann
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Der FC Bayern brilliert zum Champions-League-Auftakt gegen Zagreb. Die Einzelkritik samt Noten zum Gala-Auftritt.

München – Furioses Tor-Spektakel des FC Bayern zum Start in die neue Champions-League-Saison! Gegen völlig überforderte Gäste aus Zagreb gewinnen die Münchner in der Allianz Arena hochverdient mit 9:2 und wackeln dabei nur kurz nach der Pause.

Bayern überrolt Zagreb in 1. Halbzeit – und schläft nach der Pause

In der ersten Halbzeit lassen die Bayern die Muskeln spielen. Nach Foul an Aleksandar Pavlović verwandelt Harry Kane den Strafstoß zur überfälligen Führung (19.). Den zweiten Treffer erzielt Raphaël Guerreiro traumhaft per Drop-Kick nach starker Brust-Vorlage von Jamal Musiala (38.). Michael Olise erhöhte vor der Pause per Kopf sogar noch auf 3:0!

Der FC Bayern feiert gegen Dinamo Zagreb ein Tor-Festival.

Nach der Pause die Bayern-Defensive dann kurz im Tiefschlaf: Erst Bruno Petkovic (48.) und nicht einmal zwei Minuten später Takuya Ogiwara verkürzen plötzlich auf 2:3 (50.). Nur Sekunden darauf haben die Gäste sogar die Chance zum Ausgleich, doch Sven Ulreich, für den angeschlagenen Manuel Neuer eingewechselt, verhindert das 3:3.

Kane erzielt Viererpack – Olise trifft doppelt

Von dem Doppelschlag der Gäste zeigen sich die Münchner in der Folge jedoch unbeeindruckt und zeigen kurz darauf wieder starken Offensiv-Fußball. Kane noch zwei weitere Male vom Elfmeterpunkt (73. und 78.) und einmal aus dem Spiel heraus (57.), Olise (61.), der eingewechselte Leroy Sané (85.) und schließlich noch Leon Goretzka (90+2.) schießen den deutlichen Sieg der Kompany-Elf heraus.

Die Einzelkritik samt Noten zur FCB-Gala

Manuel Neuer: Nach einem Ausflug an den Mittelkreis ging der Torhüter nach einem luftigen Zweikampf zu Boden und landete auf dem Rücken. Das sah nicht nur schmerzhaft aus, sondern war es auch. Neuer wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Note: 3 (ab 46. Minute Sven Ulreich: Vertrat den Stammkeeper in gewohnt zuverlässiger Manier, konnte für die Gegentore nichts. Note: 3)

Raphael Guerreiro: Überraschenderweise musste der Linksverteidiger auf der rechten Abwehrseite ran – und wusste auf dieser ungewohnten Position zu gefallen. Nicht nur wegen seines Traumtores zum zwischenzeitlichen 2:0. Beim ersten Tor von Zagreb war er jedoch einen Schritt zu spät, der zweite Treffer der Kroaten fiel ebenfalls über seine Seite. Guerreiro wirkte defensiv zu sorglos. Note: 3

Minjae Kim: Ein ordentlicher Auftritt des Südkoreaners. Kim konnte mit seiner körperlichen Spielweise gut gegen die kroatischen Kanten dagegenhalten. Note: 3

Dayot Upamecano: Es scheint, als würde der Franzose langsam die gewohnte Stabilität in sein Spiel bekommen. Seine größte Stärke beweist Upamecano derzeit allerdings im aggressiven Gegenpressing, das teilweise weit in der gegnerischen Hälfte startete. Note: 3

Müller, Beckenbauer, Neuer & Co.: Die 10 Rekord-Spieler des FC Bayern

1. Platz: Thomas Müller, 710 Spiele. 
Mit seinem Einsatz im Bundesliga-Spiel gegen Freiburg (01.09.2024) wird Thomas Müller zum Rekordspieler des FC Bayern. Bei seinem Jubiläum erzielt er den Treffer zum 2:0-Endstand.
1. Platz: Thomas Müller, 710 Spiele. (Stand: 2. September 2024) Mit seinem Einsatz im Bundesliga-Spiel gegen Freiburg (01.09.2024) wird Thomas Müller zum Rekordspieler des FC Bayern. Bei seinem Jubiläum erzielt er den Treffer zum 2:0-Endstand. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Bei den Fans des FC Bayern ist Müller längst eine lebende Legende. Bei seinem Rekord-Einsatz widmen ihm die Fans ein riesiges Banner.
Bei den Fans des FC Bayern ist Müller längst eine lebende Legende. Bei seinem Rekord-Einsatz widmen ihm die Fans ein riesiges Banner.  © IMAGO/Renate Feil/M.i.S.
2. Platz: Sepp Maier, 709 Spiele.
Jahrelang war Sepp Maier Bayerns-Rekordspieler. Zwischen 1962 und 1979 stand „Die Katze von Anzing“ als Torwart insgesamt 709 Mal im Kasten der Münchner.
2. Platz: Sepp Maier, 709 Spiele. Jahrelang war Sepp Maier Bayerns-Rekordspieler. Zwischen 1962 und 1979 stand „Die Katze von Anzing“ als Torwart insgesamt 709 Mal im Kasten der Münchner. © IMAGO/Mladen Lackovic
3. Platz: Oliver Kahn, 632 Spiele.
Auf dem dritten Platz folgt mit Oliver Kahn ein weiterer Torwart. Der spätere Vorstandsvorsitzende hütete zwischen 1994 und 2008 das Münchner Tor.
3. Platz: Oliver Kahn, 632 Spiele. Auf dem dritten Platz folgt mit Oliver Kahn ein weiterer Torwart. Der spätere Vorstandsvorsitzende hütete zwischen 1994 und 2008 das Münchner Tor.  © IMAGO / Camera 4
4. Platz: Gerd Müller, 613 Spiele. Der 2021 verstorbene „Bomber der Nation“ führte den FC Bayern zwischen 1964 und 1979 mit seinen Toren zu großen Erfolgen.
4. Platz: Gerd Müller, 613 Spiele. Der 2021 verstorbene „Bomber der Nation“ führte den FC Bayern zwischen 1964 und 1979 mit seinen Toren zu großen Erfolgen. © IMAGO / Ulmer/Cremer
5. Platz: Franz Beckenbauer, 584 Spiele. Weltmeister als Trainer und als Spieler. Franz Beckenbauer zählt zu den größten Legenden des deutschen Fußballs. Zwischen 1959 und 1977 absolvierte er als Libero 584 Spiel für den deutschen Rekordmeister.
5. Platz: Franz Beckenbauer, 584 Spiele. Weltmeister als Trainer und als Spieler. Franz Beckenbauer zählt zu den größten Legenden des deutschen Fußballs. Zwischen 1959 und 1977 absolvierte er als Libero 584 Spiele für den deutschen Rekordmeister. © IMAGO / Lackovic
6. Platz: Georg Schwarzenbeck, 554 Spiele. 20 Jahre lang (1961 - 1981) spielte Schwarzenbeck erst in der Jugend, später bei den Profis des FC Bayern als „Vorstopper“. Mit der Nationalmannschaft wurde er Welt- und Europameister.
6. Platz: Hans-Georg Schwarzenbeck, 554 Spiele. 20 Jahre lang (1961-1981) spielte Schwarzenbeck erst in der Jugend, später bei den Profis des FC Bayern als „Vorstopper“. Mit der Nationalmannschaft wurde er Welt- und Europameister. © IMAGO / Imagebroker
7. Platz: Klaus Augenthaler, 551 Spiele. Zwischen 1975 und 1991 sammelte Augenthaler als Libero beim FC Bayern insgesamt sieben deutsche Meisterschaften. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1990 Weltmeister.
7. Platz: Klaus Augenthaler, 551 Spiele. Zwischen 1975 und 1991 sammelte Augenthaler als Libero beim FC Bayern insgesamt sieben deutsche Meisterschaften. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1990 Weltmeister. © IMAGO / kolbert-press
8. Platz: Manuel Neuer, 524 Spiele. (Stand: 2. September 2024) Seit 2011 ist Neuer die unangefochtene Nummer eins im Tor des FC Bayern, holte mit dem FCB bisher elf Meisterschaften und zwei Champions-League-Siege. 2014 wurde er mit dem DFB-Team Weltmeister.
8. Platz: Manuel Neuer, 524 Spiele. (Stand: 2. September 2024) Seit 2011 ist Neuer die unangefochtene Nummer eins im Tor des FC Bayern, holte mit dem FCB bisher elf Meisterschaften und zwei Champions-League-Siege. 2014 wurde er mit dem DFB-Team Weltmeister. © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images
9. Platz: Philipp Lahm, 517 Spiele. Der Außenverteidiger gehörte auf der rechten Seite jahrelang zu den besten Spielern der Welt. Als Kapitän führte er den FCB 2013 zum Sieg in der Champions League. Ein Jahr später gewann er als Kapitän der Nationalmannschaft den WM-Titel.
9. Platz: Philipp Lahm, 517 Spiele. Der Außenverteidiger gehörte auf der rechten Seite jahrelang zu den besten Spielern der Welt. Als Kapitän führte er den FCB 2013 zum Sieg in der Champions League. Ein Jahr später gewann er als Kapitän der Nationalmannschaft den WM-Titel. © IMAGO / MIS
10. Platz: Bernd Dürnberger, 511 Spiele. Zwischen 1972 und 1985 gewann der vielseitig eingesetzte „Zipf“ mit dem FC Bayern unter anderem fünf deutsche Meisterschaften und dreimal in Folge den Europapokal der Landesmeister (1974-1976).
10. Platz: Bernd Dürnberger, 511 Spiele. Zwischen 1972 und 1985 gewann der vielseitig eingesetzte „Zipf“ mit dem FC Bayern unter anderem fünf deutsche Meisterschaften und dreimal in Folge den Europapokal der Landesmeister (1974-1976). © IMAGO / Team 2

Alphonso Davies: Den zweiten Treffer von Michael Olise leitete der Kanadier mit ein, der auf seiner gewohnten Position ran durfte. Ansonsten versuchte er die Balance zwischen Offensive und Defensive zu halten. Das gelang – abgesehen von den ersten Minute nach dem Seitenwechsel – ordentlich. Note: 3

Aleksandar Pavlovic: Gewohnt mutiger Auftritt des Youngsters. Pavlovic war im Zentrum stets präsent und hielt Kimmich den Rücken frei. Trotzdem versuchte er den ersten Blick stets nach vorne zu richten und dadurch den Spielaufbau anzukurbeln. Bestes Beispiel: „Pavlo“ wurde vorm Elfmeter zum 1:0 bei einem Dribbling im Strafraum gefoult. Note: 2

Joshua Kimmich: Obwohl die Münchner derzeit keinen gelernten Rechtsverteidiger in ihren Reihen haben, durfte Mittelfeldchef Kimmich im Zentrum ran. Ein absoluter Vertrauensbeweis von Cheftrainer Vincent Kompany. Der DFB-Kapitän zahlte das mit einer guten Leistung zurück, schlug unter anderem eine butterweiche Flanke auf Michael Olise, die zum 3:0 führte. Das vierte Bayern-Tor ging mindestens zur Hälfte auf seine Kappe. Note: 1

Michael Olise: Der junge Franzose traute sich bei seinem Königsklassen-Debüt etwas zu – und belohnte sich mit einem Doppelpack. Olise hat bewiesen, dass er auch auf europäischem Top-Niveau mithalten – und mit seiner Torgefahr den Unterschied machen kann. Note: 1

Jamal Musiala: Den ersten bayerischen Warnschuss der neuen Königsklassen-Saison gab Musiala nach wenigen Minuten ab. Es folgte ein Treffer, der allerdings wegen Abseits aberkannt wurde. Danach drehte der Ausnahmedribbler so richtig auf und glänzte als doppelter Vorlagengeber. Mit seiner Übersicht machte er seine Mitspieler an diesem Abend auf alle Fälle besser. Note: 1

Serge Gnabry: Vor der Saison war der Flügelspieler noch einer der Verkaufskandidaten – doch jetzt ist Gnabry auf der Außenbahn gesetzt. Berechtigt! Auch wenn ihm keine Torbeteiligung an diesem Abend gelang. Note: 2

Harry Kane: Erstes Champions-League-Spiel, erster Viererpack auf internationaler Bühne. Kane war zur Stelle, wenn seine Torjäger-Qualitäten gebraucht wurden – dreimal vom Elfmeterpunkt und einmal per Abstauber. In Kiel traf er bereits dreifach. Note: 1

Rubriklistenbild: © IMAGO / Jan Huebner

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