FC Bayern siegt in Bremen: Kimmich und Abwehr-Star sichern sich beste Note – Mané enttäuscht wieder
VonManuel Bonke
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Florian Schimak
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Der FC Bayern war am 31. Spieltag bei Werder Bremen zu Gast. Ein eminent wichtiges Spiel im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Die tz-Einzelkritik.
Bremen/München - Drei Spieltag vor Schluss ist im Kampf um die Deutsche Meisterschaft noch nichts entschieden. In der meistgespielten Partie der Bundesliga war der FC Bayern beim SV Werder Bremen zu Gast.
Etwas überraschend standen Thomas Müller und Leroy Sané nicht in der Startelf von Thomas Tuchel. Stattdessen durfte Sadio Mané wieder von Beginn an ran.
„Müller spielt nicht gegen Manchester, weil er vielleicht zu langsam ist. Dann spielt Müller nicht gegen Hertha, weil es vielleicht nicht sein Spiel ist. Jetzt spielt Müller nicht gegen eine Mannschaft, die im gesicherten Mittelfeld ist“, sagte Lothar Matthäus vor dem Spiel bei Sky: „Ich denke, dass Probleme zwischen Thomas Müller und Thomas Tuchel aufkommen. Thomas will spielen in den letzten zwei, drei Jahren seiner Karriere. Mit dieser Situation kann er nicht zufrieden sein.“
Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars
Ohne den Weltmeister von 2014 taten sich die Münchner im ersten Durchgang schwer. Doch wie schon gegen Hertha BSC war es Serge Gnabry, der als Dosenöffner fungierte. Nach einer Flanke von Sadio Mané, schlug Jamal Musiala zunächst über den Ball, doch Gnabry war zur Stelle und vollendete eiskalt zum 1:0 (62.).
FC Bayern siegt in Bremen: Kimmich und Abwehr-Star sichern sich beste Note – Mané enttäuscht wieder
Kurz darauf war es der eingewechselte Leroy Sané, der nach tollem Steckpass von Noussair Mazraoui das 2:0 (73.) für den Rekordmeister erzielte. Niklas Schmidt verkürzte kurz vor Schluss auf 2:1 (87.) und machte die Partie noch einmal spannend – am Ende aber bleibt beim letztlich verdienten Sieg der Bayern. Damit stehen die Münchner aktuell vier Punkte vor dem BVB, der allerdings am Sonntagabend erst noch gegen den VfL Wolfsburg ran muss.
Yann Sommer
Eher ein ruhiger Tag für den Schweizer. Einen Bremer Angriff leitete er mit einem ungenauen Zuspiel in den Halbraum ein. Beim Gegentor fehlten wieder einmal die berühmten Zentimeter. Note: 4
Noussair Mazraoui
Aktivposten auf der rechten Seite im Zusammenspiel mit Kingsley Coman. Mazraoui bereitete den Treffer von Leroy Sané mit einem traumhaften Steckpass vor. Defensiv ohne Tadel. Note: 2
Benjamin Pavard
Spielt weiter souverän auf und weiß genau, wo als Innenverteidiger seine Stärken liegen – im Verteidigen. Note: 3
Matthijs de Ligt
Übernimmt Verantwortung und versucht sich in Abwesenheit des verletzten Dayot Upamecano immer mehr im Spielaufbau. Defensiv in Zweikämpfen auch gegen Werder eine Bank. Note: 3
Joao Cancelo
Obwohl der Portugiese durch die Verletzung von Alphonso Davies mittlerweile Stammspieler ist und Rhythmus hat, bleibt er hinter den Erwartungen zurück. Defensiv in einigen Aktionen erneut nicht konsequent genug. In anderen Situationen dann aber wieder hellwach. Note: 4
Joshua Kimmich
Gewohnt chefiger Auftritt des Mittelfeldspielers, der bis zur Einwechslung von Thomas Müller gefühlt der einzige richtige Anführer auf dem Platz war – und das Spiel mit vielen Ballaktionen bestimmte. Einziges Manko: Seine Chip-Bälle fanden an der Weser keinen Abnehmer. Trotzdem ein starker Auftritt. Note: 2
Ryan Gravenberch
Seine Pässe nach vorne gaben den Münchnern im Offensivspiel mehr Zielstrebigkeit. Die Abstimmung im Zentrum war allerdings nicht immer ideal, weshalb sich Trainer Thomas Tuchel den jungen Niederländer häufig gestenreich zur Brust nahm. Note: 3(ab 64. Thomas Müller: o.B.)
Kingsley Coman
Auffälligster Offensiv-Akteur, dem aber nichts zwingendes in seinen Aktionen gelang. Beim Torabschluss zu überhastet und unpräzise. Note: 4(ab 64. Leroy Sané: o.B.)
Tat sich gegen die robusten Bremer schwer, die Offensive zu beleben. Er braucht dringend einen Knotenlöser – idealerweise in Form eines Treffers In Bremen gelang ihm nach einem missglückten Schussversuch immerhin eine Vorlage. Note: 4
Sadio Mané
Die erste Aktion war ein Pass ins Seitenaus – ohne Bedrängnis wohlgemerkt. Es folgte wenig später eine Bogenlampen-Flanke hinters Bremer Tor. Mané wirkte mit dem Kopf nicht bei der Sache und war darum den entscheidenden Schritt zu langsam. Zwar steigerte er sich nach der Pause etwas, es war insgesamt aber zu wenig. Note: 5 (ab 88. Bouna Sarr: o.B.)
Serge Gnabry
Wirkte in der Sturmspitze verloren, tat aber nicht wirklich etwas, um das zu ändern. In der zweiten Halbzeit schlug er per Fallrückzieher ein Luftloch. Seine auffälligste Aktion bis zu seinem erlösenden Treffer nach einer guten Stunde. Sein zweites Tor nacheinander. Seinen Stürmer-Job dadurch zuverlässig erledigt. Note: 3(bok/smk)