Portugal im EM-Viertelfinale

Tränen-Drama um Cristiano Ronaldo: Superstar weint nach Elfmeter-Fehlschuss, Mutter untröstlich

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Portugal erreicht nach einem denkwürdigen Sieg im Elfmeterschießen das EM-Viertelfinale. Mittendrin ist Superstar Cristiano Ronaldo. Er und seine Mutter brechen noch während des Spiels in Tränen aus.

Frankfurt – Was ein Drama im EM-Achtelfinale zwischen Turnier-Mitfavorit Portugal und Underdog Slowenien am späten Montagabend in Frankfurt – und mittendrin Superstar Cristiano Ronaldo. Der 39-jährige Kapitän der Seleção setzt sich mit seiner Mannschaft erst nach Elfmeterschießen 3:0 durch und erreicht damit das Viertelfinale.

Anschließend gibt es für Fans nur ein Thema: Noch während das Spiel läuft, kann Ronaldo seine Emotionen über einen vergebenen Strafstoß nicht verbergen und bricht auf dem Platz in Tränen aus.

Tränen-Drama um Cristiano Ronaldo: Superstar vergibt Elfmeter in Verlängerung

Was war passiert? Nach torlosen 90 Minuten ging das Spiel in der Frankfurter Arena zunächst in die Verlängerung. Die Portugiesen waren während der regulären Spielzeit zwar das klar spielbestimmende Team, ließen jedoch teils gute Chancen ungenutzt. Auch Ronaldo selbst scheiterte gleich mehrfach, setzte Abschlüsse neben das Tor oder scheiterte an Slowenien-Keeper Jan Oblak.

Cristiano Ronaldo (links) und seine Mutter Maria Dolores dos Santos Aveiro verdrückten nach Ronaldos Elfmeter-Fehlschuss in der Verlängerung beide bittere Tränen.

In der 105. Minute der Verlängerung tat sich für den fünfmaligen Weltfußballer dann die große Möglichkeit zum Siegtreffer auf. Nach einem Foul am eingewechselten Diogo Jota entschied Schiedsrichter Daniele Orsato auf Elfmeter. Ronaldo schnappte sich selbstbewusst den Ball – und vergab! Oblak konnte seinen gut geschossenen Strafstoß ins rechte Eck mit einer starken Parade entschärfen. Es war einer der seltenen Elfmeter-Fehlschüsse in der großen Karriere Ronaldos.

Ronaldo weint in Frankfurt bittere Tränen – und entschuldigt sich für Tor

Noch in der Halbzeitpause der Verlängerung konnte Ronaldo seine Emotionen über den vergebenen Elfmeter dann nicht mehr verbergen. Der sensible Superstar weinte auf dem Frankfurter Rasen bittere Tränen und musste von seinen Teamkollegen getröstet werden.

Zeitgleich musste auch Ronaldos Mutter Maria Dolores dos Santos Aveiro auf der Tribüne anfangen zu weinen. Die 69-Jährige war erstmals bei dieser Europameisterschaft zu einem Spiel ihres Sohnes nach Deutschland angereist und litt auf den Rängen mit. Nach dem Elfer-Fehlschuss ihres Sohnes kullerten auch bei ihr die Tränen, eingefangen von mehreren TV-Kameras.

Dabei war das Spiel noch längst nicht vorbei. Nach weiteren torlosen 15 Minuten folgte schließlich das Elfmeterschießen. Trotz seines Patzers zuvor übernahm Ronaldo erneut Verantwortung und verwandelte seinen Strafstoß diesmal sicher. Nach seinem Tor zeigte er sogar eine entschuldigende Geste in Richtung der portugiesischen Fans, wohl in Anlehnung an seinen vergebenen Elfmeter zuvor. Während danach auch seine Kollegen Bruno Fernandes und Bernardo Silva vom Punkt trafen, konnte ihr Torwart Diogo Costa alle drei Versuche der Slowenen parieren und wurde so zum Matchwinner.

„Ist mir selten passiert“: Ronaldo spricht nach Elfmeter-Drama

Nach dem glücklichen Einzug in die Runde der letzten acht sprach Ronaldo über sein Wechselbad der Gefühle: „Zuerst war ich wahnsinnig traurig, jetzt bin ich einfach nur glücklich. So ist Fußball. Es gibt Momente, die man nicht erklären kann. Ich habe versucht, das Spiel zu entscheiden, aber ich habe es nicht geschafft, ich habe den Elfer verschossen. Das ist sehr traurig für mich und mir selten passiert in meiner Karriere, deswegen habe ich weinen müssen“, gibt der EM-Sieger von 2016 bei MagentaTV zu.

Ronaldo musste nach seinem verschossenen Elfmeter getröstet werden.

Das wichtigste sei nun jedoch der Einzug ins Viertelfinale, ergänzt Ronaldo. Dort wartet auf CR7 wohl der nächste denkwürdige EM-Abend, denn es kommt zum Duell mit Frankreichs Superstar Kylian Mbappé. Der Sieger der Partie trifft dann auf den Gewinner des zweiten Kracher-Viertelfinales zwischen Deutschland und Spanien. (LuHa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Sven Simon und IMAGO/Jan Huebner

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