TV-Experte sieht Abwehrschwäche

Effenberg warnt Kompany vor großer Bayern-Schwäche

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Der FC Bayern zeigte sich in der Champions League hinten anfällig. TV-Experte Stefan Effenberg warnt vor den Schwächen in der Defensive.

München – Zwölf Tore in den letzten drei Ligaspielen und kein Gegentor – das klingt nach Dominanz. Doch die Ergebnisse in der Champions League sprechen eine andere Sprache. Nach den zahlreichen überzeugenden Auftritten des FC Bayern gegen kleinere Gegner blieb der große Wurf gegen die Top-Teams bisher aus. Diesen kritischen Punkt hob auch der ehemalige Bayern-Star Stefan Effenberg hervor.

Bayern-Trainer Vincent Kompany erwischte keinen guten Start in die Champions League.

Effenberg betont die Bedeutung einer defensiven Stabilität für den Erfolg des deutschen Rekordmeisters: „Entscheidend, ob du Meister wirst, ist der Weg zurück in die Defensive.“, so der 56-Jährige. Mit Blick auf die vergangene Saison hob er hervor, dass Bayer Leverkusen nur 24 Gegentore kassierte und damit den Titel holte. „Der Schlüssel zum großen Erfolg liegt in der Defensive“, erklärte Effenberg weiter und forderte von Kompany eine Anpassung des Systems, wenn ab März die großen Spiele anstehen.

Erste Anzeichen für Veränderungen waren demnach bereits bei den Siegen gegen Bochum, Mainz und Union zu erkennen. Das bedingungslose Pressing der Anfangswochen wurde reduziert, und die Defensive handelte disziplinierter, wobei diese Entwicklung entscheidend sein könnte, um die Schwächen gegen die Top-Teams zu beheben.

Bayern zwischen Dominanz und Defensivarbeit

Trotz der Rückschläge in der Champions League, insbesondere der deutlichen 1:4-Niederlage gegen den FC Barcelona, bleibt die Mannschaft überzeugt von Kompanys Ansatz: „Der Weg, den wir gehen, bringt nicht nur eine tolle Spielweise, sondern auch Ergebnisse“, betonte der Routinier Thomas Müller zuletzt und stärkte dem Trainer damit den Rücken.

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Doch die Aufgaben werden für die Bayern wohl kaum leichter, denn: In der Champions League stehen Begegnungen gegen Benfica Lissabon und Paris Saint-Germain an, bevor in der Bundesliga der Klassiker gegen Borussia Dortmund wartet.

Während die Offensive weiter glänzt, muss die Defensive nun die notwendige Stabilität finden, um auch gegen die Top-Teams zu bestehen. „Wir haben einiges gut zu machen. Das wollen wir auch“, erklärte Sportvorstand Max Eberl zum bevorstehenden Champions-League-Spiel gegen Benfica.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

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