Ein unerwartetes „Sorgenkind“

Der FC Bayern und die verloren gegangene Weltklasse vorm CL-Kracher gegen Mailand

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Der FC Bayern glaubt trotz der bitteren 1:2-Heimniederlage im CL-Viertelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand noch an ein Weiterkommen. Was dabei Hoffnung macht.

München / Mailand - FCB-Chefcoach Vincent Kompany wurde nach dem 2:2 im „deutschen Clásico“ gegen Borussia Dortmund gefragt, was ihm die Zuversicht geben würde, in der nächsten Woche in San Siro zu bestehen und über die hohe Hürde Inter Mailand ins CL-Halbfinale einzuziehen. Der Belgier argumentierte darauf nicht zuletzt mit der Vielzahl an hochkarätigen Chancen, die man sich in den beiden Spielen gegen CL-Viertelfinalisten erarbeitet hätte und erwähnte dabei „50 Abschlüsse“.

Die fehlende Effizienz ist ein großes FCB-Thema

Ganz so viele waren es nicht, aber immerhin 48: 20:10 gegen den italienischen Meister, 28:11 gegen den BVB. Die Münchner Bilanz ist dabei allerdings ernüchternd: Drei Tore bei 48 Schüssen, den Gegnern reichten ganze 21 Abschlüsse für vier Tore. Die derzeit fehlende Effizienz ist ein großes Thema, selbst die bisherige „Tormaschine“ Harry Kane hat sich zuletzt auf fast schon dramatische Weise davon anstecken lassen.

Und dann sind es natürlich die „dicken Böcke“ in der Abwehr, die die Gegner zum Toreschießen nahezu eingeladen haben - individuelle Fehler (Sacha Boey gegen Inter; Minjae Kim gegen den BVB) oder kollektive Blackouts im gesamten Abwehrverbund. Die gilt es zu minimieren.

Wie bei allen Teamsportarten, die mit Toren bewertet werden, gewinnt diejenige Mannschaft, die mindestens ein Tor mehr als der Gegner erzielt. Beim deutschen Rekordmeister scheint das aktuell praktikabler über die immer noch sehr gut funktionierende Offensive zu sein.

Nach dem souveränen CL-Viertelfinaleinzug in Leverkusen (Gesamtscore 5:0) war die Bayernwelt absolut in Ordnung.

Nicht zu kompensieren: FCB-Abwehr fehlen Weltklassespieler

Im Defensivverbund fehlen derzeit mit Abwehrchef Dayot Upamecano (freie Gelenkkörper im Knie) und Alphonso Davies (Kreuzbandriss) zwei Akteure, die im fitten Zustand in der laufenden Saison auf absolutem Weltklasseniveau performt haben. Beide können nicht 1 zu 1 ersetzt werden. Zudem fehlt seit sechs Wochen der fünfmalige Welttorhüter Manuel Neuer (Wadenverletzung), sein 21-jähriger Ersatz Jonas Urbig macht seine Sache gut, natürlich fehlt ihm aber noch die Aura des Weltmeisters von 2014. Auch der Ausfall des japanischen Nationalspielers Hiroki Ito (zum wiederholten Male Mittelfußbruch) schmerzt in diesem Kontext.

Die übriggebliebenen Defensivspieler können definitiv nicht das großartige Niveau der Stammkräfte aufrechterhalten. Zumal sich Minjae Kim seit Monaten mit Achillessehen-Beschwerden quält, Innenverteidiger-Kollege Eric Dier grundsätzlich nicht der geeignete Spielertyp für das Kompany-System ist, Eigengewächs Josip Stanišić von rechts auf links wechseln muss und Konrad Laimer eigentlich Mittelfeldspieler und nicht Rechtsverteidiger ist.

Trotz Musiala-Verletzung: Offensive insgesamt in guter Form

In der FCB-Offensive fehlt seit dem Auswärts-Sieg in Augsburg mit Jamal Musiala (Muskelbündelriss) ebenfalls ein „Unterschiedsspieler“ auf Weltklasseniveau. Dennoch scheint sein Fehlen besser verkraftet werden zu können.

Michael Olise und Leroy Sané spielen seit Wochen auf konstant hohem Niveau, Serge Gnabry hat gegen den BVB nach seiner Einwechslung ein Ausrufezeichen gesetzt und auch das Comeback von Kingsley Coman war vielversprechend. Dazu ein Thomas Müller, der es in seiner letzten FCB-Saison allen noch einmal mit größtem Einsatz und Laufbereitschaft zeigen möchte.

Die große FCB-Hoffnung: Kane „explodiert“ in San Siro

Dann kommen wir jedoch zum derzeitigen „Sorgenkind“ in der immer noch außergewöhnlich guten Bayern-Offensive: Es ist ausgerechnet die eigentliche Tormaschine des Teams, Harry Kane. Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft hat in seinen ersten anderthalb Jahren beim Rekordmeister fast nach Belieben getroffen - jetzt in der entscheidenden Saisonphase hat er Ladehemmung. Gegen Inter ließ er beim Stand von 0:0 eine sogenannte hundertprozentige Chance aus und scheiterte am rechten Torpfosten.

Kane meinte nach der 1:2-Pleite gegen die Nerazzurri selbst, dass er an einem guten Tag wohl dreimal getroffen hätte, es aber bei Torjägern eben auch solche Tage geben würde. Gegen den BVB war seine Bilanz nicht besser.

Denkwürdige Spiele in der Königsklasse: Die größten Comebacks in der Geschichte der Champions League

In der Geschichte der Champions League hat ein Auswärtsteam nur sieben Mal einen Rückstand aus dem Hinspiel wettgemacht. Eines dieser Teams ist Paris Saint-Germain.
In der Geschichte der Champions League hat ein Auswärtsteam nur sieben Mal einen Rückstand aus dem Hinspiel wettgemacht. Eines dieser Teams ist Paris Saint-Germain. © IMAGO/Bradley Ormesher
Die Franzosen setzten sich im Achtelfinale der Saison 2024/25 gegen den FC Liverpool durch. Nach einem 0:1 im Hinspiel siegte PSG in Liverpool mit 1:0 und gewann am Ende im Elfmeterschießen.
Die Franzosen setzten sich im Achtelfinale der Saison 2024/25 gegen den FC Liverpool durch. Nach einem 0:1 im Hinspiel siegte PSG in Liverpool mit 1:0 und gewann am Ende im Elfmeterschießen. © IMAGO/Darren Campbell
Ähnliches glückte PSG bereits im Jahr zuvor. Im Viertelfinale drehten die Franzosen gegen den FC Barcelona eine 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel noch mit einem 4:1-Erfolg im Rückspiel.
Ähnliches glückte PSG bereits im Jahr zuvor. Im Viertelfinale drehten die Franzosen gegen den FC Barcelona eine 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel noch mit einem 4:1-Erfolg im Rückspiel. © IMAGO/Jose Breton
Für die Mannschaft von Trainer Xavi war damit im Viertelfinale der Champions League schluss. Der Spanier wurde wenig später von Hansi Flick an der Seitenlinie der Katalanen ersetzt.
Für die Mannschaft von Trainer Xavi war damit im Viertelfinale der Champions League Schluss. Der Spanier wurde wenig später von Hansi Flick an der Seitenlinie der Katalanen ersetzt. © IMAGO/FRANCESC ADELANTADO
Ein denkwürdiges Comeback gab es im Halbfinale der Saison 2018/19. Tottenham verlor das Hinspiel in London mit 0:1. In Amsterdam lag man dann zur Halbzeit bereits mit 0:2 in Rückstand. Lucas Moura schoss die Spurs mit einem Dreierpack aber doch noch ins Finale.
Ein denkwürdiges Comeback gab es im Halbfinale der Saison 2018/19. Tottenham verlor das Hinspiel in London mit 0:1. In Amsterdam lag man dann zur Halbzeit bereits mit 0:2 in Rückstand. Lucas Moura schoss die Spurs mit einem Dreierpack aber doch noch ins Finale. © IMAGO/David Klein
Für Ajax Amsterdam und Matthijs de Ligt platzte damit der Traum vom Champions-League-Finale auf dramatische Art und Weise.
Für Ajax Amsterdam und Matthijs de Ligt platzte damit der Traum vom Champions-League-Finale auf dramatische Art und Weise. © "Ajax v Tottenham Hotspur FC" via www.imago-images.de
Manchester United konnte im Achtelfinale 2019 sogar noch einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen. In Manchester unterlag man gegen Paris mit 0:2. Im Rückspiel sicherte Marcus Rashford mit einem späten Treffer zum 3:1 den Einzug ins Viertelfinale.
Manchester United konnte im Achtelfinale 2019 sogar noch einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen. In Manchester unterlag man gegen Paris mit 0:2. Im Rückspiel sicherte Marcus Rashford mit einem späten Treffer zum 3:1 den Einzug ins Viertelfinale. © Harry Langer/DeFodi.eu via www.imago-images.de
Für die Franzosen um Superstar Kylian Mbappé war das Ausscheiden eine bittere Enttäuschung.
Für die Franzosen um Superstar Kylian Mbappé war das Ausscheiden eine bittere Enttäuschung. © IMAGO/Zabulon Laurent/ABACA
Grund zur Freude gab es im Achtelfinale der Saison 2018/19 hingegen für Ajax Amsterdam. Die Niederländer setzten sich als Außenseiter gegen Real Madrid durch,
Grund zur Freude gab es im Achtelfinale der Saison 2018/19 hingegen für Ajax Amsterdam. Die Niederländer setzten sich als Außenseiter gegen Real Madrid durch. © DeFodi.eu via www.imago-images.de
Und das, obwohl die Königlichen das Hinspiel in Amsterdam noch mit 2:1 gewannen. Im Rückspiel setzte es jedoch eine herbe 1:4-Klatsche für Toni Kroos und Co.
Und das, obwohl die Königlichen das Hinspiel in Amsterdam noch mit 2:1 gewannen. Im Rückspiel setzte es jedoch eine herbe 1:4-Klatsche für Toni Kroos und Co. © Ruben Albarran/Shutterstock via www.imago-images.de
Ein bitterer Tag für alle Bayern-Fans! 2010/2011 kam es im Achtelfinale zum Duell mit Inter Mailand. Nach einem 1:0-Sieg der Münchner in Italien, setzte es im Rückspiel eine 2:3-Niederlage.
Ein bitterer Tag für alle Bayern-Fans! 2010/2011 kam es im Achtelfinale zum Duell mit Inter Mailand. Nach einem 1:0-Sieg der Münchner in Italien, setzte es im Rückspiel eine 2:3-Niederlage. © imago sportfotodienst
Inter Mailand kam am Ende dank der Auswärtstor-Regel eine Runde weiter. Seit der Saison 2021/22 ist diese Regel für alle UEFA-Klubwettbewerbe abgeschafft worden.
Inter Mailand kam am Ende dank der Auswärtstor-Regel eine Runde weiter. Seit der Saison 2021/22 ist diese Regel für alle UEFA-Klubwettbewerbe abgeschafft worden. © imago sportfotodienst
Im Halbfinale der Saison 1995/1996 kam es zum Aufeinandertreffen von Ajax Amsterdam und Panathinaikos Athen. Die Griechen konnten das Hinspiel in Amsterdam mit 1:0 gewinnen.
Im Halbfinale der Saison 1995/1996 kam es zum Aufeinandertreffen von Ajax Amsterdam und Panathinaikos Athen. Die Griechen konnten das Hinspiel in Amsterdam mit 1:0 gewinnen. ©  via www.imago-images.de
Das Rückspiel in Athen endete dann mit 3:0 für Ajax. Matchwinner der Partie wurde Jari Litmanen, der zwei Treffer erzielte.
Das Rückspiel in Athen endete dann mit 3:0 für Ajax. Matchwinner der Partie wurde Jari Litmanen, der zwei Treffer erzielte. © imago sportfotodienst
Auch der FC Bayern München erlebte in der Champions-League bereits einige denkwürdige Spiele und Comebacks. Eines davon ist mit Sicherheit das Achtelfinal-Aufeinandertreffen mit Juventus Turin aus der Saison 2015/16.
Auch der FC Bayern München erlebte in der Champions-League bereits einige denkwürdige Spiele und Comebacks. Eines davon ist mit Sicherheit das Achtelfinal-Aufeinandertreffen mit Juventus Turin aus der Saison 2015/16. © imago sportfotodienst
Nach einem 2:2 in Turin, lag der FC Bayern im Rückspiel schnell mit 0:2 in Rückstand. Doch die Bayern retteten sich durch Lewandowski und einen späten Müller-Treffer in die Verlängerung. Dort entschieden Coman und Thiago die Partie zugunsten des FCB.
Nach einem 2:2 in Turin, lag der FC Bayern im Rückspiel schnell mit 0:2 in Rückstand. Doch die Bayern retteten sich durch Lewandowski und einen späten Müller-Treffer in die Verlängerung. Dort entschieden Coman und Thiago die Partie zugunsten des FCB. © imago sportfotodienst
Mut könnte dem FC Bayern ein Comeback aus dem Jahr 1988/89 machen. Gegen Inter Mailand verloren die Münchner das Hinspiel im UEFA-Cup Zuhause mit 0:2. Was danach im legendären Giuseppe Meazza folgte, war eine Senation.
Mut könnte dem FC Bayern ein Comeback aus dem Jahr 1988/89 machen. Gegen Inter Mailand verloren die Münchner das Hinspiel im UEFA-Cup zuhause mit 0:2. Was danach im legendären Giuseppe Meazza folgte, war eine Sensation. © IMAGO / WEREK
Vor rund 70.000 Zuschauern setzte sich der FC Bayern im Rückspiel mit 3:1 durch und profitierte von der Auswärtstorregel. Für den FCB trafen Roland Wohlfahrt, Claus Augenthaler und Jürgen Wegmann.
Vor rund 70.000 Zuschauern setzte sich der FC Bayern im Rückspiel mit 3:1 durch und profitierte von der Auswärtstorregel. Für den FCB trafen Roland Wohlfahrt, Klaus Augenthaler und Jürgen Wegmann. © IMAGO / Sven Simon
Spektakulär ging es auch im Viertelfinale der Saison 2014/15 zu. Nach einer 1:3-Schlappe in Porto zerlegten die Bayern ihren Gegner im Rückspiel mit 6:1. Robert Lewandowski traf doppelt.
Spektakulär ging es auch im Viertelfinale der Saison 2014/15 zu. Nach einer 1:3-Schlappe in Porto zerlegten die Bayern ihren Gegner im Rückspiel mit 6:1. Robert Lewandowski traf doppelt. © imago sportfotodienst
Die Mannschaft von Julen Lopetegui konnte aus der guten Ausgangslage vor dem Rückspiel hingegen kein Kapital schlagen. Bereits nach 40 Minuten führte der FCB mit 5:0.
Die Mannschaft von Julen Lopetegui konnte aus der guten Ausgangslage vor dem Rückspiel hingegen kein Kapital schlagen. Bereits nach 40 Minuten führte der FCB mit 5:0. © imago sportfotodienst
Deutlich enger war es dagegen im Achtelfinale 2006/07 gegen Real Madrid. Nach einer 2:3-Niederlage in Spanien, erkämpften sich die Münchner im Rückspiel einen 2:1-Sieg. Lucio und Roy Maakay trafen für den FCB.
Deutlich enger war es dagegen im Achtelfinale 2006/07 gegen Real Madrid. Nach einer 2:3-Niederlage in Spanien, erkämpften sich die Münchner im Rückspiel einen 2:1-Sieg. Lucio und Roy Maakay trafen für den FCB. © IMAGO/PICS UNITED/Eric Verhoeven
Der späte Anschlusstreffer von Ruud van Nistelrooy war für die Star-Mannschaft der Madrilenen nicht genug. Der FC Bayern setzte sich auch dank der Auswärtstorregel am Ende durch.
Der späte Anschlusstreffer von Ruud van Nistelrooy war für die Star-Mannschaft der Madrilenen nicht genug. Der FC Bayern setzte sich auch dank der Auswärtstorregel am Ende durch. © IMAGO / WEREK
Kommen wir nun zu den denkwürdigsten Champions-League-Comebacks aller Zeiten. Die spektakuläre Aufholjagd des FC Barcelona gegen Paris Saint-Germain im Achtelfinale der Saison 2016/17 darf da natürlich nicht fehlen.
Kommen wir nun zu den denkwürdigsten Champions-League-Comebacks aller Zeiten. Die spektakuläre Aufholjagd des FC Barcelona gegen Paris Saint-Germain im Achtelfinale der Saison 2016/17 darf da natürlich nicht fehlen.  © imago sportfotodienst
Nach einer 0:4-Pleite aus katalanischer Sicht im Hinspiel, gab es im Rückspiel tatsächlich ein kleines Fußball-Wunder: Vor heimischer Kulisse gewann der FC Barcelona auf dramatische Art und Weise mit 6:1 und machte den Viertelfinaleinzug klar.
Nach einer 0:4-Pleite aus katalanischer Sicht im Hinspiel, gab es im Rückspiel tatsächlich ein kleines Fußball-Wunder: Vor heimischer Kulisse gewann der FC Barcelona auf dramatische Art und Weise mit 6:1 und machte den Viertelfinaleinzug klar.  © imago sportfotodienst
Ein Jahr später fand sich der FC Barcelona am anderen Ende einer spektakulären Aufholjagd wieder, gegen AS Rom konnte man sich im Camp Nou einen komfortablen 4:1-Vorsprung herausspielen.
Ein Jahr später fand sich der FC Barcelona am anderen Ende einer spektakulären Aufholjagd wieder, gegen AS Rom konnte man sich im Camp Nou einen komfortablen 4:1-Vorsprung herausspielen. © www.imagephotoagency.it
Doch die AS Roma um Daniele De Rossi meldete sich im Rückspiel auf beeindruckende Art und Weise zurück. Mit einem 3:0-Erfolg machten die Römer so noch den Einzug ins Halbfinale klar.
Doch die AS Roma um Daniele De Rossi meldete sich im Rückspiel auf beeindruckende Art und Weise zurück. Mit einem 3:0-Erfolg machten die Römer so noch den Einzug ins Halbfinale klar. © Giuseppe Maffia
Dramatisch wurde es auch im Halbfinale der Saison 2018/2019. Dem FC Liverpool gelang damals unter Jürgen Klopp das „Wunder von Anfield“. Und wieder war der FC Barcelona beteiligt.
Dramatisch wurde es auch im Halbfinale der Saison 2018/2019. Dem FC Liverpool gelang damals unter Jürgen Klopp das „Wunder von Anfield“. Und wieder war der FC Barcelona beteiligt. © Martin Rickett via www.imago-images.de
Die Katalanen um Lionel Messi verspielten dabei noch ein 3:0 aus dem Hinspiel. Beim 4:0-Rückspiel-Sieg Liverpools wurden Divock Origi und Georginio Wijnaldum zu den umjubelten Helden.
Die Katalanen um Lionel Messi verspielten dabei noch ein 3:0 aus dem Hinspiel. Beim 4:0-Rückspiel-Sieg Liverpools wurden Divock Origi und Georginio Wijnaldum zu den umjubelten Helden. © Martin Rickett via www.imago-images.de
Im Viertelfinale der Saison 2003/2004 setzte Deportivo La Coruña gegen Ac Mailand ein echtes Ausrufezeichen. Und das, obwohl das Hinspiel noch mit 4:1 an die Italiener ging.
Im Viertelfinale der Saison 2003/2004 setzte Deportivo La Coruña gegen AC Mailand ein echtes Ausrufezeichen. Und das, obwohl das Hinspiel noch mit 4:1 an die Italiener ging. © IMAGO / Buzzi
Im Rückspiel mussten sich Paolo Maldini und seine Mannschaft auswärts jedoch mit 0:4 geschlagen geben.
Im Rückspiel mussten sich Paolo Maldini und seine Mannschaft auswärts jedoch mit 0:4 geschlagen geben. © IMAGO / Panoramic by PsnewZ

Es besteht kein Zweifel daran, dass der 31-jährige Engländer ein Weltklassekicker ist. In Mailand muss er das aber unbedingt zeigen, damit sein Team eine Chance aufs Weiterkommen ins CL-Halbfinale besitzt. Vielleicht hat er sich im Hinspiel und im Clásico aber auch nur die Tore für das San Siro aufgehoben. Wenn zusätzlich die personell so geschwächte Abwehr dann die Fehlerquote noch um ein paar Prozentpunkte herunterschrauben könnte, wäre kein „Wunder“ wie 1988 notwendig, um Inter zu eliminieren.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz

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