VonMarius Eppschließen
Der FC Bayern freut sich über einen „Neuzugang“: Serge Gnabry übernimmt wieder eine wichtige Rolle – und überrascht nach Abpfiff.
Wolfsburg – Während Max Eberl und Christoph Freund umtriebig auf dem Transfermarkt hantierten, arbeitete einer an der Säbener Straße besonders hart: Serge Gnabry stieg um einiges früher als seine Teamkollegen in die Saisonvorbereitung ein, um endlich wieder topfit zu werden.
Schon am 25. Juni legte der Bayern-Star mit dem Training los, obwohl viele mit einem Wechsel gerechnet hatten. Der große Umbruch nach der titellosen Saison wurde beim FC Bayern ausgerufen, für Gnabry schien kein Platz mehr zu sein. Persönlich erlebte er eine Saison zum Vergessen, wurde immer und immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Doch ein Transfer kam für ihn nie infrage.
Serge Gnabry ist wieder fit – und entscheidet Auftaktspiel des FC Bayern
Einen wirklich fitten Gnabry bekamen die Bayern-Fans eigentlich die ganze vergangene Spielzeit nicht zu Gesicht. Jetzt, beim Saisonauftakt gegen Wolfsburg, stand er plötzlich wieder in der Startelf – und überzeugte vor allem mit Fitness. Fast so spritzig wie in seinen jungen Jahren spulte er einen Sprint nach dem anderen ab, war viel unterwegs und belohnte sich zum Schluss mit dem Siegtreffer (tz-Note 2).
Dass auch Vincent Kompany viel vom 29-Jährigen hält, macht ein Blick auf die Bayern-Bank deutlich: Kingsley Coman, Mathys Tel und Thomas Müller mussten sich hinter Gnabry anstellen, der schon in den Testspielen einen guten Eindruck hinterließ.
Gnabry überzeugt nicht nur auf dem Platz – sondern gibt jetzt auch Interviews
Und noch etwas scheint sich verändert zu haben: Dass Gnabry nach Abpfiff bei DAZN auftauchte und ein überaus launiges Gespräch führte, verwunderte so manchen Journalisten. Interviews nach dem Spiel gibt Gnabry extrem selten, sei es vor der Kamera oder in der Mixed Zone. Der Bayern-Star spricht generell nicht oft mit der Presse, lässt lieber routinierten Sprachrohren wie Neuer, Müller oder Kimmich den Vortritt.
Doch nach dem Sieg gegen Wolfsburg kam er noch mal aus der Dusche und stand mit roten Badeschlappen ausführlich Rede und Antwort. „Es war ein sehr anstrengender Sonntagnachmittag“, resümierter er und flachste mit DAZN-Experte und Schwaben-Kumpane Sami Khedira herum.
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Über Thomas Müller, der den Siegtreffer mit einer unnachahmlichen Aktion einleitete, sagte er: „Dass der Thommy da noch rumkommt, hätte ich nicht gedacht. Manchmal macht der Sachen mit seinem Body, das ist schon Wahnsinn.“ Für Erstaunen sorgte Müller auch, als er plötzlich tief in seiner Hose wühlte – und Überraschendes zutage förderte. (epp)
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