VonHenning Bräuningerschließen
Knapp drei Monate vor der Europameisterschaft schlägt die deutsche Frauennationalmannschaft Schottland deutlich in der Nations League. Der Ticker zum Nachlesen.
Fazit: Nach einer etwas glücklichen 2:0-Führung nach 45 Minuten gewinnen die deutschen Frauen am Ende dann auch verdient mit 4:0 in Schottland. Im zweiten Durchgang wirkten die Spielerinnen vor allem im Aufbauspiel sicherer, weshalb das Ergebnis letztendlich auch in der Höhe angemessen ausfällt. Neben den vier Treffern macht es auch Hoffnung, dass die zuletzt oft wacklige DFB-Defensive heute auch die Null halten konnte. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt Bundestrainer Wück und seiner Mannschaft jetzt aber nicht – schon am kommenden Dienstag kommt es zum nächsten Duell mit den Schottinnen, diesmal jedoch auf deutschem Boden.
| Aufstellung Schottland: | Gibson, Lawton, Howard, Eddie, Clark, McLauchlan, Cuthbert, Rodgers (63. Davidson), Weir (85. Watson), Thomas (63. MacLean), Adams (46. Hanson) |
|---|---|
| Aufstellung Deutschland: | Berger, Kett (76. Alara), Kleinherne, Minge, Gwinn, Nüsken, Schüller (60. Hoffmann), Dallmann (85. Freigang), Bühl (46. Zicai), Senss (60. Lohmann), Brand |
| Tore: | 0:1 Senss (1.), 0:2 Howard (ET) (20.), Zicai (56.), Schüller (59.) |
90. Minute +4: Das Spiel ist aus, Deutschland schlägt Schottland am Ende deutlich.
90. Minute +4: Zentimeter fehlen Gwinn beim Abschluss, um auf 5:0 zu stellen.
90. Minute +1: Riesenchance für Schottland! Erst blockt Gwinn, dann rettet die Latte vor dem schottischen Ehrentreffer.
90. Minute: Das Spiel geht auf die Zielgerade, vier Minuten werden nachgespielt.
88. Minute: Schottland läuft weiter hoch an, doch die DFB-Frauen wirken sicherer im Passspiel als noch in den ersten 45 Minuten.
85. Minute: Freigang kommt für Dallmann in die Partie. Bei den Schottinnen geht Weir für Watson vom Platz.
81. Minute: Gibson verhindert mit ihrer schnellen Reaktion den nächsten deutschen Treffer. Gwinns Abschluss landet im Toraus. Die darauffolgende Ecke bringt jedoch keine Gefahr.
79. Minute: Clark mit köpft knapp am deutschen Tor vorbei. Die wohl gefährlichste Chance der Schottinnen in der zweiten Halbzeit.
76. Minute: Kett verlässt den Platz und kann mit ihrem Nationalmannschaftsdebüt durchaus zufrieden sein. Für sie kommt die 18-jährige Alara in die Partie.
75. Minute: Jetzt aber nochmal die Schottinnen, die Druck auf das deutsche Tor machen, die Hereingabe landet jedoch in Bergers Händen.
69. Minute: Das Spiel läuft nun fast nur noch in eine Richtung, und zwar auf das schottische Tor zu. Die DFB-Frauen scheinen mit dem Doppelschlag die Unsicherheiten der ersten Halbzeit überwunden zu haben.
63. Minute: Schottland reagiert und wechselt doppelt: MacLean und Davidson kommen für Thomas und Rodgers.
59. Minute: Tor für Deutschland! Diesmal ist es Schüller, die allein auf das schottische Tor zuläuft und eiskalt abschließt. Das ist zugleich Schüllers letzte Aktion in der Partie. Sie wird ersetzt durch Hoffmann. Außerdem kommt Lohmann für Senss.
56. Minute: Tor für Deutschland! Wücks Joker sticht! Zicai trifft zum 3:0. Brand gewinnt den Ball im Mittelfeld und dann geht es schnell. Zicai versenkt den Ball mit Hilfe des Pfostens im Tor.
54. Minute: Wück muss mit bangem Blick mitansehen, wie sich Berger an die Adduktoren greift und auf dem Feld behandelt wird. Es geht jedoch zunächst weiter für die deutsche Schlussfrau.
52. Minute: Deutschland spielt um den schottischen Sechzehner herum, mal wieder fehlt jedoch der finale Pass.
49. Minute: Ein Freistoß der Schottinnen kann keine Torgefahr entwickeln. Im Gegenteil, Deutschland kontert, doch Brands Abspiel vor dem schottischen Tor ist etwas zu ungenau.
46. Minute: Die Partie läuft wieder. Wück wechselt einmal und bringt Zicai für Bühl. Auch Schottland nimmt eine Veränderung vor: Hanson ersetzt Adams.
Pause: Die deutschen Frauen führen also zur Pause etwas glücklich mit 2:0. Mit vermehrten Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel hält das DFB-Team die Gastgeberinnen aber im Spiel. Trotz des Ergebnisses sehen die Zuschauer im Tannadice Park eine Partie auf Augenhöhe, in der die deutschen Spielerinnen sich jedoch am Ende die klareren Chancen erspielen konnten.
45. Minute +1: Tess Olofsson pfeift zur Halbzeit.
45. Minute: Eine Minute Extrazeit bekommen die Zuschauer im Tannadice Park zu Gesicht.
41. Minute: Brand kommt im schottischen Sechzehner frei zum Abschluss. Der Ball kommt jedoch zu zentral und die Schlussfrau der Gastgeberinnen kann klären.
39. Minute: Die Partie spielt sich vor allem in der Hälfte der deutschen Mannschaft ab. Den Schottinnen fehlen jedoch noch die zwingenden Torchancen.
37. Minute: Wück tobt nach einem unsauberen Pass von Schlussfrau Berger an der Seitenlinie und fordert mehr Konzentration seiner Spielerinnen.
34. Minute: Weir versucht es nach nachlässigem deutschem Ballverlust im Mittelfeld aus der Distanz, der Ball kommt jedoch nicht aufs Tor.
31. Minute: Schüller verpasst nach Hereingabe am langen Pfosten vor dem freien Tor.
29. Minute: Das Spiel war kurz unterbrochen. Hintergrund war die Behandlung von Kett, die nun jedoch auf den Platz zurückkehrt.
22. Minute: Eddie sieht gelb für ein taktisches Foul an Gwinn im Mittelfeld.
20. Minute: Tor für Deutschland: Die Schottinnen legen sich den Ball selber ins Netz. Howard klärt nach deutscher Flanke unglücklich ins eigene Tor. Deutschland spielt den Konter nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte gut aus.
19. Minute: Die Schottinnen mit ihrer ersten Strafraumaktion. Adams Kopfball kommt jedoch nicht auf das DFB-Tor.
15. Minute: Die DFB-Frauen versuchen vermehrt mit langen Bällen hinter die schottische Abwehrkette zu kommen, dies bisher jedoch ohne wirkliche Torgefahr nach dem frühen Führungstreffer.
13. Minute: Die nun höher stehenden Schottinnen bereiten der deutschen Mannschaft Schwierigkeiten im Aufbauspiel.
6. Minute: Nach dem Blitzstart der deutschen Frauen spielt sich das Spiel nun vorwiegend im Mittelfeld ab.
1. Minute: TOR für Deutschland! Senss trifft per Distanzschuss, nachdem die Ecke zunächst den Anschein machte, keine Torgefahr zu entwickeln.
1. Minute: Deutschland erzwingt mit dem ersten Angriff der Partie einen Eckball.
1. Minute: Schiedsrichterin Tess Olofsson pfeift die Partie mit etwas Verzug an.
Update, 20.32: Die Mannschaften sind da und es laufen die Nationalhymnen. Die der Schottinnen erklingt stilecht aus dem Dudelsack.
Update, 20.27: In wenigen Minuten betreten die Teams im Tannadice Park Bochumer Ruhrstadion das Feld. Die Stimmung im Stadion ist schon jetzt bestens und damit ist alles angerichtet für einen tollen Fußballabend.
Update, 20.15: Die Partie leitet das schwedische Quartett aus Schiedsrichterin Tess Olofsson, den Linienrichterinnen Almira Spahić und Ida Kellström, sowie der vierten Offiziellen Eva Svardsudd.
Update, 20.03: Die DFB-Frauen trafen in der Vergangenheit bereits fünf Mal auf die Schottinnen. Alle Begegnungen konnten die Deutschen für sich entscheiden. Und auch das Torverhältnis fällt mit 20 zu 1 deutlich zu Gunsten der DFB-Elf aus. Das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften liegt jedoch schon etwas zurück. In einem Testspiel im Jahr 2013 konnte das DFB-Team zuletzt einen 3:0 Sieg verbuchen.
Update, 19.42 Uhr: Auch die Schottinnen haben ihre Aufstellung bekanntgegeben. Trainer Michael McArdle schickt seine Elf wohl in einem 5-4-1 aufs Feld.
Update, 19.28 Uhr: Die Aufstellung der DFB-Elf ist bekannt. Im Gegensatz zum Spiel gegen Österreich im Februar wechselt Bundestrainer Wück viermal. Franziska Kett kommt heute zu ihrem Nationalmannschafts-Debüt auf der linken Abwehrseite. So spielt die deutsche Mannschaft: Berger, Kett, Kleiherne und Dallmann kommen neu in die Startelf.
Vorbericht: Dundee – Im Tannadice Park in Dundee steht für die DFB-Frauen ein entscheidendes Spiel in der Nations League an. Bundestrainer Christian Wück hat klare Erwartungen an seine Mannschaft, um die Weichen für die bevorstehende Europameisterschaft zu stellen. Die Partie am heutigen Freitagabend (alle TV-Infos) gegen Schottland ist nicht nur ein weiterer Test, sondern auch eine Gelegenheit, die defensiven Schwächen, die in den bisherigen Spielen offenbar wurden, zu beheben.
Die Torhüterinnen-Frage hat sich inzwischen geklärt. Ann-Katrin Berger, die schon bei der EM 2021 überzeugte, wird als Nummer eins gesetzt. Wück betont gegenüber dfb.de: „Wir haben uns mit Ann-Katrin Berger darüber verständigt, dass sie als Nummer 1 in die Europameisterschaft gehen wird und jetzt die Spielzeit erhält, um Sicherheit zu bekommen“. Diese Entscheidung soll der Mannschaft Stabilität geben, die in den letzten Spielen fehlte.
Wück fordert von seinem Team vor allem eine Verbesserung im Defensivverhalten. „Stabil – das ist das Zauberwort, das uns zuletzt gefehlt hat“, erklärt der 51-Jährige. Die deutsche Mannschaft zeigte zwar beeindruckenden Offensivfußball, musste jedoch auch einige Gegentore hinnehmen. Besonders die Innenverteidigung, in der Sara Doorsoun verletzt ausfällt, ist gefordert. Wück sieht das gesamte Team in der Pflicht, kompakt zu agieren und die langen Bälle der Gegnerinnen zu unterbinden.
Das Team nutzte die idyllische Umgebung von St. Andrews, um sich optimal auf das Spiel einzustimmen. „Wir haben schönes Wetter mitgebracht, von daher sind die Bedingungen optimal. Wir freuen uns alle riesig auf das Spiel, wir wollen den nächsten Schritt gehen“, so Wück. Der Tannadice Park in Dundee bietet die Bühne für eine Begegnung, die nicht nur sportlich, sondern auch emotional von Bedeutung ist. Die Schottinnen, angeführt von Starspielerin Caroline Weir, sind ein ernstzunehmender Gegner.
Für Wück und sein Team geht es darum, Selbstvertrauen zu tanken und sich als Einheit zu präsentieren. Die Leistungen in den beiden Spielen gegen Schottland sind entscheidend für die Kadernominierung zur Europameisterschaft. Es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft die Herausforderungen meistert und welche Erkenntnisse für die Zukunft gewonnen werden. (hbr)
Rubriklistenbild: © Fotostand/Imago






