DFB-Aufstellung gegen Spanien heute: Diese Defensive schickt Wück ins Rennen
VonChristopher Michel
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Deutschland steht im EM-Halbfinale vor einer großen Herausforderung. Spanien ist bei dieser Europameisterschaft der Turnierfavorit.
Update, Mittwoch, 23. Juli 2025, 20 Uhr: Deutschland muss im Halbfinale der Europameisterschaft gegen Spanien vor allem in der Defensive auf viele Leistungsträgerinnen verzichten. Bundestrainer Christian Wück schickt sein Team für die große Herausforderung am Mittwochabend (21 Uhr) erneut im 4-3-3-System auf den Platz.
Er nimmt dabei gezwungermaßen drei Veränderungen vor: Sophia Kleinherne, Charlotta Wamser und Sara Däbritz ersetzen Kathrin Hendrich (Rot), Sarai Linder (verletzt) und Sjoeke Nüsken (Gelbsperre).
Zürich – Christian Wück steht vor der schwierigsten Aufgabe seiner noch jungen Amtszeit als Bundestrainer der DFB-Frauen. Vor dem EM-Halbfinale gegen Weltmeister Spanien am Mittwochabend (21:00 Uhr/live im TV) im Züricher Letzigrund gleicht die Personalplanung einem Puzzle mit fehlenden Teilen.
DFB-Team muss auf wichtige Stützen verzichten
Die personelle Bilanz nach dem dramatischen Viertelfinale gegen Frankreich ist ernüchternd: Drei Stammspielerinnen der Defensive fallen aus. Kapitänin Giulia Gwinn laboriert seit dem Auftaktspiel an einer Knieverletzung, Abwehrchefin Kathrin Hendrich sah gegen die Französinnen die Rote Karte und ist gesperrt, Sarai Linder verletzte sich im selben Spiel am Fuß.
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„Ich glaube, wir brauchen jetzt drei Tage Eistonne und Erholung und dann schauen wir, ob wir noch elf Spielerinnen gegen Spanien aufstellen können“, sagte Wück nach dem Elfmeter-Thriller sichtlich erschöpft. Immerhin: Carlotta Wamser kehrt nach ihrer abgesessenen Sperre zurück und soll die rechte Abwehrseite stabilisieren.
Links hinten dürfte EM-Debütantin Franziska Kett ihren Platz sicher haben, während Kapitänin Janina Minge in die Innenverteidigung rücken könnte und neben Rebecca Knaak organisieren muss. Eine weitere Option bietet sicherlich die Neu-Wolfsburgerin Sophia Kleinherne.
Mit Nüsken fehlt Wück eine Schlüsselspielerin
Bitter trifft das Team auch der Ausfall von Sjoeke Nüsken. Sie erzielte den Ausgleich gegen Frankreich, vergab einen Elfmeter und holte sich eine zur Sperre führende Gelbe Karte ab. Sara Däbritz könnte sie ersetzen und das Mittelfeld mit Elisa Senß und Sydney Lohmann bilden.
Jule Brand, Klara Bühl und Giovanna Hoffmann haben schon gegen Frankreich überzeugt. Kann das Trio auch die Favoritinnen aus Spnien knacken? Gegen deren Ballbesitz-Fußball wird es darauf ankommen, ob die notgedrungen zusammengewürfelte Defensive den Druck der Ibererinnen standhält.
Das Team um Aitana Bonmatí und Alexia Putellas gilt nicht umsonst als Turnierfavorit. Wück muss beweisen, dass er nicht nur taktisch flexibel ist, sondern auch seine Mannschaft mental auf diesen Kraftakt einstellen kann.
Nach dem Frankreich-Krimi haben die DFB-Frauen gezeigt, dass sie über sich hinauswachsen können – diese Eigenschaft werden sie gegen Spanien mehr denn je brauchen.