DFB-Comeback zur WM 2026? Manuel Neuer trifft Entscheidung
VonPhilipp Kuserau
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Neuer wieder ein Thema für die Nationalmannschaft? Die Torhüterfrage sorgt erneut für Spekulationen und holt einen Namen zurück, der als abgehakt galt.
München – Die Torhüterfrage bei der deutschen Nationalmannschaft wird immer brisanter. Während Marc-André ter Stegen erneut verletzt ausfällt, spekulieren Experten über ein mögliches Comeback von Manuel Neuer zur WM 2026. Ist ein DFB-Comeback tatsächlich ein realistisches Szenario für Bayerns Nummer eins? Ein Medienbericht lässt aufhorchen.
DFB-Comeback zur WM 2026? Manuel Neuer fällt Entscheidung
Wie die Sport Bild berichtet, würde der 39-jährige Bayern-Keeper bei einer entsprechenden Anfrage von Bundestrainer Julian Nagelsmann „nicht nein sagen“. Nach 124 Länderspielen hatte Neuer im vergangenen Jahr seinen Rücktritt erklärt und nach der Heim-EM einen vermeintlich endgültigen Schlussstrich gezogen.
Doch die prekäre Situation um ter Stegen könnte den Weltmeister von 2014 zum Umdenken bewegen. Spätestens im Frühjahr könnte das Thema konkret werden, wenn sich abzeichnet, ob ter Stegen rechtzeitig zur WM 2026 wieder einsatzbereit ist.
Ter Stegen entwickelt sich zum WM-Sorgenkind für Nagelsmann
Für Marc-André ter Stegen läuft derzeit alles schief. Der 33-Jährige, den Nagelsmann früh als Neuers Nachfolger auserkoren hatte, kämpft aktuell gleich an mehreren Fronten. Zum einen folgte nach seiner schweren Patellasehnenverletzung im vergangenen Jahr nun der nächste Rückschlag. Eine Rücken-Operation zwingt ihn erneut zu einer monatelangen Pause. Ter Stegen selbst bezifferte seine Ausfallzeit auf drei Monate – damit dürfte er dann auch die komplette WM-Qualifikation im Herbst verpassen.
Zum anderen verschlechtert sich seine Situation beim FC Barcelona dramatisch. Unter Trainer Hansi Flick ist ter Stegen nur noch die Nummer drei hinter dem jungen Spanier Joan Garcia und Routinier Wojciech Szczesny. „Die Situation ist so komplex. Er hat aber nicht die Zeit. Die WM steht vor der Tür und er muss ins Spielen kommen“, warnt daher Ex-Nationaltorhüter René Adler gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Die Torhüterfrage in der deutschen Nationalmannschaft sorgt mal wieder für Diskussionen – und bringt mit Manuel Neuer einen Namen zurück, der längst abgehakt schien.
Tatsächlich stehen dem Bundestrainer mit Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) und Alexander Nübel (VfB Stuttgart) durchaus Alternativen zur Verfügung. Beide Bundesliga-Keeper haben sich in der abgelaufenen Nations-League-Saison als verlässlich erwiesen und könnten die Qualifikation im Herbst bestreiten.
Neuer zeigt beim FC Bayern aufsteigende Form
Während ter Stegen von Rückschlag zu Rückschlag taumelt, präsentiert sich Neuer beim FC Bayern wieder in guter Verfassung. Der 39-Jährige zeigte zuletzt bei der Klub-WM in den USA eine aufsteigende Form und wirkte trotz seines fortgeschrittenen Alters noch immer konkurrenzfähig auf höchstem Niveau. Ein wichtiges Argument für ein mögliches Comeback im DFB-Dress.
Für ter Stegen wird der Winter zur alles entscheidenden Phase. Nach eineinhalb „Seuchenjahren“ fast ohne Spielpraxis braucht er dringend einen Verein, um vor der WM wieder auf Touren zu kommen. Fest steht: Die Torhüterfrage wird Bundestrainer Nagelsmann noch lange beschäftigen. (kus)