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Die Niederlagen der DFB-Elf nehmen auch unter Julian Nagelsmann nicht ab. Ex-Nationalspieler Hamann sieht die Lösung in einem klassischen Sechser.
München – Julian Nagelsmann und Rudi Völler vermissten die „deutschen Tugenden“. Kapitän İlkay Gündoğan stellte sogar die Frage nach der Qualität. Die Atmosphäre um die DFB-Delegation nach dem enttäuschenden Spiel in Wien und der völlig berechtigten Niederlage gegen Österreich hätte kaum düsterer sein können.
Didi Hamann sieht Mangel an echtem Sechser im DFB-Team
Kein Wunder, da die DFB-Mannschaft auch das ‚Heimspiel‘ gegen die Türkei nur wenige Tage zuvor mit 2:3 verlor. Der einzige Lichtblick: 2023 ist endlich vorbei und Nagelsmann hat knapp vier Monate Zeit, um aus den November-Spielen seine Schlüsse zu ziehen.
Neben den Verantwortlichen hatten natürlich auch die Experten ihre ganz eigene Sicht auf die Nationalmannschaft. So sieht beispielsweise der ehemalige Nationalspieler Dietmar Hamann die aktuelle Krise der DFB-Mannschaft auch in der Abwesenheit eines traditionellen Sechsers begründet.
Nagelsmann setzt auf drei verschiedene Partner neben Gündoğan
„Da braucht es einen Spieler, der sich für die Mannschaft aufopfert und die anderen besser macht. Genau diesen Spieler haben wir aktuell nicht“, äußerte der ehemalige Mittelfeldspieler gegenüber dem Pay-TV-Sender Sky.
Zunächst setzte Nagelsmann im Spiel gegen die Türkei auf das Duo Kimmich/Gündoğan, bevor er gegen Österreich Leon Goretzka neben seinem Kapitän einsetzte. Auf der USA-Tour bekam Pascal Gross zweimal die Gelegenheit, von Anfang an neben Gündoğan zu spielen. Für Hamann sind alle Kombinationen nicht die richtige Lösung.
Didi Hamann plädiert für Robert Andrich oder Grischa Prömel
„Wir wären sehr gut beraten, mal einen defensiven Mittelfeldspieler einzubauen. Für mich muss – Stand heute – ein Grischa Prömel oder ein Robert Andrich dort spielen“, fügte der ehemalige Bayern-München-Profi hinzu. Der Leverkusener Andrich sei jemand, „der mal einen Zweikampf gewonnen oder dazwischengefunkt hat. Das ist etwas, das uns in den letzten 12 bis 18 Monaten gefehlt hat“
Gündoğan oder Goretzka, die bei der 0:2-Niederlage in Österreich von Bundestrainer Julian Nagelsmann im zentralen Mittelfeld eingesetzt wurden, seien keine defensiv orientierten Spieler, so Hamann. Er könne sich vorstellen, „dass die Position von İlkay Gündoğan noch ein großer Diskussionspunkt werden könnte“ bis zur Heim-EM im kommenden Sommer.
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Hamann kritisiert auch Nagelsmann – Löw unterstützt Bundestrainer
Hamann kritisierte auch Nagelsmanns Äußerungen zum Defensivverhalten. „Noch schlimmer war die Reaktion des Trainers nach dem Spiel, dass wir auch nächstes Jahr keine Verteidigungsmonster sein werden.“
Weltmeister-Trainer Joachim Löw hingegen hat Bundestrainer Nagelsmann trotz der jüngsten beiden Niederlagen der Nationalmannschaft den Rücken gestärkt. „Er ist ein junger Trainer mit guten Ideen und schon viel Erfahrung. Man darf ihn nach vier Spielen nicht infrage stellen. Ich bin sicher, dass er die Lösungen finden wird“, sagte der 63-Jährige in einem Interview mit der Bild. (dpa/kk)
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Für diesen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteur Korbinian Kothny sorgfältig überprüft.
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