VonLars Pollmannschließen
Sandro Wagner ist ein Aufsteiger des Jahres. DFB-Präsident Bernd Neuendorf sieht den Co-Trainer von Julian Nagelsmann weiter beim DFB-Team.
Frankfurt – Im Jahr 2024 und mit dem Highlight der EM im eigenen Land ist dem DFB-Team die ‚Versöhnung‘ mit dem Publikum geglückt. Während das Gros des Lobs an Bundestrainer Julian Nagelsmann geht, hält auch Sandro Wagner seinen Anteil. Der Co-Trainer gehört zu den fußballerischen Aufsteigern der letzten zwölf Monate.
Wagner wird eine glänzende Trainerlaufbahn vorausgesagt, insbesondere bei den Spielern ist er sehr beliebt. Obwohl es als sicher gilt, dass Wagner eine Karriere als Cheftrainer anstrebt, nachdem er bereits mit dem Aufstieg der SpVgg Unterhaching in die 3. Liga einen großen Erfolg feiern konnte, soll der ehemalige Stürmer damit keine Eile haben.
„Hatten bei der Verpflichtung von Sandro Wagner ganz offensichtlich den richtigen Blick“
Darauf setzt offenbar auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf. „Sandro hat bis zur WM 2026 unterschrieben, und ich glaube, dass er sich bei uns sehr wohlfühlt“, sagte Neuendorf gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zur Zukunft von Wagner. Der Verbandschef bestätigte dabei auch indirekt Abwerbeversuche beim Co-Trainer von Nagelsmann.
„Für uns ist es ja eigentlich erfreulich, dass andernorts Begehrlichkeiten entstehen. Es beweist, dass wir mit der Verpflichtung von Sandro Wagner ganz offensichtlich den richtigen Blick hatten und seine Arbeit sehr geschätzt wird“, sagte Neuendorf. Der Ex-Nationalspieler Wagner soll vor allem bei seiner früheren Station TSG Hoffenheim hoch im Kurs stehen.
Wagner gilt als potenzieller Nachfolger für Xabi Alonso in Leverkusen
Die Kraichgauer wagten laut Medienberichten nach der Trennung von Pellegrino Matarazzo nicht den ersten Anlauf bei Wagner. Zudem wird der 37-Jährige immer wieder als potenzieller Nachfolger von Xabi Alonso bei Bayer Leverkusen genannt. Trotz eines Vertrags bis 2026 ist dessen Weggang am Ende der Saison nicht auszuschließen.
„Ich kann nicht zusagen, dass Alonso bleibt. Wir haben so eine gute Beziehung, dass, wenn er zu uns kommen und sagen würde, dass er woanders hin will, wir mit ihm verhandeln würden“, hatte Klubchef Fernando Carro dazu unlängst erklärt. Dass Wagner in Leverkusen zumindest auf einer Shortlist der potenziellen Nachfolger von Alonso steht, ist anzunehmen.
Jedoch scheint ein Wechsel 2025 wenig wahrscheinlich. „Mein Gefühl ist, dass Sandro Teil dieser Mission sein will, rund um die Nationalmannschaft etwas Neues und Nachhaltiges aufzubauen“, deutete Neuendorf an, dass der Verband nicht damit rechnet, Wagner vor der WM 2026 zu verlieren.
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