VonMelanie Gottschalkschließen
Niklas Süle wird nicht mit zu den kommenden Länderspielen fahren. DFB-Trainer Hansi Flick möchte, dass er an seiner Einstellung arbeitet.
Frankfurt - In der kommenden Woche wird das DFB-Team um Bundestrainer Hansi Flick seine nächsten Tests absolvieren. Am 12. Juni tritt die Mannschaft in Bremen gegen die Ukraine an, am 16. Juni wartet das Duell gegen Polen und abschließend geht es am 20. Juni in Gelsenkirchen gegen Kolumbien. Niklas Süle wird diese Spiele nur vor dem TV verfolgen können, der BVB-Star wurde von Flick erneut nicht für die anstehenden Länderspiele nominiert.
| Niklas Süle | |
|---|---|
| Alter: | 27 Jahre (3. September 1995) |
| Verein: | Borussia Dortmund |
| Position: | Abwehr |
Flick bemängelt aktuelle Form von Süle
Der Grund: Flick ist aktuell mit der Form des 27 Jahre alten Abwehrspielers von Borussia Dortmund nicht ganz zufrieden, warf ihm vor, seine Möglichkeiten nicht gänzlich auszuschöpfen. „Für mich könnte Niki einer der besten Innenverteidiger sein, die es gibt. Sein Potenzial ist riesig“, sagte der Bundestrainer in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Aber ich finde, er lässt noch einiges liegen.“
Flick wolle, dass Niklas Süle von seiner Einstellung und seiner Mentalität einen Schritt nach vorne mache. Ein ähnliches Thema gab es bereits vor der WM 2022 in Katar, auch damals stimmte die Einstellung Süles laut Flick nicht zu 100 Prozent. Wie zufrieden er war? „Ich war zu 90 Prozent zufrieden. Aber die zehn Prozent, die fehlen, die machen es eben aus. Um die geht’s mir“, sagte er in der FAZ:
Süle muss laut Flick „das Maximum aus seinem Potenzial machen“
In der Bundesliga würden laut Flick bei seiner Qualität auch mal 80 Prozent reichen, der Bundestrainer sieht darin aber auch eine Gefahr. „Ich finde, jeder Nationalspieler sollte den Anspruch haben, das Maximum aus seinem Potenzial zu machen. Mit weniger durchkommen – das entspricht nicht meiner Mentalität.“
Die Kritik an Joshua Kimmich kann Flick indes nicht verstehen. Er biete als defensiver Mittelfeldmann „genau das, was wir auf dieser Position benötigen“, sagte er. „Vor einem halben Jahr war Jo ein Weltklasse-Sechser, und jetzt stellen wir ihn infrage?“ Im DFB-Team soll er dauerhaft in der Mitte eingesetzt werden. Man sehe in München, „dass er einer ist, der mit Ball viele Lösungen hat, eine enorme Passqualität hat, die Bälle wirklich exakt spielen kann, im richtigen Tempo“. Genau so jemanden brauche die deutsche Nationalmannschaft auf dieser Position. (msb/dpa)
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