Einzelkritik zum deutschen Auftritt

Viermal Note 6: DFB-Team blamiert sich gegen Österreich

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Das DFB-Team war zum letzten Länderspiel des Jahres gegen Österreich in Wien zu Gast. Immer ein heikles Pflaster. So auch dieses Mal?

Wien/München – Mit einer großen Enttäuschung verabschiedet sich die deutsche Nationalmannschaft aus dem Jahr 2023. Am Ende stand ein 2:0 für die österreichischen Hausherren im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Dabei generierte die Mannschaft von Julian Nagelsmann wenig Licht, dafür umso mehr Schatten. Einzig nach dem Platzverweis von Leroy Sané steigerte sich die Leistungsbereitschaft. Die DFB-Akteure in der Einzelkritik:

Kevin Trapp

Als Michael Gregoritsch nach einer guten Viertelstunde alleine Trapp zu lief, blieb der Frankfurter in bester Manuel-Neuer-Manier ganz lange stehen – und vereitelte dadurch den frühen Rückstand. Der Treffer von Marcel Sabitzer zum 1:0 der Österreicher schlug allerdings im Torwarteck ein. Note: 4

Jonathan Tah

 Eigentlich ist der Leverkusener der formstärkste Verteidiger. Beim ersten Treffer der Hausherren verteidigte er Torschütze Sabitzer allerdings zu passiv und ging nicht energisch genug zur Attacke über. Note: 5

Mats Hummels, Joshua Kimmich, Kevin Trapp und Antonio Rüdiger: Ihnen steht die Niederlage gegen Österreich ins Gesicht geschrieben.

Mats Hummels

Mit ganz viel Souveränität und Abgeklärtheit agierte der Dortmunder im Abwehrzentrum. Manchmal allerdings mit zu viel Risiko in seinen Pässen. Beim 0:2 nur Zuschauer. Note: 5

Antonio Rüdiger

Es ist nicht allzu lange her, da galt Rüdiger als der neue deutsche Abwehrchef, der hinten ohne Furcht abräumt. Allerdings verfällt er zunehmend in alte Muster und wird mehr und mehr zum Risikofaktor – auch wenn er kurz nach Wiederanpfiff in höchster Not entscheidend klärte. Note: 5

Leroy Sané

Unauffällig, abgesehen von seinem Platzverweis nach 49 Minuten, als er sich zu einer unnötigen Tätlichkeit provozieren ließ und rot sah. Eigentlich hätte er die Note 7 verdient… Note: 6

Ilkay Gündogan

Zwar versuchte Gündogan als Kapitän zwar mit vielen Ballkontakten, Verantwortung zu übernehmen. Doch er schaffte es erneut nicht, das deutsche Spiel an sich zu reißen und den Rhythmus vorzugeben. Note: 5

(ab 61. Kimmich: o.B.)

Leon Goretzka

Leon Goretzka: Der Münchner erhielt als Abräumer neben Ilkay Gündogan den Vorzug vor Joshua Kimmich – und räumte eigentlich gut ab. Beim 0:1 unterstützte er Teamkollege Tah nicht ausreichend gegen Sabitzer. Note: 5

(ab 61. Robert Andrich: o.B.)

Kai Havertz

 Als linker „Joker“ stand Havertz auch in Österreich in der Startelf und soll sich auf dieser Position für die Europameisterschaft einspielen. Ausgang des spannenden Projekts: ungewiss. Note: 5

Julian Brandt

 Trotz seines schwachen Auftritts gegen die Türkei durfte der Dortmunder in Wien erneut von Anfang an ran - und blieb auch in dieser Partie unauffällig. Note: 6

(ab 53. Benjamin Henrichs: Fügte sich solide ins deutsche Spiel ein. Note: 4)

Serge Gnabry

Zur Überraschung erhielt der Münchner den Vorzug vor Youngster Florian Wirtz – und konnte das Vertrauen von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht zurück zahlen. Gnabry tauchte ab. Note: 6

(ab 61. Florian Wirtz: o.B.)

Niclas Füllkrug

Die deutsche Nummer neun fand überhaupt nicht statt. Note 6

(ab 46. Thomas Müller: Tat dem deutschen Spiel sichtlich gut. Note: 3)

Aus dem Ernst-Happel-Stadion berichtet Manuel Bonke

Rubriklistenbild: © IMAGO/ULMER

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