DFB-Torwart ter Stegen in schwieriger Lage – welche Rolle nimmt Flick ein?
VonNiklas Kirk
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Beim FC Barcelona galt Marc-André ter Stegen lange Zeit als unantastbar. Ausgerechnet unter Ex-DFB-Coach Hansi Flick scheint dieser Status nun zu bröckeln.
Frankfurt – Hinter Marc-André ter Stegen liegen wechselhafte Monate. Erst erreichte er sein großes Ziel, endlich als Nummer 1 im Tor berufen zu werden, dann verletzte er sich und musste monatelang pausieren. Jetzt, wo er ins deutsche Tor zurückkehrte und von Julian Nagelsmann das Vertrauen ausgesprochen bekam, droht ihm ein Vertrauensverlust – ausgerechnet dort, wo er jahrelang hoch geschätzt wurde.
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Seit bereits elf Jahren steht Marc-André ter Stegen in Barcelona unter Vertrag. Dabei ist er beim FC Barcelona kein gewöhnlicher Angestellter, sondern entwickelte sich schnell zur Identifikationsfigur, Stammkraft und zum Kapitän – feierte mit den Katalanen zahlreiche Titel und bekam dort die Wertschätzung, die er beim DFB womöglich oft vermisste, während der Regentschaft von Manuel Neuer. Doch seit einigen Wochen scheint sein Status beim FC Barcelona ins Wanken zu geraten.
Als Marc-André ter Stegen zu Anfang Juni auf der DFB-Pressekonferenz über seine Zukunft sprach, gab er sich vollkommen gelassen. „Mit mir hat niemand gesprochen. Ich weiß, dass ich nächstes Jahr in Barcelona bin“, erklärte der Barça-Kapitän mit einem Lächeln – ein klarer Konter auf die Gerüchte, wonach er im Sommer auf der Verkaufsliste stehen könnte. „Ich freue mich extrem auf die nächste Saison, weil wir eine tolle Mannschaft haben, die jung, dynamisch und hungrig ist.“
Doch hinter den Kulissen nimmt der Druck spürbar zu. Spanische Medien berichten übereinstimmend, dass der FC Barcelona unmittelbar vor einer Verpflichtung von Joan García steht. Der 24-jährige Stammkeeper von Stadtrivale Espanyol, zuletzt Teil des spanischen Olympia-Kaders, soll per Ausstiegsklausel für 25 Millionen Euro kommen und einen langfristigen Vertrag bis 2029 unterschreiben.
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Ter Stegen vor der WM unter Zugzwang: Deutschlands Nummer 1 braucht nach Verletzung Spielpraxis
Ebenso soll feststehen: García ist nicht offenbar nicht als Backup, sondern direkt als neue Nummer 1 eingeplant – so zumindest die einhellige Einschätzung der spanischen Sportpresse. Für ter Stegen könnte das kaum ungünstiger kommen. Ein Jahr vor der WM 2026 und nach monatelanger Verletzungspause droht ihm der Platz auf der Bank. Gleichzeitig steht mit Wojciech Szczęsny, der ihn in seiner Abwesenheit überzeugend vertrat, bereits ein erfahrener Ersatzmann bereit.
Damit gerät ter Stegen gleich doppelt unter Zugzwang. Einerseits braucht er dringend Spielpraxis, um nach seiner langen Pause wieder auf Topniveau zu kommen. Andererseits läuft sein hoch dotierter Vertrag noch bis 2028 – ein Wechsel zu einem gleichwertigen Klub erscheint mit 33 Jahren und ohne aktuelle Sichtbarkeit als kaum realistisch.
Welche Rolle spielt Flick? Keine Dementis zur geplanten Torwart-Verpflichtung - Nagelsmann fordert Klarheit
Zwar wusste ter Stegen bei seinem Comeback im DFB-Tor sportlich zu überzeugen. Doch wie es beim FC Barcelona weitergeht, ist völlig offen. Offizielle Dementis zur García-Verpflichtung? Fehlanzeige. Stattdessen wächst der Druck auch außerhalb des Vereins:
Bundestrainer Julian Nagelsmann forderte nun offen Klarheit für seinen Stammtorwart. „Ich würde mir wünschen, auch aufgrund der Vergangenheit einzelner Protagonisten und der Verbundenheit zum DFB und zu Marc, dass er eine Info bekommt, wie es weitergeht“, sagte der Nationaltrainer – eine Aussage, die man als deutlichen Fingerzeig in Richtung Hansi Flick verstehen darf. Dessen öffentliche Schweigsamkeit zur Causa ter Stegen wirkt dagegen nicht wie eine Rückendeckung für den jahrelangen Kapitän. (nki)