VonMarius Eppschließen
Christoph Wutzschließen
Für Markus Söder steht der FC Bayern bereits als Deutscher Meister fest. Er fordert aber auch eine andere Herangehensweise von den Münchner Stars.
Update vom 22. April, 13.57 Uhr: Die Stichelei von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in Richtung Borussia Dortmund bleibt nicht unkommentiert. Söder stellte fest: „Die Dortmunder sind eigentlich fast zu doof, um Deutscher Meister zu werden.“
Jetzt kontert BVB-Boss Hans-Joachim Watzke – inklusive einer Kampfansage an den Rekordmeister: „Die Antwort kommt spätestens in fünf Wochen.“ Stehen die Dortmunder am Ende tatsächlich vor den Bayern? Klar ist, dass die Münchner selten so viel Angriffsfläche boten als momentan.
Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst reagierte auf den Seitenhieb seines Kollegen aus Bayern. Er hat eine Vermutung: „Dortmund ist einfach schlau – die Bayern in Sicherheit wiegen, die Bundesliga für die Fans spannend halten und dann zuschlagen ...“
Wer behält am Ende Recht? Sechs Spiele stehen in der Bundesliga noch aus. Der FC Bayern muss am 29. Spieltag gegen Mainz ran, während es Dortmund mit Eintracht Frankfurt zu tun bekommt.
Bayern-Fan Söder: „Dortmunder sind fast zu doof, um Deutscher Meister zu werden“
Erstmeldung vom 21. April: München – Eigentlich ist Markus Söder seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Fan des 1. FC Nürnberg. Kein Wunder, kommt der 56-jährige CSU-Politiker doch gebürtig aus der Frankenmetropole. Als Bayerischer Ministerpräsident fiebert er jedoch selbstverständlich auch mit dem FC Bayern mit. Jetzt äußerte er sich zur aktuellen Situation des Rekordmeisters – und gab den Bayern-Spieler auch einen Rat für den Saisonendspurt mit auf den Weg.
Sechs Spieltage vor Saisonende ist der Kampf um die Deutsche Meisterschaft noch offen – der FC Bayern liegt mit nur zwei Punkten Vorsprung vor Borussia Dortmund auf Rang eins der Bundesliga-Tabelle. Für den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder jedoch können die Münchner bereits jetzt den Titelgewinn feiern.
Den Grund dafür nannte Söder am Donnerstag bei einer Veranstaltung im Rahmen der BMW Open, die aktuell in der bayerischen Landeshauptstadt stattfinden, gegenüber Bild – und teilte dabei ordentlich gegen das Team von BVB-Coach Edin Terzic aus: „Die Dortmunder sind eigentlich fast zu doof, um Deutscher Meister zu werden“, sagte der 56-Jährige. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir deutscher Meister werden. Die Dortmunder helfen einem.“
Söder fordert „weniger Drumherum“ von den Bayern-Stars
Nichtsdestotrotz hatte er mit Blick auf die kommenden Wochen auch einen Tipp für die Spieler des Rekordmeisters parat: „Weniger Frisur, weniger Fashion, weniger Drumherum“, riet er den Bayern-Stars. Diese hatten in den vergangenen Monaten eher neben als auf dem Platz für Schlagzeilen gesorgt. Er forderte von den Bayern, dass sie „als Mannschaft zusammenhalten, als Verein zusammenstehen. Man liegt vorne.“
Außerdem, so Söder bei Bild, sollten sich die Münchner mehr auf ihre fußballerischen Leistungen konzentrieren: „Mehr: ‚Geht raus und spielt Fußball‘“, forderte er in Anlehnung an das legendäre Zitat der Bayern-Ikone Franz Beckenbauer. Söder selbst war zuletzt beim Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Manchester City in der Allianz Arena. Damit rief er aber geteilte Meinungen hervor – vor allem wegen eines Selfies mit Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß.
Bayern-Coach Tuchel für Söder ein „super Trainer“
Söder äußerte sich auch zur Trainerposition der Bayern. Die Entscheidung der Verantwortlichen, Thomas Tuchel als Nachfolger von Julian Nagelsmann nach München zu holen, begrüßt der Bayerische Ministerpräsident: „Ich persönlich halte Tuchel für einen super Trainer, und der wird dem Verein auf Dauer Riesenvorteile bringen“, sagte der 56-jährige CSU-Politiker.
Noussair Mazraoui von den Bayern hingegen zeigte sich zuletzt wenig begeistert vom Trainerwechsel. (wuc)
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