Drama für DFB-Star: Kostet er sein Team mit einem Fehler die Meisterschaft?
VonMaximilian Bohne
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Die Meisterschaft in Italiens Serie A steht einen Spieltag vor Saisonende auf der Kippe. Hauptfigur: Ein Nationalspieler aus Deutschland im Unglück.
Mailand – Während in der Bundesliga am vergangenen Wochenende schon der Saisonabschluss gefeiert wurde, ist anderswo noch eine Runde zu gehen. So auch in der italienischen Serie A, die im überaus engen Meisterkampf deutsche Beteiligung vorweisen kann. Nach 37 Spieltagen führt die SSC Neapel die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor Inter Mailand mit DFB-Star Yann Bisseck an.
Bisseck wird zur tragischen Figur für Inter
Eben jener wurde am vorletzten Spieltag möglicherweise zur tragischen Figur des dramatischen Schlussspurts. Weil Neapel bei Parma Calcio nicht über ein 0:0 hinauskam, bot sich Inter die Möglichkeit, mit einem eigenen Sieg gegen Lazio Rom die Tabellenspitze zu übernehmen und am letzten Spieltag aus eigener Kraft Meister zu werden.
Doch auch die Nerazzurri kamen ihrerseits nicht über ein 2:2 hinaus. Auch und besonders, weil ausgerechnet Nationalspieler Bisseck kurz vor Schluss mit einem Handspiel im Strafraum einen Elfmeter hergab, der den Ausgleich für die Gäste besorgte. Ein kleiner Trost: Bisseck hatte seine Mannschaft kurz vor der Halbzeit noch selbst in Führung gebracht.
Jetzt steht Inter vor dem letzten Spieltag mit dem Rücken zur Wand und muss auf einen weiteren Patzer von Neapel hoffen, das zuhause gegen Cagliari ran muss. Die Mailänder spielen indes auswärts bei Como. Bei einem eigenen Sieg und einem Neapel-Ausrutscher wäre die Last-Minute-Meisterschaft noch möglich.
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Kurios: Sollte Inter Remis spielen und die SSC verlieren, käme es zu einem Punktgleichstand an der Tabellenspitze und damit direkt zu einem Entscheidungsspiel. Dafür würde eine 2022 reaktivierte Regel sorgen, die in Italien bisher erst einmal Anwendung fand.
Unabhängig vom Ausgang des letzten Liga-Spieltags steht für Bisseck und Co. im Anschluss eine noch größere Herausforderung an: Am 31. Mai geht es im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain um den heißbegehrten Henkelpott. (mbo)