Eberl-Ansage in Richtung Leroy Sané lässt tief blicken
VonManuel Bonke
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Florian Schimak
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Die Perspektive von Leroy Sané beim FC Bayern ist ungewisser denn je. Max Eberl erläutert, wie es in diesem Fall weitergeht.
München – Eigentlich war alles schon vorbereitet!
Monatelang hatte Leroy Sané auf ein Angebot des FC Bayern gewartet, weil er angeblich unbedingt in München bleiben wollen würde. Dann kam das Angebot und man war sich weitestgehend einig – ehe Sané urplötzlich die Berateragentur wechselte.
Nun wird der 29-Jährige von Pini Zahavi beraten, der in der Szene einen ganz besonderen Status hat. „Wir haben zu beiden Agenturen eine sehr gute Verbindung, aber es kam natürlich überraschend“, schilderte Max Eberl am Freitagvormittag auf der Spieltags-PK vor dem Gladbach-Spiel die Gemengelage: „Wir dachten, schon sehr weit zu sein mit Leroy und wenn jetzt komplett was anderes kommt, wird sich das natürlich komisch anfühlen.“
Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars
Leroy Sané und der Beraterwechsel – Eberl: „Dachten schon, sehr weit zu sein“
Also keine Sané-Zukunft beim FC Bayern? „Unser Wunsch wäre es, mit Leroy weiterzumachen. Aber gleichzeitig haben wir auch festgelegt, in welchem Rahmen wir uns bewegen – und wenn dieser gesprengt wird, dann würde es sehr, sehr schwer werden.“
Rumms! Das ist eine klare Ansage an Sané. Nach dem Motto: Friss oder stirb! Heißt also, das Angebot (angeblich 10 Millionen plus diverse Boni pro Jahr, Vertrag bis 2028) wird nicht grundlegend aufgebessert.
Trainer Vincent Kompany hat ein Stück weit Verständnis für den Turnaround von Sané. „Es gibt einen Moment, in dem man einem Spieler erklärt, was man vorhat für die kommende Saison. Dieses Gespräch hatten wir schon – und es war ein gutes Gespräch“, verriet der Bayern-Coach im Pressestüberl: „Ich verstehe, dass man sich als Spieler Gedanken macht und alles genau überlegt, weil es auch eine wichtige Phase in seiner Karriere und seinem Leben ist. Aber ich verstehe auch, wie man als Verein handeln will.“
Woher der Sinneswandel von Sané kommt? Man weiß es nicht. In den vergangenen Monaten betonte der Offensivspieler stets, sich in der Mannschaft sehr wohl zu fühlen und sogar bereit zu sein, auf Gehalt zu verzichten. Offenbar doch nicht so richtig!
Allerdings erklärte Eberl auch: „Es gibt da kein böses Blut. Er hat sich zu Bayern commited“, so der Sportvorstand: „Aber wir bewegen uns im Rahmen, den wir vorgegeben haben.“ Die Sané-Seite bewegt sich bei den nächsten Verhandlungen auf dünnem Eis.
Dass die Sané-Aktion bei den Bossen alles andere als gut ankam, ließ Eberl allerdings auch durchblicken. „Natürlich ist es auch klar, dass man als FC Bayern nach einem Beraterwechsel in der Phase nicht sagt, okay, dann legt man jetzt nochmal nach. Das wäre nicht in Ordnung und auch ein falsches Zeichen an alle anderen. Sonst macht das ja Mode.“
🚨#Eberl über @leroy_sane: „Jetzt liegt’s an ihm. Unser Wunsch wäre es, mit ihm weiterzumachen. Aber gleichzeitig haben wir auch den Rahmen festgelegt. Wird dieser gesprengt, wird‘s sehr, sehr schwer.“ pic.twitter.com/EC8c1Hv3JG
Leroy Sané und seine Zukunft beim FC Bayern: Ganz dünnes Eis
Die Bayern wollen und müssen jetzt Stärke beweisen. Wie sie es auch schon bei Joshua Kimmich taten. Der Co-Kapitän verstand das Zeichen und unterschrieb kurz darauf bis 2029. Ob‘s bei Sané auch so sein wird? Aktuell schwer vorstellbar.
„Wir haben für uns bewertet, wie wir Leroy sehen wollen würden. Jetzt liegt es an ihm. Wir hoffen es, ganz ehrlich“, so Eberl abschließend: „Wenn nicht, dann geht‘s auch da wieder weiter.“