Eberl-Satz nach Leipzig-Gala spricht Bände über einen Ex-Bayern-Star
VonFlorian Schimak
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Der FC Bayern schießt RB Leipzig aus der Allianz Arena. Max Eberl zeigt sich dabei unter anderem von Neuzugang Luis Diaz angetan.
München – Viel schöner hätte ein Premieren-Tor in der Bundesliga auch nicht fallen können! Gefühlt 25 Kontakte hatten Harry Kane, Jonathan Tah, Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Luis Diaz um den Sechzehner der Gäste von RB Leipzig, ehe der Kolumbianer die Kugel aus knapp 15 Metern unter die Latte donnerte.
Nicht nur Kimmichs Jubel ließ erahnen, dass dieser Treffer zum 2:0 für den FC Bayern eine richtig ansehnliche Bude war! So schilderte der Mittelfeldspieler nach der Partie seine Emotionen: „Ich hatte zwar nicht besonders viel mit dem Tor am Hut“, sagte Kimmich in der Mixed Zone der Allianz Arena: „Aber dieses Tor hatte eine besondere Energie, ich fand es extrem!“
FC Bayern fegt RB Leipzig aus der Arena: Kimmich-Jubel über Diaz-Tor spricht Bände
Der DFB-Kapitän jubelte nach dem Diaz-Tor dabei nämlich auffällig emotional. Aber nicht nur Kimmich war logischerweise glücklich über den Treffer des Neuzugangs, der für 75 Millionen vom FC Liverpool an der Säbener Straße gewechselt ist. Auch Max Eberl freute sich mit dem neuen offensiven Hoffnungsträger.
„Klar, ein Tor ist für einen Offensivspieler immer schön zum Start“, gab der Sportvorstand nach der Partie in der Allianz Arena floskelhaft zu Protokoll. Anschließend konkretisierte Eberl: „Aber gerade die Seriosität, die er hat: Er ist jetzt kein Spieler, der für die Show da ist, sondern einer, der ganz, ganz seriös seine Aktionen hat – defensiv wie offensiv“.
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Ein Satz des 51-Jährigen ließ anschließend tief blicken. Diaz sei ein Spieler, „der in Ruhe auch erstmal anfängt, sich im Spiel erstmal mit Aktionen Selbstvertrauen zu holen.“ Denkt man dabei an Diaz‘ Vorgänger zurück, könnte dies schon fast als kleinen Seitenhieb interpretieren. Bei Leroy Sané sah das nämlich oft anders aus.
Dieser ließ nach der ersten verunglückten Aktion meist sofort den Kopf hängen. Was zur Folge hatte, dass dem DFB-Star anschließend wenig bis nichts mehr gelang. Diaz hingegen sei ein Spieler, der „auf die Momente wartet“, die dann auch kämen, so Eberl: „Dementsprechend schön war es, dass er das auch gleich im ersten Bundesligaspiel gezeigt hat.“
Sané war im Sommer nach langem Hin und Her ablösefrei zu Galatasaray nach Istanbul gewechselt. Zuvor hatte der Flügelspieler fünf Jahre bei den Bayern unter Vertrag gestanden und die Fanszene des Rekordmeisters teilweise in zwei Lager gespalten. Offensichtlich nicht nur die, denn auch im Verein war man sich lange nicht einig, ob man den damals auslaufenden Vertrag von Sané überhaupt verlängern wolle.
Am Ende trennten sich die Wege zwischen dem FC Bayern und Sané – und Luis Diaz wechselte als dessen Nachfolger an die Säbener Straße. So, wie es nach dem ersten Bundesligaspiel aussieht, haben die Bayern damit offenbar keinen allzu schlechten Deal gemacht. Bei all den positiven Emotionen sei dennoch gesagt: Noch sind 33 Partien in der Bundesliga zu absolvieren. (smk)