VonChristopher Michelschließen
Die Stimmung nach dem Misserfolg in Barcelona war beim FC Bayern München am Boden. Sportdirektor Max Eberl tobt im typischen „Uli-Hoeneß-Style“.
München - Die Lage beim FC Bayern München ist nach dem dritten Spieltag in der Champions League angespannt. Der Deutsche Rekordmeister versagte Kollektiv und ging beim FC Barcelona verdient mit 1:4 unter. Mit Ausnahme einer starken Phase direkt nach dem frühen 0:1 gelang den Münchnern herzlich wenig. Sportvorstand Max Eberl wollte die Schuld dafür aber nicht nur in der Defensive suchen. In der Mixed Zone erinnerte sein Auftritt dann an den Uli Hoeneß früherer Tage. fussball.news hat den Dialog mit Reporter Florian Plettenberg aufgezeichnet.
Plötzlich wird es dem Sportvorstand des FC Bayern zu bunt. Er blaffte den Sky-Reporter Plettenberg plötzlich an.
Eberl stellt sich schützend vor das Team
In der Tat hat Eberl recht damit, bei den Gegentreffern nicht nur einzelne Spieler herauszunehmen und zu kritisieren. Kein Akteur hat zu seiner Bestform gefunden, was auch für die offensiven Kräfte wie Serge Gnabry, Thomas Müller oder Michael Olise gilt. Dennoch türmen sich die individuellen Böcke der Innenverteidiger des FC Bayern. Kim agiert beispielsweise bei Gegentreffer Nummer vier taktisch falsch, indem er sich von Upamecano zunächst wegorientiert und Raphinha anschließend nicht mehr doppeln kann.
Es wurde stets von außen davor gewarnt, dass die Taktik von Trainer Vincent Kompany sehr riskant ist und Gegner mit Tempo und Tiefgang die Grenzen gnadenlos aufzeigen können. In der Bundesliga zeigte Eintracht Frankfurt beim 3:3 am sechsten Spieltag, wie schnell sich Eins-gegen-Eins-Situationen kreieren lassen. Eine Mannschaft der Güteklasse Barcelona schlägt dann gnadenlos zu. Nach nur einem Erfolg aus den vergangenen fünf Partien brauchen die Münchner zügig wieder einen Positivlauf. Ansonsten wird Eberl noch einige Male die Krallen ausfahren.
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