Wechsel nach Japan

Überraschender Transfer fix: Ex-Eintracht-Star wechselt zu ehemaligem SGE-Trainer

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Der ehemalige Eintracht-Stürmer Gonçalo Paciência verlässt Europa und wechselt nach Japan. Dort trifft er auf einen ehemaligen SGE-Coach.

Frankfurt – Gonçalo Paciência, ehemaliger Stürmer von Eintracht Frankfurt, hat einen neuen Klub gefunden. Der 30-jährige Portugiese wechselt zu Sanfrecce Hiroshima in die J-League, wo er auf den deutschen Trainer Michael Skibbe trifft, der ebenfalls eine Vergangenheit bei der SGE hat. Dies ist Paciências erste Station außerhalb Europas, nachdem er bereits in Portugal, Griechenland, Deutschland und Spanien gespielt hat. Zuletzt war er für den VfL Bochum und Celta Vigo aktiv.

Erfolgreiche Zeit bei Eintracht Frankfurt

„Ich freue mich und bin motiviert durch diese neue Herausforderung in meinem Leben. Ich werde kämpfen und hart arbeiten, um die Ziele der Mannschaft zu erreichen. Ich wollte von Anfang an hierherkommen und habe gespürt, dass dies eine Mannschaft ist, in der ich so gut kämpfen kann, wie ich es in meiner Karriere immer getan habe. Ich möchte den Trainern Michael Skibbe und Sehat Umar dafür danken, dass sie mich zu diesem großartigen Verein geführt haben“, sagte der Angreifer nach Bekanntgabe des Wechsels.

Geboren in Porto und zunächst in den Jugendmannschaften des FC Porto aktiv, gab Paciência bereits mit 19 Jahren sein Profidebüt. Nach verschiedenen Leihstationen, darunter zu Olympiakos Piräus und Rio Ave FC, kehrte er nach Porto zurück und gewann die portugiesische Meisterschaft.

Der ehemalige Eintracht-Angreifer Gonçalo Paciência hat einen neuen Verein.

Zur Saison 2018/19 wechselte Paciência zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Obwohl seine erste Saison durch eine Knieverletzung beeinträchtigt wurde, zeigte er in der Rückrunde sein Können. Sein erstes Bundesliga-Tor erzielte er in einem dramatischen Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim, das die Eintracht mit einem Last-Minute-Tor gewann.

Internationale Erfahrungen und Herausforderungen für Ex-Eintracht-Star

Sein größter Erfolg mit der Eintracht war der Gewinn der Europa League im Jahr 2022. Paciência trug mit entscheidenden Toren und seiner Rolle als Stimmungsmacher wesentlich zum Erfolg der Mannschaft bei. Seine Fähigkeit, in wichtigen Momenten zu treffen, machte ihn zu einem Fanliebling.

Die erfolgreichsten Trainer von Eintracht Frankfurt

Mit der Eintracht verpasst der Kroate in der Premieren-Saison der Bundesliga den großen Wurf. Während der Spielzeit zum Cheftrainer befördert, wird er mit der Eintracht Vize-Pokalsieger und Tabellendritter.
Ivica Horvat (1964-1965) - Mit der Eintracht verpasst der Kroate in der Premieren-Saison der Bundesliga den großen Wurf. Während der Spielzeit zum Cheftrainer befördert, wird er mit der Eintracht Vize-Pokalsieger und Tabellendritter.  © Picture Alliance/Wilhlem Leuschner
Erich Ribbeck im Jahre 1971 als Trainer von Eintracht Frankfurt
Erich Ribbeck (1968–1973) – blieb abgesehen von einer Qualifikation zum UEFA-Pokal durch einen fünften Platz in der Liga ohne größeren Erfolg. Ein Jahr nach Ribbecks Abgang gewinnt der DFB-Elf mit Jürgen Grabowski und Bernd Hölzenbein die Weltmeisterschaft. Mit fünf Jahren hält Ribbeck jedoch gemeinsam mit Friedhelm Funkel den Rekord als Trainer mit der längsten Amtszeit bei der SGE.  © Picture Alliance/Roland Witschel
Trainer Dietrich Weise mit Neuzugängen
Dietrich Weise (1973–1976) – Unter Weise gehört die Eintracht zur nationalen Spitze und gewinnt zweimal den DFB-Pokal. 1975/76 prescht sie gar bis ins Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger vor, um dort West Ham United zu unterlegen.  © Picture Alliance / Roland Witschel
Friedel Rausch während seiner zweiten Amtszeit in Frankfurt
Friedel Rausch (1979–1980 und 2001) – In der Saison 1979/80 führt Rausch die Eintracht zum dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im Finale des UEFA-Cups gegen Borussia Mönchengladbach setzt sich die SGE nach Hin- und Rückspiel durch. Im April 2001 kreuzten sich die Wege abermals, der Abstieg der Eintracht in die 2. Liga war jedoch nicht zu verhindern.  © Picture Alliance / Ralf Hirschberger
Lothar Buchmann (1980–1982) – Wird mit der Eintracht DFB Pokalsieger 1981 gegen den 1. FC Kaiserslautern, zu jener Zeit von Karl-Heinz Feldkamp trainiert. Im Sommer 1982 sollte es für Buchmann über den Main zu Erzrivale Kickers Offenbach gehen.
Lothar Buchmann (1980–1982) – Wird mit der Eintracht DFB Pokalsieger 1981 gegen den 1. FC Kaiserslautern, zu jener Zeit von Karl-Heinz Feldkamp trainiert. Im Sommer 1982 sollte es für Buchmann über den Main zu Erzrivale Kickers Offenbach gehen. © Laci Perenyi/Imago
Karl-Heinz Feldkamp (1987–1988) – Was Feldkamp 1981 durch die Eintracht verwehrt blieb, sollte nun in Erfüllung gehen. 1988 gewinnt er mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal. Kurz danach verabschiedet er sich nach Ägypten, um dort Al-Ahly trainieren zu können.
Karl-Heinz Feldkamp (1987–1988) – Was Feldkamp 1981 durch die Eintracht verwehrt blieb, sollte nun in Erfüllung gehen. 1988 gewinnt er mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal. Kurz danach verabschiedet er sich nach Ägypten, um dort Al-Ahly zu trainieren. © picture alliance / Kai-Uwe Wärner/dpa
Dragoslav Stepanovic (1990–1993) – Bundesligadritter, Europapokalteilnahmen und ein Pokal-Halbfinale. „Stepi“ war neben seiner freundlichen Art auch durch ansprechenden Fußball beliebt. Tragisch und unvergessen bleibt jedoch auch das Saisonfinale 1991/1992 als die Eintracht durch eine Niederlage bei Hansa Rostock in der ersten gesamtdeutschen Bundesligasaison die Meisterschaft verpasst. Auch seine zweite Amtszeit 1996 endet unrühmlich mit dem Bundesligaabstieg.
Dragoslav Stepanovic (1990–1993) – Bundesligadritter, Europapokalteilnahmen und ein Pokal-Halbfinale. „Stepi“ war neben seiner freundlichen Art auch durch ansprechenden Fußball beliebt. Tragisch und unvergessen bleibt jedoch auch das Saisonfinale 1991/1992 als die Eintracht durch eine Niederlage bei Hansa Rostock in der ersten gesamtdeutschen Bundesligasaison die Meisterschaft verpasst. Auch seine zweite Amtszeit 1996 endet unrühmlich mit dem Bundesligaabstieg. © Katja Lenz/picture alliance
Jörg Berger (1988–1990 und 1999) – Wird mit der Eintracht während seiner ersten Amtszeit Bundesligadritter, was jedoch ebenso in Erinnerung bleibt ist das Saisonfinale 1999. Mit einem 5:1-Sieg gegen Süd-West Rivale Kaiserslautern sichert die Eintracht sich auf hochdramatische Weise den Klassenerhalt.
Jörg Berger (1988–1990 und 1999) – Wird mit der Eintracht während seiner ersten Amtszeit Bundesligadritter, was jedoch ebenso in Erinnerung bleibt ist das Saisonfinale 1999. Mit einem 5:1-Sieg gegen Süd-West Rivale Kaiserslautern sichert die Eintracht sich auf hochdramatische Weise den Klassenerhalt. © Ferdinand Ostrop/picture-alliance
Friedhelm Funkel (2004–2009) – Gleichsam mit Erich Ribbeck ein Rekordhalter, was die Beschäftigungsdauer bei der SGE angeht. Unter ihm gelang ein Bundesligaaufstieg und darauffolgend die Etablierung in der ersten Liga. Eine Krönung seiner Tätigkeit durch einen DFB-Pokal Sieg blieb ihm durch die Finalniederlage 2006 verwehrt.
Friedhelm Funkel (2004–2009) – Gleichsam mit Erich Ribbeck ein Rekordhalter, was die Beschäftigungsdauer bei der SGE angeht. Unter ihm gelang ein Bundesligaaufstieg und darauffolgend die Etablierung in der ersten Liga. Eine Krönung seiner Tätigkeit durch einen DFB-Pokal Sieg blieb ihm durch die Finalniederlage 2006 verwehrt. © Uwe Anspach/picture-alliance
Armin Veh (2011–2014 und 2015–2016) – Unter Veh kehrt die Eintracht in die Bundesliga zurück und sollte danach nicht mehr absteigen. Pünktlich zum 50. Bundesligajubiläum erreicht die SGE als Tabellensechster den Europapokal. Bei seinem zweiten Engagement wurde Veh nach nicht mal einem Jahr freigestellt.
Armin Veh (2011–2014 und 2015–2016) – Unter Veh kehrt die Eintracht in die Bundesliga zurück und sollte danach nicht mehr absteigen. Pünktlich zum 50. Bundesligajubiläum erreicht die SGE als Tabellensechster den Europapokal. Bei seinem zweiten Engagement wurde Veh nach nicht mal einem Jahr freigestellt. © Caroline Blumberg / picture alliance
Nico Kovac (2016–2018) – In seine Amtszeit fallen zwei Finalteilnahmen im DFB-Pokal. 2018 sollte er dort niemanden geringeres als seinen künftigen Arbeitgeber Bayern München besiegen. Unter Kovac avancierte die SGE wieder vom Abstiegskandidat zum Europacup-Teilnehmer. Mitunter wird der Sieg 2018 als Grundstein des heutigen Erfolgs gesehen.
Nico Kovac (2016–2018) – In seine Amtszeit fallen zwei Finalteilnahmen im DFB-Pokal. 2018 sollte er dort niemanden geringeres als seinen künftigen Arbeitgeber Bayern München besiegen. Unter Kovac avancierte die SGE wieder vom Abstiegskandidat zum Europacup-Teilnehmer. Mitunter wird der Sieg 2018 als Grundstein des heutigen Erfolgs gesehen. © Boris Roessler / picture alliance
Adi Hüter (2018–2021) – Europacup-Abende prägen seine Ära, die im Erreichen des Euro-League Halbfinals 2018/2019 ihren Höhepunkt fand. Weiter gelang es der Eintracht unter ihm sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen und 2019/2020 das DFB-Pokal Halbfinale zu erreichen. Durch eine Trainer-Rochade zog es ihn weiter nach Mönchengladbach.
Adi Hüter (2018–2021) – Europacup-Abende prägen seine Ära, die im Erreichen des Euro-League Halbfinals 2018/2019 ihren Höhepunkt fand. Weiter gelang es der Eintracht unter ihm sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen und 2019/2020 das DFB-Pokal Halbfinale zu erreichen. Durch eine Trainer-Rochade zog es ihn weiter nach Mönchengladbach. © Thomas Frey / picture alliance
Eintracht Frankfurt – Glasgow Rangers
Oliver Glasner (seit 2021) – Trotz einer durchwachsenen ersten Bundesliga-Saison unter dem Österreicher, gewinnt die Frankfurter Eintracht 2021/2022 die Europa League. Nach Krönung einer kontinuierlichen Entwicklung nimmt der Verein erstmals an der Champions-League teil.  © Picture Alliance / Arne Dedert

Neben seinen Kluberfolgen hat Paciência auch auf internationaler Ebene Erfahrungen gesammelt. Er vertrat Portugal bei den Olympischen Spielen 2016 und debütierte 2017 in der A-Nationalmannschaft. Sein erstes Tor für die Seleção erzielte er 2019 in der EM-Qualifikation gegen Litauen. (smr)

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