VonChristopher Michelschließen
Omar Marmoush wird bald nicht mehr für Eintracht Frankfurt spielen, sondern für Manchester City. Der Abschluss des Deals erfolgte in einem schnellen Prozess.
Frankfurt - Noch steht die offizielle Bestätigung zwar aus. Doch Omar Marmoush wird Eintracht Frankfurt für den Sockelbetrag in Höhe von 75 Millionen Euro in Richtung Manchester City verlassen. Durch Boni kann die Summe sogar auf knapp über 80 Millionen Euro anwachsen. Sportvorstand Markus Krösche ist der nächste gigantische Deal geglückt. Und er ging verhältnismäßig schnell über die Bühne.
Krösche und Begiristian pflegen ein gutes Verhältnis
Schon früh stand fest, dass es keinen Poker bis zum „Deadline Day“ geben sollte. Der ersatzlose Last-Minute-Abgang von Randal Kolo Muani, der einen Streik nach sich zog, in Richtung Paris Saint-Germain soll nicht der Regel-, sondern der Ausnahmefall bleiben! Der Franzose kann im Gesamtpaket zwar 95 Millionen Euro einbringen. Doch die Frankfurter wollen nicht mehr in die Lage kommen, für ein halbes Jahr handlungsunfähig auf dem Transfermarkt zu sein.
Laut Sport Bild kam es daher auch zur Absprache zwischen Krösche und City-Sportdirektor Txiki Begiristain. Die Eintracht peilte eine Einigung innerhalb von einer Woche an - ansonsten hätte sie den Transfer von Marmoush platzen lassen. Die Kommunikation der beiden Bosse ist durchaus gut und offen. Krösche hatte in seiner Zeit als Sportdirektor von RB Leipzig Angelino aus Manchester geholt.
Zwischen Weihnachten und Silvester wurde das Interesse von City bekannt
Bei Marmoush ging daher alles rasch. Krösche hatte über das City-Interesse bereits zwischen Weihnachten und Silvester erfahren. Die ersten Gerüchte tauchten Anfang Januar in Ägypten und England auf. City hatte sich mit Marmoush geeinigt und damit war der Weg frei. Der Angreifer wurde noch bei den Erfolgen auf St. Pauli (1:0) und gegen den SC Freiburg (4:1) mit vier Scorerpunkten zum Matchwinner.
Beim 2:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund lief Marmoush dann schon nicht mehr auf! Die Hessen konnten das enge Duell auch ohne ihren 34-Scorer-Mann, der anschließend minutenlang vor dem Fanblock verabschiedet wurde, für sich entscheiden. Für ihn geht es ab sofort in seiner Traumliga weiter. Die Eintracht wiederum befindet sich auf der Suche nach Ersatz - und hat vor allem Elye Wahi von Olympique Marseille am Haken.
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