VonAdrian Kühnelschließen
Ian Maatsen, vorige Rückrunde noch Stammspieler beim BVB, hat bei seinem neuen Klub Probleme. Rafael van der Vaart spricht sogar von einer „Schande“.
Dortmund – Beim BVB etablierte sich Ian Maatsen auf Anhieb. Im Januar vom FC Chelsea per Leihe gekommen, war der Linksverteidiger in 22 von 23 Pflichtspielen in der Startformation von Borussia Dortmund und trug maßgeblich dazu bei, dass es das Team des damaligen Cheftrainers Edin Terzić bis ins Finale der Champions League schaffte.
Eine Kaufoption besaß der BVB für Maatsen zwar nicht, dafür aber hätte der Niederländer den FC Chelsea dank einer festgeschriebenen Ablösesumme verlassen können. „Wir arbeiten daran, dass er bleibt“, sagte Maatsens Vater Edward noch im Mai gegenüber Voetbal International hinsichtlich eines Verbleibs in Dortmund. Doch für die Westfalen war Maatsen letztlich zu teuer, um ihn über die Leihe hinaus zu engagieren.
Maatsen bei Aston Villa nur zweite Wahl
Maatsen kehrte folglich zunächst zu Chelsea zurück, bevor Aston Villa ihn für fast 45 Millionen Euro abwarb. Seit seinem Wechsel im Sommer ist die Bilanz für Maatsen jedoch enttäuschend. Der 22-Jährige hat zwar bisher 20 Pflichtspiele für Aston Villa absolviert, war aber nur sechsmal in der Startelf.
Lucas Digne hat Maatsen unter Trainer Unai Emery den Rang auf der linken Abwehrseite abgelaufen, der 31-jährige Routinier befindet sich zu Maatsens Pech in der Form seines Lebens. Der ehemalige Bundesliga-Profi Rafael van der Vaart hat sich nun als TV-Experte bei Ziggo Sport geäußert und Maatsen in die Pflicht genommen: „Wenn man bei Dortmund ist und zu Aston Villa geht – bei allem Respekt vor Aston Villa, aber dann muss man wirklich spielen.“
Zwar könnten Dinge durchaus „schiefgehen, aber es ist schade, dass er so wenig spielt“, beklagte van der Vaart und wurde deutlich: „Eine Schande. In Dortmund war er fantastisch.“
Maatsen wäre wohl beim BVB geblieben
Der Wechsel von Chelsea zu Aston Villa hat sich für Maatsen bisher nicht gelohnt. Hätte er die Wahl gehabt, wäre er möglicherweise im Sommer in Dortmund geblieben. „Was ich sagen kann, ist, dass ich mich in Dortmund sehr wohl fühle und gerade sehr gerne hier beim BVB bin. Und ich spüre natürlich auch, dass ich hier sehr willkommen bin“, äußerte Maatsen im April in einem Interview mit den Ruhr Nachrichten. Sein hoher Preis hat jedoch die Pläne durchkreuzt.
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