Aktuell verdienen die Profis bis zu 340 Millionen Euro

Einsparungen beim FC Bayern: Eberl muss Gehälter drastisch kürzen

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Der FC Bayern München beabsichtigt, seine Truppe weiter zu stärken. Allerdings ist Sportvorstand Max Eberl dazu aufgerufen, parallel die Gehälter zu kürzen.

München - Die sportliche Qualität erhalten und dabei Gehälter kürzen - diesen von Vorstand und Aufsichtsrat beschossenen Sparkurs muss Sportvorstand Max Eberl beim FC Bayern München meistern. Aktuell soll der Spieler-Etat laut Sport Bild zwischen 320 und 340 Millionen Euro betragen. Eberl soll diese Summe auf unter 300 Millionen Euro drücken - dies wären Kürzungen im Bereich Zehn-Prozent-Marke. Die Münchner wollen dennoch sportlich ambitioniert bleiben und im Optimalfall jedes Jahr um alle großen Titel mitspielen.

Eberl muss Platz im Kader schaffen und Gehälter reduzieren

Abgänge von Serge Gnabry (verdient geschätzt 19 Millionen Euro), Leon Goretzka (17 Millionen Euro) oder Kingsley Coman (17 Millionen Euro) könnten für spürbare Entlastung sorgen. Leroy Sané ist ab Sommer vertragslos, er soll 20 Millionen Euro pro Jahr kassieren. Obwohl der Flügelspieler dazu bereit ist, auf Geld zu verzichten, kam es noch nicht zu einer Verlängerung des auslaufenden Kontrakts.

Max Eberl muss zum „Sparfuchs“ des FC Bayern München werden

Um neues und hungriges Personal wie Christopher Nkunku (FC Chelsea) oder Jamie Gittens (Borussia Dortmund) zu verpflichten, ist Eberl zudem als Verkäufer gefragt. Doch vor allem bei Gnabry oder Goretzka ist es sehr schwer, einen Abnehmer zu finden. Das Duo hat hochattraktive und bis 2026 laufende Verträge. Solange Trainer Vincent Kompany dieses Potenzial im Kader hat, schöpft er es auch aus.

Der ablösefreie Transfer von Bischof ist ein Anfang

Doch in Zukunft wollen sich die Münchner wieder jünger aufstellen. Der ablösefreie Transfer von Tom Bischof ist dabei der Anfang. Mit ihm und Eigengewächs Aleksandar Pavlović soll zukünftig die Goretzka-Position bekleidet werden. Gittens und Nkunku wären zwar ablösetechnisch etwas teurer, dafür würde ihr Gehalt deutlich unter dem von Gnabry, Coman und Sané liegen. Es ist ein schmaler Grat, auf dem sich Eberl bewegt. Auch deshalb werden Vertragsverlängerung bei den Münchnern nicht mehr ganz so einfach durchgewunken.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images

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