SGE plant Kader

Eintracht Frankfurt im Kampf um Offensiv-Juwel offenbar in der Pole-Position

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Die Frankfurter Eintracht plant den Kader für die kommende Saison und darf sich Hoffnungen auf einen Transfer von Can Uzun machen.

Frankfurt/Nürnberg – Eintracht Frankfurt hat im Winter ordentlich zugeschlagen auf dem Transfermarkt und den Kader auf mehreren Positionen verstärkt. Nach der Transferphase ist aber bekanntlich vor der Transferphase und so läuft die Planung für die kommende Saison bereits auf Hochtouren. Mit Krisztián Lisztes (Ferencvárosi) und Nathaniel Brown (1. FC Nürnberg) ist ein Duo bereits fix, weitere Neuzugänge sollen folgen.

Eintracht Frankfurt buhlt um Uzun

Seit mehreren Monaten gibt es immer wieder Gerüchte, dass Eintracht Frankfurt nach Brown um einen weiteren Nürnberger Spieler buhlt. Can Uzun steht offenbar im Visier der SGE, doch einfach wird ein Transfer des jungen Offensivspielers nicht. Dass er allerdings über den Sommer hinaus beim Zweitligisten bleibt, ist unwahrscheinlich.

Im Herbst 2023 gab sich Nürnberg-Sportdirektor Olaf Rebbe gegenüber Bild noch kämpferisch, was ein Verbleib des Top-Talents betrifft: „Wir sind froh, dass Can bei uns spielt, wir ihn aus unserer eigenen Akademie entwickelt haben und er uns sicherlich noch sehr viel Freude bereiten wird. Can hat einen langfristigen Vertrag, ob und wann der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen ist, wird die Zukunft entscheiden. Aktuell beschäftigen wir uns damit überhaupt nicht.“

Wechselt Can Uzun zu Eintracht Frankfurt?

Mittlerweile scheint Nürnberg aber keine großen Chancen mehr zu haben, den 18-Jährigen zu halten. Der Zweitligist könnte aber eine hohe Ablösesumme für Uzun erzielen. Nach übereinstimmenden Medienberichten von Sky und Bild befindet sich Eintracht Frankfurt im Kampf um das Juwel in der Pole-Position.

Eintracht Frankfurt mit nächstem Nürnberger Neuzugang?

Nach Sky-Informationen sollen die Gespräche zwischen den Parteien schon weit fortgeschritten sein, dennoch sei keine Einigung in den nächsten Tagen zu erwarten. Da der Offensivspieler keine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag stehen hat, ist die Ablöse frei verhandelbar. Nürnberg soll offenbar zehn Millionen Euro fordern.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Neben der SGE zeigen wohl auch Borussia Dortmund, Newcastle United, der FC Fulham und Inter Mailand Interesse an Uzun. In der laufenden Saison erzielte der 18-Jährige zehn Treffer in 18 Ligaspielen und bereitete ein weiteres Tor vor. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sportfoto Zink / Daniel Marr

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