Eintracht Frankfurt: Ist ein System-Wechsel die taktische Lösung?
VonChristopher Michel
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Eintracht Frankfurt durchlebt in der Bundesliga aktuell eine wackelige Phase. Die Hessen zeigen defensive Schwächen. Wie geht Dino Toppmöller damit um?
Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat in den vergangenen beiden Bundesligapartien gegen Bayer Leverkusen (1:3) und Union Berlin (3:4) insgesamt sieben Gegentore kassiert. Das ist, bei allem Verständnis für Formschwankungen von jungen und talentierten Spielern, in der Summe deutlich zu viel. Bei der Analyse wird es daher um die Frage gehen, ob es an der offensiven Ausrichtung oder der Systematik liegt.
Die Eintracht befindet sich aktuell auf der Suche nach Balance und Stabilität. Toppmöller sprach stets davon, taktisch flexibel und variabel bleiben zu wollen. Können Anpassungen dem Team für das Duell bei Borussia Mönchengladbach helfen? Der Kader bietet die Option, auf eine Dreierkette umzustellen. Collins, Koch und Theate haben schon in der vergangenen Spielzeit in dieser Kombination zusammengespielt.
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Ansgar Knauff oder Ritsu Doan könnten dann auf der rechten, Nathaniel Brown auf der linken Schienenposition spielen. Ellyes Skhiri hat sich fit zurückgemeldet. Er wäre bereit für die Rückkehr ins defensive Mittelfeld, zudem wollen sich Oscar Höjlund und Mahmoud Dahoud anbieten. Larsson hat in der Vergangenheit sehr gut mit dem Tunesier funktioniert, auch Farès Chaibi könnte von dessen Erfahrung profitieren.
Die Frage, die sich in diesem Fall dann stellt: Wie baut Toppmöller die Offensive auf? Spielmacher Can Uzun ist als „Gamechanger“ und Dauertorschütze gesetzt. In einem 3-4-1-2 könnten Jonathan Burkardt und Elye Wahi als Doppelspitze agieren. Die zweite Option wäre, beispielsweise Doan, Chaibi oder Jean-Matteo Bahoya gemeinsam mit Uzun hinter einen Stürmer zu platzieren und auf das gewohnte 3-4-2-1 zurückzugreifen.
Es zeigt die Qualität des Eintracht-Kaders auf. Krösche achtet bei seinen Transfers oftmals darauf, dass die Spieler verschiedene Profile mitbringen und auf mehreren Positionen agieren können. Toppmöller kann dadurch Reize setzen und Veränderungen vornehmen. Ob er mit Blick auf die zweite Englische Woche mit den Knallergegner Atlético Madrid und FC Bayern München an dieser Stellschraube dreht?