Nach der bitteren Pleite

Eintracht Frankfurt: Ist ein System-Wechsel die taktische Lösung?

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Eintracht Frankfurt durchlebt in der Bundesliga aktuell eine wackelige Phase. Die Hessen zeigen defensive Schwächen. Wie geht Dino Toppmöller damit um?

Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat in den vergangenen beiden Bundesligapartien gegen Bayer Leverkusen (1:3) und Union Berlin (3:4) insgesamt sieben Gegentore kassiert. Das ist, bei allem Verständnis für Formschwankungen von jungen und talentierten Spielern, in der Summe deutlich zu viel. Bei der Analyse wird es daher um die Frage gehen, ob es an der offensiven Ausrichtung oder der Systematik liegt.

Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller ist als Tüftler gefragt

Trainer Dino Toppmöller hat sich in den ersten sechs Pflichtspielen auf eine 4-2-3-1-Formation festgelegt. Vor allem der Ausfall von Rasmus Kristensen, der sich in Leverkusen eine Muskelverletzung zugezogen hatte, tat weh. Nnamdi Collins befindet sich aktuell in einer schwierigen Phase, das missglückte DFB-Debüt hängt dem 21-Jährigen noch etwas nach.

Eintracht-Defensive sucht nach Form

Er ist allerdings mitnichten der einzige Spieler, der seine Form sucht. Kapitän Robin Koch patzte ebenfalls, auch Arthur Theate und Hugo Larsson. Der Achse mangelt es an Stabilität, der Gegner kommt zu leicht zu Chancen und Toren. Union-Stürmer Oliver Burke etwa durfte zweimal alleine auf Eintracht-Torhüter Kaua Santos zulaufen. Das war fatal und sollte sich nicht mehr wiederholen.

Die Eintracht befindet sich aktuell auf der Suche nach Balance und Stabilität. Toppmöller sprach stets davon, taktisch flexibel und variabel bleiben zu wollen. Können Anpassungen dem Team für das Duell bei Borussia Mönchengladbach helfen? Der Kader bietet die Option, auf eine Dreierkette umzustellen. Collins, Koch und Theate haben schon in der vergangenen Spielzeit in dieser Kombination zusammengespielt.

Europapokal in Frankfurt: Galatasaray-Fans sorgen für prickelnde Atmosphäre – die Fotos des Tages

Am Donnerstagabend startet Eintracht Frankfurt gegen Galatasaray Istanbul in die Champions-League-Saison. Tausende Fans des türkischen Spitzenklubs werden erwartet.
Am Donnerstagabend startet Eintracht Frankfurt im Waldstadion gegen Galatasaray Istanbul in die Champions-League-Saison. Tausende Fans des türkischen Spitzenklubs werden erwartet. © IMAGO/ingo kutsche
Helmut (links) und Erhan fiebern dem Spiel schon entgegen.
Helmut (links) fiebert der Partie an der Konstablerwache schon am Vormittag entgegen. Erhan empfängt am Flughafen Frankfurt befreundete Gala-Fans. © Fritz Landenberger/Felix Fehre
Bernd Rück (links) und Uwe Mägerle am Stand von Bauer Rück‘s „Wetterauer Kartoffel GbR“.
Bernd Rück (links) und Uwe Mägerle am Stand von Bauer Rück‘s „Wetterauer Kartoffel GbR“. Die Paprika in Galatasaray-Farben sind „Zufall“. © Fritz Landenberger
In der ganzen Stadt ist die Vorfreude vor dem Aufeinandertreffen der Eintracht mit dem türkischen Spitzenklub zu spüren.
In der ganzen Stadt ist die Vorfreude vor dem Aufeinandertreffen der Eintracht mit dem türkischen Spitzenklub zu spüren. © Fritz Landenberger
Nicht wenige Fanherzen der türkischen Community im Rhein-Main-Gebiet schlagen für beide Vereine.
Nicht wenige Fanherzen der türkischen Community im Rhein-Main-Gebiet schlagen für beide Vereine. Verkäuferin Laura ist aus Kaiserslautern angereist. © Fritz Landenberger
Vahit (links) ist aus Stuttgart angereist.
Vahit (links) ist aus Stuttgart angereist. © Fritz Landenberger
Sonniger Blick nach Frankfurt
Ganz nebenbei ist der Spätsommer mit voller Kraft in Frankfurt angekommen. Bis zum Anstoß herrscht bestes Wetter. Hier der Blick von Oberursel aus auf Frankfurt am Donnerstagvormittag. © Imago/Jan Eifert
Bereits am Nachmittag duellieren sich die U19-Teams von der Eintracht und Galatasaray in der Youth League im Sportpark Dreieich.
Bereits am Nachmittag duellieren sich die U19-Teams von der Eintracht und Galatasaray in der Youth League im Sportpark Dreieich.  © Imago/Joaquim Ferreira
Mehmet, Hadem, Mehmet und Emre (von links nach rechts) haben sich gerade erst auf dem Römerberg kennengelernt.
Mehmet, Hadem, Mehmet und Emre (von links nach rechts) haben sich gerade erst auf dem Römerberg kennengelernt. © Fritz Landenberger
Fan Azat bemalt die Gesichter der Gästefans in den Vereinsfarben.
Fan Azat bemalt die Gesichter der Gästefans in den Vereinsfarben. © Fritz Landenberger
Fans aus Höxter (Nordrhein-Westfalen), der Türkei und Rumänien stimmen sich auf das Spiel ein.
Fans aus Höxter (Nordrhein-Westfalen), der Türkei und Rumänien stimmen sich auf das Spiel ein. © Fritz Landenberger
Trommler Burak heizt am Römer ein. Er lebt seit zwei Jahren in Dortmund, stammt aus Izmir. Karten für das Spiel hat er diesmal nicht ergattert, trotzdem ist die Vorfreude groß.
Trommler Burak heizt am Römer ein. Er lebt seit zwei Jahren in Dortmund, stammt aus Izmir. Karten für das Spiel hat er diesmal nicht ergattert, trotzdem ist die Vorfreude groß. © Fritz Landenberger
Los geht‘s: Der Fanmarsch setzt sich in Bewegung. Vom Römerberg geht es zum Hauptbahnhof. Dann per Bahn weiter ins Stadion.
Los geht‘s: Der Fanmarsch setzt sich in Bewegung. Vom Römerberg geht es zum Hauptbahnhof. Dann per Bahn weiter ins Stadion.  © Fritz Landenberger
Rund 1.000 Fans sind auf dem Weg Richtung Hauptbahnhof.
Rund 1.000 Fans sind auf dem Weg Richtung Hauptbahnhof. © Fritz Landenberger
Mit Fangesängen stimmen sich die Anhänger von Galatasaray auf das Spiel ein.
Mit Fangesängen stimmen sich die Anhänger von Galatasaray auf das Spiel ein. © Boris Roessler/dpa
Gefährliche Situation: Immer wieder zünden Fans Böller und Pyros in der Menge.
Gefährliche Situation: Immer wieder zünden Fans Böller und Pyros in der Menge. © Boris Roessler/dpa
Erinnerungsfoto vom Fanmarsch.
Erinnerungsfoto vom Fanmarsch.  © Michael Brandt/dpa
Das Medieninteresse ist groß: Mehrere Journalisten begleiten den Fanzug.
Das Medieninteresse ist groß: Mehrere Journalisten begleiten den Fanzug. © Fritz Landenberger
Immer wieder stockt der Fanzug. Diesmal wurde der Marsch unterbrochen, weil Fans wohl Raketen zündeten.
Immer wieder stockt der Fanzug. Diesmal wurde der Marsch unterbrochen, weil Fans wohl Raketen zündeten. © Fritz Landenberger
Die Galatasaray-Anhänger füllen die Gutleutstraße – mit lautstarken Fangesängen marschieren sie gemeinsam zum Hauptbahnhof.
Die Galatasaray-Anhänger füllen die Gutleutstraße – mit lautstarken Fangesängen marschieren sie zum Hauptbahnhof.  © Fritz Landenberger
Der Fanmarsch wird von zahlreichen Einsatzkräften der Polizei begleitet.
Der Fanmarsch wird von zahlreichen Einsatzkräften der Polizei begleitet. © Boris Roessler/dpa
Vorneweg der Wasserwerfer der Polizei.
Vorneweg: Der Wasserwerfer der Polizei. © Fritz Landenberger
Das Spezialfahrzeug mit großen Wassertanks.
Das Spezialfahrzeug mit großen Wassertanks. © Boris Roessler/dpa
Ein weiteres Mal stoppt die Polizei den Fanmarsch wegen gezündeter Pyrotechnik.
Ein weiteres Mal stoppt die Polizei den Fanmarsch wegen gezündeter Pyrotechnik.  © Fritz Landenberger
Die Vorfreude auf das Spiel scheint riesig zu sein.
Die Vorfreude auf das Spiel scheint riesig zu sein. © Boris Roessler/dpa
Fans zünden Pyros auf dem Weg zum Hauptbahnhof.
Fans zünden Pyros auf dem Weg zum Hauptbahnhof. © Michael Brandt/dpa
Die Galatasaray-Fans sind am Hauptbahnhof angekommen. Nun werden am Südeingang die Spieltickets kontrolliert. Nur mit diesen kommen sie mit den Sonderzügen zum Stadion.
Die Galatasaray-Fans sind am Hauptbahnhof angekommen. Nun werden am Südeingang die Spieltickets kontrolliert. Nur mit diesen kommen sie mit den Sonderzügen zum Stadion. © Fritz Landenberger
Viel los am Hauptbahnhof: Mit Polizeibegleitung geht es mit S-Bahnen zum Stadion.
Viel los am Hauptbahnhof: Mit Polizeibegleitung geht es mit S-Bahnen zum Stadion. © Boris Roessler/dpa
Diese S8 ist mit Fans und Polizisten ordentlich gefüllt. Sie bringt die Fußballanhänger nun zum Stadion.
Diese S8 ist mit Fans und Polizisten ordentlich gefüllt. Sie bringt die Fußballanhänger nun zum Stadion. © Fritz Landenberger
Die Fans von Galatasaray Istanbul begrüßen ihre Mannschaft im Waldstadion.
Die Fans von Galatasaray Istanbul begrüßen ihre Mannschaft im Waldstadion. © Uwe Anspach/dpa
Emotionaler Moment vor Spielbeginn: Kevin Trapp verabschiedet sich von den SGE-Fans.
Emotionaler Moment vor Spielbeginn: Kevin Trapp verabschiedet sich von den SGE-Fans. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Gawlik
Konfetti und Choreo der Frankfurter Fans.
Konfetti und Choreo der Frankfurt-Fans. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Gawlik
Die SGE führt zur Halbzeitpause 3:1 – das gefällt den Fans.
Die SGE führt zur Halbzeitpause 3:1 – das gefällt den Fans. © Uwe Anspach/dpa

Ansgar Knauff oder Ritsu Doan könnten dann auf der rechten, Nathaniel Brown auf der linken Schienenposition spielen. Ellyes Skhiri hat sich fit zurückgemeldet. Er wäre bereit für die Rückkehr ins defensive Mittelfeld, zudem wollen sich Oscar Höjlund und Mahmoud Dahoud anbieten. Larsson hat in der Vergangenheit sehr gut mit dem Tunesier funktioniert, auch Farès Chaibi könnte von dessen Erfahrung profitieren.

Die Frage, die sich in diesem Fall dann stellt: Wie baut Toppmöller die Offensive auf? Spielmacher Can Uzun ist als „Gamechanger“ und Dauertorschütze gesetzt. In einem 3-4-1-2 könnten Jonathan Burkardt und Elye Wahi als Doppelspitze agieren. Die zweite Option wäre, beispielsweise Doan, Chaibi oder Jean-Matteo Bahoya gemeinsam mit Uzun hinter einen Stürmer zu platzieren und auf das gewohnte 3-4-2-1 zurückzugreifen.

Es zeigt die Qualität des Eintracht-Kaders auf. Krösche achtet bei seinen Transfers oftmals darauf, dass die Spieler verschiedene Profile mitbringen und auf mehreren Positionen agieren können. Toppmöller kann dadurch Reize setzen und Veränderungen vornehmen. Ob er mit Blick auf die zweite Englische Woche mit den Knallergegner Atlético Madrid und FC Bayern München an dieser Stellschraube dreht?

Rubriklistenbild: © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal

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