SGE

Eintracht-Trainer Glasner bestätigt Angebote aus der Premier League

  • schließen

Oliver Glasner, Cheftrainer von Eintracht Frankfurt, hat bestätigt, dass er Angebote von Klubs aus der englischen Premier League erhalten hat.

Frankfurt - Oliver Glasner und Eintracht Frankfurt, das passt. Seit der Trainer vom VfL Wolfsburg zu den Adlern wechselte, geht es für die SGE steil nach oben. Unter ihm schaffte der Klub den Sieg in der Europa League gegen die Glasgow Rangers und qualifizierte sich erstmals in der Vereinsgeschichte für die UEFA Champions League. In der Königsklasse des europäischen Fußballs überstand die Eintracht sogar die Gruppenphase und schaffte den Sprung ins Achtelfinale.

Eintracht Frankfurt: Glasner bestätigt Angebote

Kein Wunder, dass Oliver Glasner im Verein und auch bei den Fans von Eintracht Frankfurt hohes Ansehen genießt. Die Leistungen des Österreichers sind natürlich auch anderen Klubs nicht verborgen geblieben und seit geraumer Zeit gibt es immer wieder Gerüchte, um ein angebliches Interesse am SGE-Coach. Nun bestätigte Glasner gegenüber der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung, dass ihn verschiedene Vereine verpflichten wollten: „Ich hatte auch schon Anfragen aus der Premier League, aber ich habe abgesagt.“ Um welche Vereine es sich handelte, verriet der 48-Jährige allerdings nicht.

Oliver Glasner, Trainer von Eintracht Frankfurt.

Glasner wechselte 2019 vom österreichischen Verein Linzer ASK in die deutsche Fußball-Bundesliga und übernahm denVfL Wolfsburg, den er 2021 in die Champions League führte. Anschließend ging es weiter zur SGE. „In den vergangenen sechs Jahren bin ich in Österreich in der Zweiten Liga Meister geworden, es folgten Europa-League- und Champions-League-Quali, dann wieder Europa-League-Quali, dann Champions League, noch einmal Champions League und dann der Europa-League-Titel. Mein Job macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß – vielleicht mache ich mir deshalb so wenig Gedanken darüber, was vielleicht irgendwann mal komm“, so Glasner.

Eintracht Frankfurt: Gespräche über Vertrsgsverlängerung Glasners im Sommer

Sein Vertrag bei Eintracht Frankfurt läuft noch bis Ende Juni 2024 und eine Verlängerung hat keine Eile, wie Glasner selbst vor einiger Zeit im Interview mit der FR sagte: „Ich habe wirklich noch lange genug Vertrag, die Zeit drängt nicht. Mir ist wichtig, dass es eine gemeinsame Perspektive gibt, die es zulässt, nachhaltig um die internationalen Plätze mitzuspielen.“

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Gespräche über eine Vertragsverlängerung sind derzeit kein Thema. Im Sommer will mal sich aber zusammensetzen und darüber sprechen, wie Markus Krösche in der Winterpause gegenüber dem TV-Sender Sport1 bekannt gab. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, erst nach der Saison in Ruhe zu sprechen. Die Diskussionen bringen jetzt nichts, denn unser voller Fokus liegt auf der sportlichen Entwicklung in den kommenden Wochen“, verriet der SGE-Sportchef.

Unterdessen buhlt Eintracht Frankfurt um Lyons Spielmacher Houssem Aouar. Der hat nun selbst auf das Gerücht um ihn reagiert. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Christian Schroedter

Kommentare