Eintracht-Klassenbuch

Eintracht in der Champions League: Kristensen und Knauff überragend

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Grenzenloser Jubel bei den Spielern von Eintracht Frankfurt nach dem Einzug in die Königsklasse: Die Fußballer in der Einzelkritik nach dem 3:1 beim SC Freiburg.

Tadellos

Rasmus Kristensen: Anfangs eine schwierige Partie für den Dänen, hinten unter Dauerdruck, auch vorne nicht so glücklich. Und beim Gegentor durch Doan bei der Kopfballverlängerung auch nicht im Bilde. Aber was für eine Reaktion: Biss sich in die Partie zurück, auch durch die vielen hitzigen Privatduellen mit Grifo. Dem luchste er dann auch vor dem 2:1 den Ball entschlossen ab und machte das Tor zum 2:1 gleich selbst (61.) Auch vor dem 3:1 mit den Füßen im Spiel, sein Schuss ging an den Pfosten, dann irgendwie rein (63.). Tadellos.

Starke Leistung des Torschützen: Rasmus Kristensen jubelt.

Ansgar Knauff: Als zweite Spitze aufgeboten, voll auf Betriebstemperatur. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte eiskalt und gedankenschnell, nutzte das Luftloch Lienharts und vollstreckte zum 1:1-Ausgleich. Ein Treffer von enormer Bedeutung, der das Tor zu vielen Millionen öffnet.

Gut dabei

Kevin Trapp: Bockstarke Partie des Torwarts. Ein echter Rückhalt, strahlte absolute Sicherheit aus. Einer zum Aufrichten. Auch bei hohen Bällen mutig, wuchtig im Rauslaufen. Gute Vorstellung.

Robin Koch: An alter Wirkungsstätte eine Bank in der Deckung, auch in der Luft quasi unüberwindbar. Und: Sein langer Schlag aus dem Mittelfeld leitete den Ausgleich ein. Ein echter Abwehrchef.

Ellyes Skhiri: Solide Partie, baute das Spiel von hinten mit auf. Lief wie eine Duracell-Hase, das kennt man von ihm. Schöner Pass in die Tiefe auf Ekitiké, da hätte es schon klingeln können im Freiburger Kasten (37.). Krönte seine starke Leistung mit dem Tor zum 3:1. Das hat Seltenheitswert.

Nathaniel Brown: Lange Zeit etwas zu verhalten, kaum ins Spiel eingebunden. Dabei kann er es doch, müsste sich mehr trauen. So wie bei seinem Solo, das in der guten Gelegenheit von Ekitiké mündete (33.). Wehrte sich aber mit allem, was in ihm steckte. Auch hinten später ganz stark. Runde Sache.

Arthur Theate: Harter Zweikämpfer, voller Adrenalin und Willenskraft. Motiviert bis in die letzte Haarspitze. Schleppte zum Schluss sogar den gesamten Vorstand vor die Fankurve. Guter Typ.

Oscar Hojlund: Bemerkenswerter Auftritt nach seiner Einwechslung. Schnell auf den Beinen, höchst aggressiv, störte und zerstörte die Bemühungen der Freiburger. Auch im Spiel nach vorne aktiv. Ziemlich gut dabei, so alles in allem.

100 Jahre Waldstadion: Eine Zeitreise in Bildern durch die Frankfurter Arena – Von Ali bis CR7

Seit 2021 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park.
Seit 2020 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park. © Boris Roessler/dpa
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926.
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926. © dpa/Archiv
Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Nach den dunklen 30er- und 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts unter der NS-Herrschaft, brachte auch der Sport den Menschen wieder Freude. Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.  © dpa/Archiv
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion.
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion. © dpa/Archiv
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O.
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O. © Willi Gutberlet/dpa
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel.
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel. © Karl Schnörrer/dpa
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974.
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974. © Karl Schnörrer/dpa
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet.
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet. © Istvan Bajzat/dpa
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich.
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich. © dpa
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach.
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach. © Roland Witschel/dpa
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion.
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion. © Frank Kleefeldt/dpa
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy.
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy. © Oliver Stratmann/dpa
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen.
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen. © Oliver Berg/dpa
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen.
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen. © Arne Dedert/dpa
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001.
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001. © Frank May/dpa
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen.
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen. © Arne Dedert
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005.
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005. © Arne Dedert/dpa
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12.
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12. © Arne Dedert/dpa
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München.
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München. © Oliver Weiken/dpa
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena.
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena. © Boris Roessler/dpa
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion.
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion. © Bernd Weißbrod/dpa
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi.
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion gegen die Niederlande. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi. © Bernd Weissbrod/dpa
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen.
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen. © Frank Kleefeldt/dpa
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball.
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball. © Bernd Weissbrod/dpa
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt.
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt. © Torsten Silz/dpa
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte.
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte. © Torsten Silz/dpa
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast.
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast. © Andreas Arnold/dpa

Ganz okay

Hugo Ekitiké: Anfangs mit sehr schwerem Stand, konnte sich kaum in Szene setzen. Das wurde nach einer halben Stunde besser. Hatte natürlich wieder die beiden besten Gelegenheiten, beide Male parierte SC-Keeper Atubolu prächtig (33./37.). Bereitete das 2:1 durch Kristensen mit vor.

Hugo Larsson: Auf der offensiveren Achterposition eingesetzt, konnte er nicht die entscheidenden Impulse setzen. Nicht entschlossen und zielstrebig genug, auch er zog den Rückpass vor. An seinem Fleiß ändert das nichts.

So lala

Nnamdi Collins: Sehr nervös, zumindest, wenn er den Ball am Fuß hatte. Unpräzise Abspiele, einmal lief die Kugel gar unter seiner Sohle hindurch. Aus der Unsicherheit resultierten sehr viele Rückpässe. Immerhin: Im Zweikampf resolut und ohne Furcht.

Fares Chaibi: Für den verletzten Bahoya aufgeboten, aber nicht am Flügel, sondern auf der linken Halbposition. Das liegt ihm mehr. Konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken, ausbaufähige Eckstöße. Vergab eine Großchance im Nachschuss, jagte den Ball volley übers Tor. Da schloss sich für ihn ein Kreis: Die Saison begann genauso – mit einem Kaiser in Dortmund.

Schwächelnd

Kein Eintrag.

Zu spät gekommen

Aurele Amenda, Michy Batshuayi, Elye Wahi.

Rubriklistenbild: © Philipp Von Ditfurth/dpa

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