- VonJosef Schmittschließen
Die U 21 steigt aus der Regionalliga ab, aber die Eintracht-Junioren können sich auf die nächste Saison freuen - denn die U 19 spielt Königsklasse
Der Abstieg nach zwei Jahren Regionalliga Südwest war schon seit einer Woche besiegelt für die U 21 der Frankfurter Eintracht. Am Ende wurde es Platz sechzehn, der Rückstand aufs rettende Ufer betrug deutliche fünf Punkte. Trotzdem hatten die Frankfurter am letzten Spieltag noch zweimal Grund zur Freude. Zum einen wurde das vorerst letzte Spiel in der Viertklassigkeit mit 2:1 (1:0) bei Eintracht Trier gewonnen, zum anderen hat sich für die vielen Talente, für Trainer Dennis Schmitt und letztlich auch für die Verantwortlichen um Sportvorstand Markus Krösche und NLZ-Leiter Alexander Richter durch die Champions-League-Qualifikation der Profis eine sportlich hochwertige Zukunftsperspektive aufgetan.
Der Reihe nach. Der Trainer hatte das Auswärtsspiel in Trier, das nach einem Sportgerichtsurteil gegen die Gastgeber als „Geisterspiel“ ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, als „komische Auswärtsfahrt“ bezeichnet. Schmitt hatten lediglich 13 Feldspieler zur Verfügung gestanden, so richtig ernst hatte niemand mehr die Partie genommen. „Wir wollten aber noch einmal Charakter zeigen und das Spiel zu hundert Prozent annehmen“, sagte er.
Das ist den Frankfurtern gut gelungen. Daniel Starodid (37.) und Metehan Yildirm (48.) sorgten für eine 2:0-Fürhung. „Ich dachte, jetzt haben wir es im Griff“, sagte Schmitt. Doch der schnelle Anschlusstreffer für die Trierer durch Daniel Buballa (54.) sorgte noch für eine turbulente Schlussphase, die die Frankfurter nur mit Mühe überstanden. „Da hatten wir Glück“, gestand der Eintracht-Trainer, „nun nehmen wir am Ende einer unbefriedigenden Saison ein gutes Gefühl mit in die Pause.“
Den Profis sei Dank
Auf der Rückfahrt durften dann im Bus alle den Erfolg der Profis in Freiburg bejubeln, der den vielen jungen Spielern trotz des Abstiegs eine tolle neue Perspektive verspricht. Denn durch den Erfolg der Profis qualifiziert sich auch die U 19 automatisch für die Champions League, in diesem Fall Uefa Youth League genannt. Die Termine für die insgesamt sechs Gruppenspiele zwischen September und Dezember stehen schon fest. Im neuen Jahr gibt es dann Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale, das in der Zentrale der Uefa in Nyon (Schweiz) stattfindet.
Die Eintracht kann ihre größten Talente nun also mit internationalen Spielen auf höchstem Niveau locken und halten. Gespielt wird voraussichtlich im Ahorn-Sportpark in Dreieich, dort haben die Frankfurter auch vor drei Jahren schon drei Jugend-CL-Spiele gegen die Tottenham Hotspur, Olympique Marseille und Sporting Lissabon ausgetragen. Die Hessenliga wird da deutlich im Schatten stehen.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Peter Hartenfelser
