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Eintracht-Pleite gegen Stuttgart: Rutschender Marmoush, ratloser Trapp

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    Ingo Durstewitz
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Weitestgehend ohne Unterstützung der eigenen Fans verliert Eintracht Frankfurt verdient gegen den VfB Stuttgart. Die Spieler in der Einzelkritik.

Ein Rekord-Schiedsrichter, Felix Brych, der die zweite Halbzeit verletzungsbedingt nicht mehr weiterpfeifen kann. Frankfurter Fans, die nach Auseinandersetzungen mit der Polizei außerhalb des Stadions die Unterstützung der eigenen Mannschaft einstellen - und eine Eintracht-Elf, die verdient gegen den VfB Stuttgart verliert (1:2). Die Einzelkritik.

Stuttgarts Deniz Undav und Frankfurts Philipp Max (rechts).

Tadellos

Kein Eintrag

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Kevin Trapp: Begann mit einem heiklen Zuspiel, ging gerade noch gut, eröffnete damit aber die wilde Anfangsminute des gesamten Teams. Danach fehlerfrei, chancenlos bei den Gegentoren und sicher bei dem, was er halten konnte. Sicht- und hörbar ratlos nach der Partie, warum diesmal vorne so wenig ging.

Tuta: Stabiler als Nebenmann Pacho, hatte es aber auch seltener mit dem starken Abschlussstürmer Undav, immerhin Doppelpacker, zu tun.

Ellyes Skhiri: Gab früh auf beim Stuttgarter 1:0, hätte den über die Linie trudelnden Ball aber selbst mit einer Grätsche nicht mehr bekommen. Ist halt nicht der Allerschnellste, daher lief er den flinken Schwaben auch ab und an hinterher. Trotzdem mit einem zumindest ordentlichen Spiel, oft am Ball, klarer Taktgeber seines Teams. Steckte nie auf, selbst in der Schlussphase als Libero nicht.

Hugo Larsson: Stopfte Löcher, rannte unermüdlich, defensiv gut dabei. Die Impulse nach vorne fehlten ein wenig, ein Schuss ging am Kasten vorbei.

So lala

Philipp Max: Machte einige gute Sachen, gerade vorne mit Dampf unterwegs. Kam nicht von Ungefähr, dass seine Flanke ins Tor abgefälscht wurde. Allerdings hinten ein-, zweimal überlaufen, so auch in der Entstehung des zweiten Stuttgart-Treffers. Verletzte sich kurz nach der Pause bei einer Rettungsgrätsche, machte noch weiter, kam aber nicht mehr hinterher und ging dann doch raus,

Willian Pacho: Weniger in direkte Duelle verwickelt als sonst, der Viererkette sei dank. Das half ihm, dem Zweikampfmonster, eher nicht, das Gefühl für Zeit und Raum ging ihm in manch Situation etwas ab. Gerade vorm ersten VfB-Tor in gegnerlosen Gefilden positioniert.

Niels Nkounkou: Ganz okay nach seiner Einwechslung, brachte etwas Schwung, verpasste jedoch mehrfach den richtigen Zeitpunkt für Pässe und Abschlüsse.

Omar Marmoush: Offenbar mit dem falschen Schuhwerk unterwegs, flutschte ständig hin bei seinen Drehungen und Wendungen. Lieferte sich harte Infights mit dem VfB-Brocken Zagadou, hätte den einen oder anderen Freistoß mehr bekommen müssen. Mühte sich, wie immer, aber ohne klaren Torabschluss.

Fares Chaibi: Hatte seine guten Momente, das schon, aber lange nicht so viele wie in anderen Partien. In einigen Phasen tauchte er komplett ab - und zwischendrin nur kurz wieder auf.

Aurelio Buta: Diesmal als astreiner Rechtsverteidiger aufgeboten, mit mehr defensiven Aufgaben als zuletzt. Erledigte diese ordentlich, aber nicht fehlerfrei. Vorne dagegen, logisch, selten zu sehen.

Schwächelnd

Eric Dina Ebimbe: Ein typisches Ebimbe-Spiel. Gute Aktionen und energische Läufe in Hälfte eins wechselten sich mit Fehlpässen und ungenügender Zweikampfführung ab. Baute in der zweiten Hälfte immer mehr ab.

Ansgar Knauff: Traute sich zweimal nicht zu, in guter Position mit links abzuschließen. Legte sich den Ball stattdessen umständlich auf rechts - und vergab. Bemüht, aber zu zaghaft. Tauchte im zweiten Abschnitt völlig ab.

Zu spät gekommen

M. Götze, J. Ngankam, P. Aaronson . dani/dur

Rubriklistenbild: © AFP

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