Eintracht schnappt nächstes Talent: Die Hintergründe hinter dem Transfer
VonChristopher Michel
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Eintracht Frankfurt hat sich einen hochtalentierten Spieler aus Schweden geschnappt. Sportvorstand Markus Krösche geht seinen Weg unbeirrt weiter.
Frankfurt – Am Freitagnachmittag hat Eintracht Frankfurt einen Transfer mit viel Weitblick eingetütet. Love Arrhov, der am darauffolgenden Tag 17 Jahre alt wird, hat sich langfristig an die Hessen gebunden und wird ab Januar 2026 in seiner neuen sportlichen Heimat auftauchen.
Eintracht-Neuzugang kommt aus schwedischer Talentschmiede
Zwischen 4,5 und fünf Millionen Euro werden in Richtung IF Brommapojkarna fließen. Der Sportverein im Stockholmer Stadtteil Bromma gilt als echte Talentschmiede, ein europäischer „Geheimtipp“. Daniel Svensson von Borussia Dortmund wurde dort ausgebildet, der bei Tottenham Hotspur durchstartende Lucas Bergvall ging, wie auch Sensationsstürmer Viktor Gyökeres, dort seine ersten Schritte.
Die Kommunikation zwischen den Verantwortlichen der Eintracht und Brommapojkarna war sehr eng und vertrauensvoll bei diesem Transfer. Für Sportvorstand Markus Krösche ist Skandinavien einer der Hauptzielmärkte. Jesper Lindström (Bröndby), Hugo Larsson (Malmö) und Oscar Höjlund (FC Kopenhagen) kamen direkt aus ihrer Heimat nach Frankfurt, Jens Petter Hauge (kam aus Mailand/inzwischen wieder bei Bodö/Glimt) und Rasmus Kristensen (von Leeds United) gingen zunächst Umwege.
DAZN-Experte Sebastian Kneißl erklärte im exklusiven Interview mit Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, im Februar dieses Jahres: „Skandinavier sind brutal überzeugt von sich. Sie kommen mit viel Selbstvertrauen, da sie um ihre Stärken wissen. Diese Position vertreten sie klar und deutlich, so werden die Jungs auch erzogen. Skandinavier habe ich auch aus meiner Zeit als Spieler als starke Persönlichkeiten abgespeichert. Deshalb passen diese Spieler auch gut ins Konstrukt der Eintracht.“
Transfers aus Skandinavien werden immer teurer
Arrhov wurde von den Frankfurtern sehr früh entdeckt. Krösche will in Zukunft noch schneller sein bei der Sichtung von Top-Talenten. Spieler aus Schweden oder Dänemark werden immer begehrter und somit teurer. Nicht umsonst fließen bereits für einen Jungprofi, der als 16-Jähriger 507 Profiminuten für einen Mittelfeldklub in Schweden bestritten hat, solche Summen. Wer in diesen Ländern einkaufen geht, der muss Schnelligkeit, finanzielle Power und eine gute Geschichte verbinden können.
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Genau dieser Dreiklang passt momentan bei der Eintracht. U17-Nationalspieler Arrhov hat mit Landsmann Larsson ein Vorbild. „Er ist ein gutes Beispiel für die super Bedingungen hier in Frankfurt, um sich weiterentwickeln zu können“, sagte das Juwel. Arrhov gilt als Verbindungsspieler, der enorme technische Fähigkeiten hat und sich hinter den Spitzen wohlfühlt: „Ich erziele gerne Tore und gebe Vorlagen.“
Eintracht lässt Arrhov bewusst noch ein halbes Jahr in der Heimat
Der im Zentrum flexibel einsetzbare Mittelfeldakteur beschreibt sich zudem als „Teamplayer“, Sportdirektor Timmo Hardung erkennt einen „talentierten Spieler, der für sein Alter schon eine bemerkenswerte Intensität an den Tag legt“. Beraten wird Arrhov von dem früheren Bundesligaprofi Martin Dahlin. Sie haben einen genauen Plan entwickelt und lassen ihn deshalb zunächst weiter bei seinem Heimatklub reifen.
Hardung erklärte bei Eintracht TV: „Bei IF Brommapojkarna ist er in einer sehr wichtigen Rolle, bekommt signifikante Spielminuten und kann sich in gewohntem Umfeld weiterentwickeln. Aus diesem Grund soll er die aktuelle Saison in Schweden zu Ende spielen, um dann im nächsten Jahr zu uns stoßen zu können.“