Kommt im Januar 2026

Eintracht schnappt nächstes Talent: Die Hintergründe hinter dem Transfer

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Eintracht Frankfurt hat sich einen hochtalentierten Spieler aus Schweden geschnappt. Sportvorstand Markus Krösche geht seinen Weg unbeirrt weiter.

Frankfurt – Am Freitagnachmittag hat Eintracht Frankfurt einen Transfer mit viel Weitblick eingetütet. Love Arrhov, der am darauffolgenden Tag 17 Jahre alt wird, hat sich langfristig an die Hessen gebunden und wird ab Januar 2026 in seiner neuen sportlichen Heimat auftauchen.

Eintracht-Neuzugang kommt aus schwedischer Talentschmiede

Zwischen 4,5 und fünf Millionen Euro werden in Richtung IF Brommapojkarna fließen. Der Sportverein im Stockholmer Stadtteil Bromma gilt als echte Talentschmiede, ein europäischer „Geheimtipp“. Daniel Svensson von Borussia Dortmund wurde dort ausgebildet, der bei Tottenham Hotspur durchstartende Lucas Bergvall ging, wie auch Sensationsstürmer Viktor Gyökeres, dort seine ersten Schritte.

Love Arrhov kommt im Januar 2026 zur Eintracht

Die Kommunikation zwischen den Verantwortlichen der Eintracht und Brommapojkarna war sehr eng und vertrauensvoll bei diesem Transfer. Für Sportvorstand Markus Krösche ist Skandinavien einer der Hauptzielmärkte. Jesper Lindström (Bröndby), Hugo Larsson (Malmö) und Oscar Höjlund (FC Kopenhagen) kamen direkt aus ihrer Heimat nach Frankfurt, Jens Petter Hauge (kam aus Mailand/inzwischen wieder bei Bodö/Glimt) und Rasmus Kristensen (von Leeds United) gingen zunächst Umwege.

DAZN-Experte Sebastian Kneißl erklärte im exklusiven Interview mit Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, im Februar dieses Jahres: „Skandinavier sind brutal überzeugt von sich. Sie kommen mit viel Selbstvertrauen, da sie um ihre Stärken wissen. Diese Position vertreten sie klar und deutlich, so werden die Jungs auch erzogen. Skandinavier habe ich auch aus meiner Zeit als Spieler als starke Persönlichkeiten abgespeichert. Deshalb passen diese Spieler auch gut ins Konstrukt der Eintracht.“

Transfers aus Skandinavien werden immer teurer

Arrhov wurde von den Frankfurtern sehr früh entdeckt. Krösche will in Zukunft noch schneller sein bei der Sichtung von Top-Talenten. Spieler aus Schweden oder Dänemark werden immer begehrter und somit teurer. Nicht umsonst fließen bereits für einen Jungprofi, der als 16-Jähriger 507 Profiminuten für einen Mittelfeldklub in Schweden bestritten hat, solche Summen. Wer in diesen Ländern einkaufen geht, der muss Schnelligkeit, finanzielle Power und eine gute Geschichte verbinden können.

100 Jahre Waldstadion: Eine Zeitreise in Bildern durch die Frankfurter Arena – Von Ali bis CR7

Seit 2021 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park.
Seit 2020 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park. © Boris Roessler/dpa
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926.
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926. © dpa/Archiv
Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Nach den dunklen 30er- und 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts unter der NS-Herrschaft, brachte auch der Sport den Menschen wieder Freude. Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.  © dpa/Archiv
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion.
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion. © dpa/Archiv
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O.
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O. © Willi Gutberlet/dpa
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel.
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel. © Karl Schnörrer/dpa
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974.
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974. © Karl Schnörrer/dpa
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet.
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet. © Istvan Bajzat/dpa
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich.
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich. © dpa
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach.
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach. © Roland Witschel/dpa
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion.
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion. © Frank Kleefeldt/dpa
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy.
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy. © Oliver Stratmann/dpa
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen.
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen. © Oliver Berg/dpa
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen.
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen. © Arne Dedert/dpa
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001.
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001. © Frank May/dpa
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen.
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen. © Arne Dedert
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005.
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005. © Arne Dedert/dpa
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12.
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12. © Arne Dedert/dpa
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München.
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München. © Oliver Weiken/dpa
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena.
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena. © Boris Roessler/dpa
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion.
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion. © Bernd Weißbrod/dpa
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi.
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion gegen die Niederlande. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi. © Bernd Weissbrod/dpa
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen.
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen. © Frank Kleefeldt/dpa
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball.
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball. © Bernd Weissbrod/dpa
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt.
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt. © Torsten Silz/dpa
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte.
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte. © Torsten Silz/dpa
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast.
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast. © Andreas Arnold/dpa

Genau dieser Dreiklang passt momentan bei der Eintracht. U17-Nationalspieler Arrhov hat mit Landsmann Larsson ein Vorbild. „Er ist ein gutes Beispiel für die super Bedingungen hier in Frankfurt, um sich weiterentwickeln zu können“, sagte das Juwel. Arrhov gilt als Verbindungsspieler, der enorme technische Fähigkeiten hat und sich hinter den Spitzen wohlfühlt: „Ich erziele gerne Tore und gebe Vorlagen.“

Eintracht lässt Arrhov bewusst noch ein halbes Jahr in der Heimat

Der im Zentrum flexibel einsetzbare Mittelfeldakteur beschreibt sich zudem als „Teamplayer“, Sportdirektor Timmo Hardung erkennt einen „talentierten Spieler, der für sein Alter schon eine bemerkenswerte Intensität an den Tag legt“. Beraten wird Arrhov von dem früheren Bundesligaprofi Martin Dahlin. Sie haben einen genauen Plan entwickelt und lassen ihn deshalb zunächst weiter bei seinem Heimatklub reifen.

Hardung erklärte bei Eintracht TV: „Bei IF Brommapojkarna ist er in einer sehr wichtigen Rolle, bekommt signifikante Spielminuten und kann sich in gewohntem Umfeld weiterentwickeln. Aus diesem Grund soll er die aktuelle Saison in Schweden zu Ende spielen, um dann im nächsten Jahr zu uns stoßen zu können.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/MICHAEL ERICHSEN

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