Spielte 2025 nur elf Minuten

Eintracht-Sorgenkind: Fleißige Vorbereitung für die letzte Chance?

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Junior Dina Ebimbe hat eine Horrorsaison bei Eintracht Frankfurt hinter sich. Hat der Franzose realisiert, worauf es zukünftig für ihn ankommt?

Frankfurt – Die Causa Junior Dina Ebimbe ist für das Umfeld von Eintracht Frankfurt nur schwer zu greifen. Der 2022 von Paris Saint-Germain gekommene Allrounder war in seinen ersten beiden Jahren im fitten Zustand stets gesetzt.

Schon im vergangenen Sommer hätte Eintracht Dina Ebimbe verkauft

Vor zwölf Monaten änderte sich an diesem Status etwas. Während der Vorbereitung kristallisierte sich schnell heraus, dass Trainer Dino Toppmöller auf andere Kräfte setzen wird. Dina Ebimbe war plötzlich außen vor, Sportvorstand Markus Krösche hätte einem Abgang nach Neapel oder in die Türkei bei passendem Preis zugestimmt.

Die größten Sensationen im DFB-Pokal

VfB Eppingen 2:1 Hamburger SV (1974/75): Ein Dorf schreibt Fußballgeschichte
VfB Eppingen 2:1 Hamburger SV (1974/75): Ein Dorf schreibt Fußballgeschichte: Der Amateurklub VfB Eppingen schockte den Bundesliga-Tabellenführer HSV. Gerd Störzer traf spektakulär, der zweite Treffer von Ernst Gaus sorgte für den endgültigen Wahnsinn. In Runde zwei war gegen Werder Bremen Schluss – aber die Sensation war längst perfekt. © IMAGO / WEREK
Der Oberligist SC Geislingen sorgte für Aufsehen, indem er den Hamburger SV mit 2:0 bezwang. Die Zuschauer nutzen jede Möglichkeit, um dabei zu sein.
SC Geislingen 2:0 Hamburger SV (1984/85): Der Oberligist SC Geislingen sorgte für Aufsehen, indem er den Hamburger SV mit 2:0 bezwang. Torwart Wolfgang Haug zeigte dabei eine herausragende Leistung. Geislingen erreichte nach diesem Erfolg das Achtelfinale. Die Zuschauer nutzen jede Möglichkeit, um dabei zu sein. © imago sportfotodienst
Einen Teekräuter-Sponsor, einen Dorfverein und einen Treffer von Roland Stein – mehr brauchte es nicht, um Bayern München aus dem Pokal zu werfen.
TSV Vestenbergsgreuth 1:0 FC Bayern München (1994/95): Einen Teekräuter-Sponsor, einen Dorfverein und einen Treffer von Roland Stein – mehr brauchte es nicht, um Bayern München aus dem Pokal zu werfen. Vestenbergsgreuth zog bis in die 3. Runde ein, wo man im Elfmeterschießen gegen Wolfsburg verlor. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Was für eine Abreibung: Der Regionalligist spielte Hoffenheim schwindelig – Kruschke, Cakmak, Drazan und Fuß trafen. Das 4:0 war eine Demütigung. In Runde zwei ging’s gegen 1860 München raus – aber das erste Spiel war Pokal-Gold.
Berliner AK 07 4:0 TSG 1899 Hoffenheim (2012/13): Was für eine Abreibung: Der Regionalligist spielte Hoffenheim schwindelig – Kruschke, Cakmak, Drazan und Fuß trafen. Das 4:0 war eine Demütigung. In Runde zwei ging’s gegen 1860 München raus – aber das erste Spiel war Pokal-Gold. © imago sportfotodienst
Dynamo empfängt in Runde eins den Bundesligisten Schalke 04 – ein Drittligist gegen einen Champions-League-Teilnehmer.
Dynamo Dresden 2:1 Schalke 04 (2014/15): Dynamo empfängt in Runde eins den Bundesligisten Schalke 04 – ein Drittligist gegen einen Champions-League-Teilnehmer. Nach einem Elfmeter von Justin Eilers geht Dresden in Führung, Matip gleicht für Schalke spät aus. Doch nur eine Minute später trifft Nils Teixeira zum 2:1-Endstand. Ein leidenschaftlicher Auftritt und ein verdienter Sieg. Die Reise endete erst im Achtelfinale – gegen Borussia Dortmund (0:2). © imago sportfotodienst
Ein starker Drittligist, ein schwächelnder Bundesligist – das Rezept für Pokalgeschichte. Magdeburg schlägt Augsburg.
1. FC Magdeburg 1:0 FC Augsburg (2014/15): Ein starker Drittligist, ein schwächelnder Bundesligist – das Rezept für Pokalgeschichte. Christian Beck erzielte in der zweiten Hälfte das Tor des Tages, Magdeburg verteidigte leidenschaftlich und brachte den Favoriten zu Fall. In Runde zwei war gegen Leverkusen Schluss – trotzdem: ein Statement-Sieg. © IMAGO/Zoonar.com/Axel Kammerer
Drei Elfmeter, drei Treffer – Reutlingen nutzte jede Chance gegen den KSC.
SSV Reutlingen 3:1 Karlsruher SC (2015/16): Drei Elfmeter, drei Treffer – Reutlingen nutzte jede Chance. Giuseppe Ricciardi glänzte als Spielmacher. Gegen Eintracht Braunschweig in Runde zwei war dann Feierabend, aber dieser Auftritt wird auf der Reutlinger Kreuzeiche nie vergessen werden. © imago sportfotodienst
Viertligist Ulm trifft auf Titelverteidiger Frankfurt – und bleibt cool.
SSV Ulm 1846 2:1 Eintracht Frankfurt (2018/19): Viertligist Ulm trifft auf Titelverteidiger Frankfurt – und bleibt cool. Kienle bringt die Ulmer in Führung, Lux legt nach. Frankfurt verkürzt spät durch Paciência, doch Ulm verteidigt clever und bringt den 2:1-Sieg über die Zeit. In Runde zwei war dann Schluss – 0:1 gegen den 1. FC Heidenheim. © Imago / Jan Huebner
Viertligist gegen Bundesliga – und dann auch noch Elfmeterschießen. Saarbrücken hielt das 1:1 mit Leidenschaft und Keeper Batz rettete mehrfach.
1. FC Saarbrücken 1:1 (7:6 i.E.) Fortuna Düsseldorf (2019/20): Viertligist gegen Bundesliga – und dann auch noch Elfmeterschießen. Saarbrücken hielt das 1:1 mit Leidenschaft und Keeper Batz rettete mehrfach. Im Shootout behielten die Saarländer die Nerven und schrieben Geschichte: erster Viertligist überhaupt im Halbfinale. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Eine der größten Pokalgeschichten der letzten Jahre: Kiel schlägt die Bayern.
Holstein Kiel 2:2 (6:5 i.E.) FC Bayern München (2020/21): Eine der größten Pokalgeschichten der letzten Jahre: Kiel geriet zweimal in Rückstand, doch Wahl und Mees glichen jeweils aus. Im Elfmeterschießen zeigte der Zweitligist dann keine Nerven. 6:5 – Bayern war raus. Kiel zog bis ins Halbfinale ein, dort war gegen Dortmund Schluss. © Holsteinoffice.de/Jörg Lühn via www.imago-images.de
Der große Favorit aus Leverkusen führte in der Verlängerung – doch dann drehte RWE richtig auf.
Rot-Weiss Essen 2:1 Bayer 04 Leverkusen (2020/21): Der große Favorit führte in der Verlängerung – doch dann drehte RWE richtig auf: Oguzhan Kefkir glich aus, Simon Engelmann entschied das Spiel. Die Hafenstraße bebte. Essen zog ins Viertelfinale ein, dort endete das Abenteuer gegen Holstein Kiel. © Maik Hölter/TEAM2sportphoto via www.imago-images.de
Waldhof empfing Frankfurt mit voller Hütte und jeder Menge Wucht.
SV Waldhof Mannheim 2:0 Eintracht Frankfurt (2021/22): Waldhof empfing Frankfurt mit voller Hütte und jeder Menge Wucht. Marcel Costly brach kurz nach der Pause den Bann, Joseph Boyamba legte nach – binnen vier Minuten stand es 2:0. Die Eintracht taumelte, fand keine Antwort mehr. Für Mannheim war es ein magischer Abend – das Aus kam in Runde zwei gegen Union Berlin. © Frey-Pressebild/Deines via www.imago-images.de
Ein Pokalabend mit Oberliga-Charme und Bundesliga-Schock.
Stuttgarter Kickers 2:0 SpVgg Greuther Fürth (2022/23): Ein Pokalabend mit Oberliga-Charme und Bundesliga-Schock: Die Kickers gingen früh durch Denis Zagaria in Führung und verteidigten mit Herz und Verstand. In der Schlussphase nutzte David Braig einen Konter zum 2:0 – und das Stadion explodierte. Runde zwei war dann gegen Eintracht Frankfurt Endstation, aber dieser Abend lebt weiter. © IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink
Halbfinale, Underdog, Drama: Leverkusen führte früh, doch Bielefeld schlug eiskalt zurück.
Arminia Bielefeld 2:1 Bayer 04 Leverkusen (2024/25): Halbfinale, Underdog, Drama: Leverkusen führte früh, doch Bielefeld schlug eiskalt zurück. Marius Wörl glich aus, Maximilian Großer traf kurz vor der Pause zum 2:1 – und das reichte. Im zweiten Durchgang stemmte sich die Arminia gegen den Druck und schaffte Historisches: Erstmals in der Vereinsgeschichte erreichte Bielefeld das DFB-Pokalfinale. © IMAGO/Noah Wedel

Nach dem Ende der Sommer-Transferperiode war der Mittelfeldspieler noch da und zeigte sich sehr reflektiert. Toppmöller öffnete Dina Ebimbe die Tür und der Start war verheißungsvoll. Er traf in der Europa League gegen Pilsen (3:3) und in Istanbul (3:1), zudem ebnete sein furchtloser Einsatz im Duell gegen den FC Bayern München den Weg zum späten Ausgleichstor von Omar Marmoush (3:3).

Es folgte der verhängnisvolle 10. November. Dina Ebimbe wurde nach einer mäßigen Halbzeit im Duell beim VfB Stuttgart (3:2) ausgewechselt. Es sollten in den kommenden sieben Monaten nur noch zwei Kadernominierungen und elf Spielminuten auf dessen Konto landen.

Konkurrenzkampf bei der Eintracht auf hohem Niveau

Bei Dina Ebimbe kamen viele Dinge zusammen. Er hatte zunächst auch mit einer Grippe und Verletzung, die auch den Wechsel zur AS Monaco platzen ließ, zu kämpfen. Die interne Konkurrenz setzte sich in dieser Zeit mit starker Performance ab. Ob Ansgar Knauff, Jean-Matteo Bahoya, Rasmus Kristensen, Nathaniel Brown, Hugo Larsson oder Oscar Höjlund: Alle Positionen, die Dina Ebimbe hätte beackern können, waren besetzt.

Der Frust wurde dadurch wöchentlich größer, Toppmöller hatte ihn aus dem Europa-League-Kader gestrichen und Schritt für Schritt aussortiert. Ob es den einen Vorfall oder großen Knall gab? Schweigen bei diesem sensiblen Thema! Am Ende ist Dina Ebimbe über sich selbst gestolpert, die Verantwortlichen hatten viel Geduld gezeigt.

Seine Zukunft wird trotz eines bis 2027 laufenden Vertrags wohl nicht mehr bei Champions-League-Klub Frankfurt liegen. Die Eintracht aber lässt ihn bei der Suche nach einem neuen Verein nicht hängen.

Junior Dina Ebimbe konnte bei der Eintracht kein Comeback mehr feiern

Nutzt das Sorgenkind der Hessen die letzte Chance, seine Karriere zu retten? Dina Ebimbe wird im November 25 Jahre alt, die Zeit für den nächsten Schritt immer knapper. Ein Blick auf das Instagram-Profil des Spielers macht Hoffnung. Er hält sich derzeit in Dubai auf und bringt sich bei SPS Performance in Form. Coach Nic treibt ihn gemeinsam mit vielen weiteren Sportlern zur Höchstleistung.

Eintracht-Sorgenkind macht sich in der Vorbereitung fit

„Ich mache Athleten noch explosiver!“ Dieser Satz steht im Profil des Trainers. Dina Ebimbe, der am 30. Mai den persönlichen „Restart“-Knopf gedrückt hat, nimmt die Challenge an. Trotz persönlich schwieriger Saison weckt er weiterhin Interesse auf dem Markt, Nizza und der FC Sevilla sollen bei ihm angeklopft haben.

Der Blick zurück auf die drei Jahre Dina Ebimbe? Er wird gemischt ausfallen. Er begeisterte zu Beginn mit seiner Dynamik und Power auf der rechten Seite. Sein Last-Minute-Treffer gegen den SC Freiburg brachte die Eintracht erst in die Conference League. In seinem zweiten Jahr standen trotz etlicher Positionsverschiebungen 15 Scorerpunkte auf dem Konto. Erst danach folgte der Absturz.

Krösche sah in ihm lange Zeit den richtigen Mann für das Zentrum. Am Ende gab der Sportvorstand zu: „Es tut mir für Junior leid. Er hat viele gute Spiele gemacht. Junior hat enormes Potenzial, eine extrem starke Physis und eine außergewöhnliche Dynamik. Leider hat es nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Dina Ebimbe fand bei der Eintracht nie zu einer Konstanz

Dina Ebimbe befand sich gefühlt auf der ewigen Suche nach der richtigen Rolle, er bekleidete in 85 Pflichtspielen insgesamt sieben verschiedene Positionen. Das größte Problem des früheren U-Nationalspielers? Die fehlende Konstanz und der schnelle Frust an den Tagen, an denen wenig zusammenlief.

Zwischen Weltklasse wie gegen den FC Bayern München und Kreisklasse bei Drittligist Saarbrücken lagen manchmal nur 72 Stunden. Am Ende reichte es so nicht für mehr. In diesem Fall hat sich nicht der Spieler schneller als die Eintracht, sondern die Eintracht schneller als der Spieler entwickelt.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jürgen Kessler

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