Starspieler Götze

Eintracht: WM-Held Götze wechselt die Seiten: Tiktok statt EM

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Mario Götze
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Eintracht-Star wird neben Neymar und Ibrahimovic ein Gesicht des Kings World Cups.

Deutschlands einstiger WM-Held Mario Götze wird eines der Gesichter der Kleinfeld-Fußballliga Kings League und soll beim deutschen Team namens Youniors FC als Co-Präsident fungieren. Dies teilte der Verein mit, der neben Ex-Weltmeister Götze auch von Tiktok-Star Younes vertreten wird. Der absolute Superstar der Influencer-Szene Younes (60 Millionen Follower) und Eintracht-Profi Götze werden demnach beim zweiwöchigen Kings World Cup (eine Million Dollar Preisgeld) ab 26. Mai in Mexiko am Start sein. Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein in höchstem Maße boomendes Projekt.

Gerard Piqué hat es initiiert, Neymar und Zlatan Ibrahimovic sind dabei, es kicken Ex-Profis mit Youtubern und Influencern, allen möglichen jungen Leuten aus den Kanälen der Sozialen Welt. Ibrahimovic, der seine aktive Karriere beendet hat, wird den Pokal übergeben und tönt in bewährter Manier: „Es gibt niemanden, der meinen Namen nicht kennt. Ich vermisse Fußball nicht, Fußball vermisst mich. Ich bin der König der Könige. Willkommen zu meiner WM.“ Ist klar.

Mario Götze äußerst sich ungleich bedächtiger. „Ich hoffe, dass wir ins Finale kommen“, sagt der 31-Jährige über das Turnier mit 32 Teams, darunter zehn aus Spanien. Spielen soll Götze nicht. Er wird alsbald mit Partner Younes zu einem öffentlichen Casting einladen, um Spieler für Deutschland zu finden.

Zeitgleich bereitet sich übrigens die deutsche Nationalmannschaft auf die EM vor, doch da winkt Götze ab, letztmalig war der Siegtorschütze von Rio 2014 bei der missratenen WM in Katar dabei. Unter Julian Nagelsmann spielt er keine Rolle mehr.

Der Routinier selbst hegt auch keine Ambitionen mehr, den Bundesadler zu tragen. „Das ist für mich kein Thema“, sagte er. „Der Fokus für mich ist: Familie, Frankfurt, Bundesliga.“ In dieser Saison konnte Götze lange nicht an seine Form der letzten Spielzeit anknüpfen. Erst zuletzt kam er ins Rollen, bereitete gegen Hoffenheim einen Treffer vor und erzielte einen selbst, auch beim 1:3 in Dortmund traf er zuletzt.

Die Nationalelf hat er aber schon lange abgehakt, weil er seinen Status quo realistisch einschätzen kann. „Ich bin in einem gewissen Alter und müsste oder möchte daher eine gewisse Rolle einnehmen“, sagte er: „Ich glaube nicht, dass das so wäre. Und ich weiß nicht, ob das dann sinnvoll wäre und funktionieren würde.“ Dann schon lieber Kings Cup mit Kumpel Younes Zarou. dur/dpa

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