VonIngo Durstewitzschließen
Thomas Kilchensteinschließen
Die Eintracht im Klassenbuch nach dem 2:2 gegen Leipzig und dem Einzug in die Europa League.
Tadellos
Sebastian Rode, Makoto Hasebe: Zwei Bilderbuchkarrieren gehen zu Ende, zwei große Spieler und Menschen verabschieden sich von der Fußballbühne. Tadellose Sportmänner, tadellose Charaktere. Durften zum Schluss noch ein paar Minuten mitmachen, frenetisch gefeiert, sorgten für Gänsehautmomente im Stadion. Und danach für reichlich Tränen im Publikum – und bei ihnen selbst. Tschüss Seppl, sayonara Hase.
Gut dabei
Omar Marmoush: Versuchte viel, sehr agil, schnappte sich mal den Ball und dribbelte los, blieb aber auch oft genug hängen oder verhaspelte sich. Macht nichts, wer nichts probiert, kann nichts gewinnen. Mit einem guten Schuss aus der Ferne, hielt aber Keeper Blaswich. Dann aber eiskalt vom Punkt, 2:2.
Hugo Ekitiké: Mit ganz pfiffigen Ideen, bereitete früh eine gute Chance von Chaibi vor. Ist ein Instinktkicker, das sieht man. Verzettelt sich aber oft. In der Luft aber auch nicht schlecht, wieder ein Treffer per Kopf, dieses Mal zum 1:2. Vier Tore in den letzten fünf Spielen. Muss aber noch ein bisschen lernen, zum Beispiel besser hinten keinen Zweikampf sorglos zu verlieren – Sekunden später gab’s Elfmeter.
Mario Götze: Stark als Bälledieb, hält immer mal den Fuß rein und fängt die Kugel ab. Cleverer Spieler, versteht das Spiel, mit schönen Feinheiten. Wichtig als verbindendes Element. Beim Elfer freilich unglücklich, da rutschte er in Xavi hinein. Passiert. Wieder oft im Zwiegespräch mit dem Schiri.
Ganz okay
Willian Pacho: Auch er sicher, zweikampfstark. Kommt wieder besser in Fahrt, leider zu spät. Die Saison ist vorüber. Ob er noch mal wiederkommt oder tatsächlich auf die Insel wechselt? Man wird sehen.
Ansgar Knauff: Nicht immer klappte alles, seine Technik ist ausbaufähig, aber mit Herz und Courage. Belohnte sich mit der Vorlage zum 1:2.
So lala
Robin Koch: Räumte im ersten Abschnitt konsequent auf, ließ nichts anbrennen. Beim 0:2 aber ließ er Torschützen Sesko viel zu viel Raum, der bedankte sieht mit dem Treffer. Sieht Bundestrainer Nagelsmann nicht so gerne. Danach nicht mehr so souverän. Aber in der Schlussphase mit einer klasse Rettungstat.
Kevin Trapp: Faustete den Ball einmal im Getümmel weg, beim Elfer von Xavi in der falschen Ecke. Sonst im ersten Durchgang beschäftigungslos. Doch direkt nach dem Wiederanpfiff bezwungen durch Seskos fulminanten Schuss aus 20 Meter – schwer zu halten, aber auch unmöglich?
Ellyes Skhiri: Bisschen präsenter als sonst, versuchte es sogar mal aus der Distanz mit dem schwächeren Fuß, aber baute dann immer mehr ab, im Einheitstempo.
Schwächelnd
Fares Chaibi: Hätte schon früh das 1:0 machen müssen, rutschte aber nicht in die Vorlagen von Ekitiké hinein, sondern ließ die Kugel passieren. Entschlossenheit sieht anders aus. Auch sonst mit viel Luft nach oben.
Aurelio Buta: Immer nur zurück und quer, oder mit Flanken, auf denen Schnee liegt. Reicht nicht.
Tuta: Dürftige Darbietung, beim 0:2 genauso unentschlossen wie Nebenmann Koch. Wackelte danach immer weiter, um ein Haar mit einem kuriosen Eigentor, da rettete ihn nur der Pfosten, ließ sich auch danach noch mal vernaschen. Ganz dünn.
Zu spät gekommen
Eric Dina Embimbe, Hugo Larsson, Niels Nkounkou. dur/kil
Rubriklistenbild: © dpa


