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Das DFB-Team empfing im ersten Länderspiel des Jahres Peru. In Mainz wollte die Flick-Elf nach WM-Debakel Wiedergutmachung betreiben. Die Einzelkritik.
Mainz – Mit vielen neuen Gesichtern wollte das DFB-Team nach dem WM-Debakel von Katar gegen Peru ein wenig Wiedergutmachung betreiben. Hansi Flick brachte in Mainz Marius Wolf in der Startelf und dem Ex-Löwen gelang auch umgehend eine Vorlage.
Ansonsten tat sich vor allem Werder-Stürmer Niclas Füllkrug mit zwei Treffern hervor. Vom FC Bayern, bei dem unter der Woche ein Trainer-Beben stattfand, stand lediglich Joshua Kimmich in der ersten Elf. Auf der Sechs überzeugte der DFB-Kapitän allerdings.
Am Ende siegte Deutschland nach einer starken ersten, aber einer schwächeren zweiten Hälfte mit 2:0 (2:0). Die tz-Einzelkritik.
Marc-Andre ter Stegen
Strahlte eine enorme Ruhe am Ball aus – und suchte im Aufbau stets die spielerische Lösung. Lange Bälle gab es wirklich nur im äußersten Notfall. Auf der Linie nicht wirklich gefordert. Note: 3
Marius Wolf
Dem Ex-Löwen war die Nervosität als Länderspiel-Debütant anzumerken. Am Anfang mit ein paar Unsicherheiten, aber stets mit 100 Prozent Einsatz – wie von ihm gewünscht. Draus resultierten allerdings auch viele Foulspiele. Mit klugen Zuspielen nach vorne belebte er das Offensivspiel auf dem Flügel. Seine präzise Vorlage zur deutschen 2:0-Führung war löwenstark. Note: 2
Matthias Ginter
Unauffälliger, aber solider Auftritt im Abwehrzentrum. Ginter erledigte seine Aufgaben gewohnt solide. Note: 3
Nico Schlotterbeck
Mit einem präzisen langen Ball leitete er die 1:0-Führung ein. Störte die Peruaner entscheidend in Situationen, die gefährlich hätten werden können. Mal per Grätsche, Kopfball oder resoluter Zweikampfführung. Note: 2
David Raum
Der Leipziger konnte auf der linken Seite nicht so viele Akzente setzen wie sein Kollege auf der rechten Defensiv-Bahn. Zählte zu den unauffälligsten DFB-Akteuren. Note: 4
Emre Can
Ließ sich häufig zwischen die beiden Innenverteidiger fallen und übernahm den Spielaufbau. Nahm ab und an unnötig etwas Tempo aus dem Spiel, erledigte seine Defensiv-Arbeit dafür vorbildlich. Note: 3 (ab 46. Leon Goretzka: Fügte sich eher holprig ins deutsche Spiel ein, leistete sich immerhin keine groben Schnitzer. Note: 4)
Joshua Kimmich
Auf der Doppelsechs übernahm der Kapitän den defensiveren Part – und musste den Spielaufbau meistens Nebenmann Can überlassen. Daher konnte er seine gefährlichen Chip-Bälle seltener spielen – wenn es aber tat, wurde es im peruanischen Strafraum gefährlich. Nach dem Seitenwechsel in seiner gewohnten Rolle als Mittelfeldchef mit vielen klugen Pässen. Note: 3
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Kai Havertz
Schöne Vorlage vorm ersten Tor, als er den Ball gefühlvoll mit der Brust aus der Luft „pflückte“. In der Rolle im Offensivzentrum fühlt er sich deutlich wohler als ganz vorne. Schnappte sich beim Strafstoß zum 3:0 sofort den Ball – und traf nur den Pfosten. Note: 2 (ab 75. Kevin Schade: o.B.)
Florian Wirtz
Das deutsche Spiel konnte er nicht an sich reißen, wie er es regelmäßig in Leverkusen tut. Abgesehen von einem guten Torschuss in der 20. Minute war nicht viel in der Offensive zu sehen. Note: 3 (ab 46. Mario Götze: In der Rückwärtsbewegung etwas zu sorglos. Nach vorne mit einigen guten Dribblings. Note 3)
Niclas Füllkrug
„Lücke“ macht da weiter, wo er bei der Weltmeisterschaft in der Vorrunde unfreiwillig aufhören musste: Er stopft das deutsche Stürmer-Loch. Zwei Treffer gegen Peru, noch Fragen? Note: 1 (ab 75. Mergim Berisha: o.B.)
Timo Werner
Typischer Auftritt von Werner: Engagiert und im Sprint schwer zu stoppen, aber bei der einen oder anderen Ballannahme oder Zuspiel etwas hölzern. Note: 4 (ab 46. Serge Gnabry: Deutlich engagierter als jüngst beim FC Bayern. Musste nach einer kleinen Platzwunde sein blutiges Trikot wechseln. Note: 3)
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