Neuer äußert sich zu Forderungen nach Rückkehr in die Nationalelf
VonPeter Grad
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In Fußball-Deutschland mehren sich aktuell die Forderungen nach einem Comeback von Manuel Neuer in der Nationalmannschaft. Nun äußerte sich der 39-Jährige dazu.
München – Die deutsche Nationalmannschaft ist sehr holprig in die Qualifikation für die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexico gestartet. Dem desaströsen 0:2 in der Slowakei folgte ein lange Zeit nicht souveräner 3:1-Heim-Erfolg über Nordirland. Keinen Anlass zur Kritik gab dabei Hoffenheims Keeper Oliver Baumann. Trotzdem wird auch seine Position diskutiert, Weltklasse wie der derzeit verletzte Marc-André ter Stegen oder gar der zurückgetretene fünfmalige Welttorhüter Manuel Neuer stellt er nämlich nicht dar.
Der Keeper des FC Bayern beschäftigt sich aktuell nach eigenen Angaben jedoch (noch) nicht mit einer Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Bei einem Empfang in der Bayerischen Staatskanzlei in München: „Erstmal wurde ich ja nicht gefragt. Es war eine bewusste Entscheidung von mir, dass ich bei der Nationalmannschaft jetzt nicht mehr dabei bin und auch zurückgetreten bin. Dementsprechend steht das gar nicht im Raum für mich.“
Sein Berater bringt ihn ins Gespräch, Neuer ganz entspannt
Allerdings wurden Spekulationen über ein Comeback zuvor von seinem eigenen Berater Thomas Kroth im Interview mit der Frankfurter Rundschau befeuert. „Er ist topfit, bringt absolut seine Leistung. Wenn Julian Nagelsmann auf der Position ein Problem sieht, Manuel gesund ist und gefragt würde – dann wird Manu sicher nicht Nein sagen.“
Auch der 39-jährige FCB-Kapitän schließt die Türe zum Weltturnier nicht zu hundert Prozent, meint aber: „Ich hatte eine sehr erfolgreiche und schöne Zeit, und ich denke aktuell überhaupt nicht darüber nach, ob und wie das sein könnte, dass Manuel Neuer nochmal zurückkehrt zur Nationalmannschaft.“ Er sei seit 2009 dabei gewesen, „mit der EM war das ein schöner Abschluss. Ich denke, dass ich viel bekommen habe vom deutschen Fußball und vielleicht auch dem deutschen Fußball ein bisschen was gegeben habe.“
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Als Neuer dies sagte, hatte sich FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß bei einem Termin in München schon den Befürwortern nach seiner Rückkehr in die Länderauswahl angeschlossen: „Bei einer Weltmeisterschaft müssen die Besten spielen. Und Manuel ist der Beste. Deswegen muss er da spielen, wenn er gesund ist“, so die Forderung des 73-Jährigen.
Auch der aktuelle Präsident des Rekordmeisters Herbert Hainer betonte, Neuer sei „der beste Torwart in Deutschland. Er tut jeder Mannschaft gut.“ Bundestrainer Julian Nagelsmann scheint sich für die WM bereits auf Marc-André ter Stegen festgelegt zu haben. Allerdings hat der beim FC Barcelona seinen Stammplatz verloren und könnte nach einer Rücken-Operation noch monatelang ausfallen.