Franzose zaubert nicht nur

„Heißeste Aktie der Bundesliga“: Viel fehlt VfB-Magier Millot nicht mehr

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Enzo Millot hat im Champions-League-Spiel des VfB Stuttgart gegen Juventus Turin erneut aufgetrumpft. Für manchen Experten gehört er in der Bundesliga schon zu den Großen.

Turin/Stuttgart - Dass Enzo Millot eine gewisse Magie auf dem Spielfeld versprühen kann, das sagte Kapitän Atakan Karazor schon vor Wochen. Beim 1:0-Triumph des VfB Stuttgart über Juventus Turin am Dienstag zeigte der Franzose wieder einmal seine Zauberkünste.

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VfB-Youngster Enzo Millot ist nicht nur Magier, sondern auch Arbeiter

Unter anderem zu sehen in der 62. Minute, als er von rechts nach innen dribbelte, dabei die Defensive der Alten Dame alt aussehen ließ und abzog. Nur Torwart Mattia Perin war auf seinem Posten und kratzte das Leder noch aus dem unteren rechten Eck. Es war eine Szene, die auch DAZN-Experte Sami Khedira ins Schwärmen geraten ließ. Der sagte daraufhin im Live-Kommentar, Millot sei die „heißeste Aktie“ in der Bundesliga und erinnerte damit an Didi Hamann, der vor kurzem noch meinte, der Franzose sei momentan der beste Spieler in Deutschland.

Lobeshymnen, die ihre Berechtigung haben. Auch bei der Partie gegen Juve war zu sehen, dass Millot eben nicht nur ein überragender Offensivspieler ist, sondern darüber hinaus defensive Qualitäten hat: Er ist ein Arbeiter, der zwischen den Sechzehnern als Abräumer fungieren kann.

VfB-Jungstar Enzo Millot zaubert nicht nur auf dem Platz.

Enzo Millot hat in seinem VfB-Vertrag eine Ausstiegsklausel verankert

Gerade diese Mischung macht ihn so wertvoll für die Mannschaft – und auf dem Transfermarkt. Doch bei letzterem gibt es aus Sicht des VfB einen Wermutstropfen, denn Millot hat nach übereinstimmenden Medienberichten eine Ausstiegsklausel im Vertrag verankert. Einem jüngsten Sky-Bericht zufolge liegt die Ausstiegsklausel, die Millot im Sommer ziehen könnte, zwischen 18 und 20 Millionen Euro.

Beim Blick auf seine Leistungen fehlte zuletzt jedenfalls nicht mehr viel zur Weltklasse, lediglich kleinere Schwächen zeigte er vom Elfmeterpunkt. Gegen den VfL Wolfsburg (2:2) verwandelte er den Strafstoß erst im Nachschuss und in Turin visierte er ebenfalls die linke Ecke an und verschoss.

Kein Grund zur Beunruhigung, wie Fabian Wohlgemuth findet: „Er wird wieder treffen, auch vom Elfmeterpunkt.“ In der Bundesliga hat Millot in sieben Partien bereits drei Tore erzielt und hat zwei Assists auf der Habenseite. Gegen Sparta Prag (1:1) gelang dem 22-Jährigen sein bislang einziger Treffer in der Königsklasse. Doch in Turin bereitete er, mit einem perfekt temperierten Steckpass, das entscheidende Tor durch El Bilal vor und ließ dabei einmal mehr seine magischen Künste aufblitzen.

Rubriklistenbild: © Jonathan Moscrop/IMAGO

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