Unisex-Toiletten, alkoholfreie Getränke, vegane Speisen: UEFA plant Zusatz-Angebote bei der EM 2024
VonMarius Epp
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Die EM 2024 in Deutschland soll neue Maßstäbe im Bereich der Nachhaltigkeit setzen. Ein Einblick in die ambitionierten Pläne der UEFA.
Frankfurt – Die EM 2024 soll in Deutschland wieder für Begeisterung sorgen. Bleibt das sportliche Sommermärchen jedoch aus, wollen Turnierdirektor Philipp Lahm und sein Team den Fans zumindest in puncto Organisation ein echtes Highlight bieten.
In einem Strategiepapier setzt sich die UEFA vor allem beim Thema Umweltschutz ehrgeizige Ziele: Das Turnier soll ein „Vorbild für Veranstaltungen dieser Art“ und „Impulsgeber für eine nachhaltige Entwicklung der deutschen und europäischen Gesellschaft“ werden. Weitere Kernpunkte: Vielfalt und Inklusion.
Wie das Ganze in der Praxis aussehen wird? Als Zusatz-Angebote soll es unter anderem Unisex-Toiletten, veganes Essen und alkoholfreie Getränke bei der EM 2024 geben. Ticketinhaber sollen am Spieltag den Nahverkehr kostenlos benutzen können, Kombitickets für längere Strecken sind geplant.
Den Spielplan der EM 2024 in Deutschland können Sie sich auch als PDF in unserer Bibliothek downloaden und ausdrucken: EM 2024-Spielplan als PDF downloaden
EM 2024: „Voraussetzungen in Deutschland sind sehr gut“
In den zehn EM-Stadien (mit kuriosen Namen) wird der Strom weitestgehend aus erneuerbaren Energiequellen stammen, die Flutlichtnutzung soll minimiert werden. Die EM in Deutschland könnte „die bisher umweltfreundlichste der Geschichte werden“, sagte Experte Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe dem Sport-Informationsdienst (SID).
Das machen die DFB-Stars vom Sommermärchen 2006 heute
„Wir haben eine sehr gute Verkehrs- und Sportstätteninfrastruktur, wir brauchen keine Inlandsflüge. Wir haben ein Mehrweg-Gebot für verzehrfertige Getränke und Speisen, wir haben regenerative Energien. Die Voraussetzungen in Deutschland sind sehr gut“, ist Fischer überzeugt.
Fußball-EM in Deutschland: Ja zu Umweltschutz, Nein zu Diskriminierung
Die Strategie umfasst drei Säulen mit elf Handlungsfeldern, die ihrerseits in 28 Themen, 48 Ziele und 83 Leistungskennzahlen unterteilt sind. Dabei geht es unter anderem um die Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt, die Vorbeugung und Bekämpfung aller Formen von Diskriminierung sowie die Förderung von Solidarität in der deutschen und europäischen Gesellschaft. Bei der Umsetzung sollen die Austragungsstädte und lokale Behörden helfen.