VonAdrian Rehlingschließen
Ein großer Held des FC Bayern wird durch eine eigene Dokumentation gewürdigt. Zur Erstaufführung gibt es einen speziellen Ratschlag vom Ehrenpräsidenten.
München – Bei der Premiere der Sport-Dokumentation „Thomas Müller – Einer wie keiner“ auf Amazon Prime (ab 4. März), versammelte sich die Fußball-Elite. Weltmeister-Trainer Joachim Löw, die Verantwortlichen des FC Bayern, darunter Ehrenpräsident Uli Hoeneß, sowie der aktuelle Trainer Vincent Kompany und Müllers Teamkollegen waren anwesend. Dabei wurden auch wertvolle Ratschläge ausgetauscht.
Thomas Müller selbst äußerte sich auf seine typische, humorvolle Art zu seiner Zukunft. Mit dem Satz „das seht ihr dann in Teil zwei“ brachte der 35-Jährige das Publikum zum Lachen und fügte hinzu: „Da lasse ich mir alles offen, ganz entspannt. “Der Vertrag des Offensivspielers beim FC Bayern endet mit der laufenden Saison. Eine Verlängerung um ein Jahr wäre seitens des Vereins wohl kein Problem, doch auch ein Karriereende scheint für Müller eine ernsthafte Überlegung zu sein.
Uli Hoeneß sieht Thomas Müller auch nach dem Karriereende beim FC Bayern
Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern, äußerte seine Gedanken zu Müllers Zukunft. Er erwartet in den kommenden Wochen Gespräche über die beste Entscheidung für den Verein und den Spieler. „Ein Thomas Müller, der ständig auf der Bank sitzt, das kann auch nicht eine Lösung sein“, betonte Hoeneß.
Er würde es „sehr begrüßen“, wenn Müller dem Verein auch nach seiner aktiven Karriere erhalten bliebe. „Thomas weiß genau, dass wir ihn gerne in irgendeiner Form behalten würden.“ Hoeneß ist überzeugt, dass Müller „fast jeden Job beim FC Bayern mit einer gewissen Anlaufzeit zu machen“ imstande wäre. Dennoch rät er ihm, „wenn er aufhört, erstmal Pause zu machen“, um neue Perspektiven zu gewinnen.
Im Kino äußerte Hoeneß den Wunsch, Müller auch über den Sommer hinaus im Bayern-Trikot zu sehen. „Als Mensch würde ich es mir wünschen. Sportlich muss man sehen“, sagte der 73-Jährige. Sollte Müller nur noch als Einwechselspieler agieren, würde Hoeneß ihm raten, seine Karriere zu beenden, da dies „seiner großen Karriere nicht würdig“ sei.
Müller sitzt unter Kompany häufig auf der Bank
Die Dokumentation bietet tiefe Einblicke in Müllers Privatleben, etwa bei Gesprächen mit seinen Eltern und seinem Bruder Simon am Küchentisch. Neben Rückblicken auf Karriere-Höhepunkte und -Tiefpunkte zieht sich die vergangene Saison als roter Faden durch den Film. Dabei wird deutlich, wie sehr Müller noch immer ein Vollblut-Fußballer ist und mit seiner veränderten Rolle hadert, nicht mehr als Stammspieler gesetzt zu sein.
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Im Film äußert Müller, dass er nicht mehr in einem Alter sei, in dem man auf seine Chancen lauert. Er sei weiterhin auf Wettkampf und Adrenalin aus. In der vergangenen Spielzeit litt er unter dem damaligen Trainer Thomas Tuchel und fürchtete, aufgrund mangelnder Spielzeit die Heim-EM zu verpassen. Auch unter dem aktuellen Trainer Kompany sitzt Müller häufig auf der Bank.
Müller liebt den Fußball und ahnt, dass es nach seiner Profi-Karriere „keinen Ersatz für das Adrenalin im Stadion“ geben wird. Dennoch hat er keine Angst vor der Zeit danach. Er ist überzeugt, dass er in der Lage ist, seinem Leben Struktur zu geben. Am Ende des Films, in dem auch seine Frau Lisa zu Wort kommt und sich zu den Schattenseiten des Lebens im Rampenlicht äußert, zeigt sich Müller optimistisch. Lisa hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und war bei der Filmpremiere nicht anwesend. (rele)
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