Englische Presse spottet nach Wirtz-Wechsel über FC Bayern
VonPhilipp Kuserau
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Liverpools Coup löst auf der Insel Schadenfreude aus: Britische Medien bejubeln den Wirtz-Transfer der „Reds“ und verhöhnen den FC Bayern.
Liverpool – Wenn ein Fußballstar den Verein wechselt, ist das normalerweise eine Meldung wert. Wenn aber Florian Wirtz für bis zu 140 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum FC Liverpool wechselt und dabei dem FC Bayern eine Abfuhr erteilt, wird daraus ein Spektakel mit internationaler Reichweite. Die englische Presse jedenfalls lässt keine Gelegenheit aus, den deutschen Rekordmeister für den verpassten Transfer zu verspotten – und das mit einer Mischung aus Schadenfreude und britischem Humor.
Englische Presse lästert und lacht nach Wirtz-Wechsel über den FC Bayern
Die Reaktionen der britischen Medien fallen unterschiedlich aus, haben aber eines gemeinsam: Sie alle sehen in Liverpools Coup eine Niederlage für die Bayern. Der renommierte Guardian bezeichnete den Transfer als „echten Coup“ für Liverpool und gleichzeitig als „unangenehme Überraschung“ für die Münchner, deren erklärter Wunschspieler bekanntlich Wirtz war.
Das Boulevardblatt Sun ging deutlich weiter und schrieb, die Bayern seien durch den verpassten Transfer „blamiert“ worden. Bereits vor der offiziellen Verkündung des Transfers hatte die Sun davon berichtet, dass die Bayern „gedemütigt“ zurückgelassen worden seien. Die Wortwahl zeigt deutlich, wie sehr die englischen Medien offenbar den Misserfolg der Münchner genießen.
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Englische Medien huldigen auch Jürgen Klopp für Transfer von Wirtz
Auch der Mirror stimmte in den Jubel ein und titelte „Kaiser of the Kop“ in Anlehnung an die berühmte Tribüne im Liverpooler Stadion. Der London Standard wertete die Verpflichtung sogar als Kampfansage mit Blick auf die Titelverteidigung in der Premier League.
Ein besonderes Augenmerk legen die englischen Medien auf die Rolle von Jürgen Klopp bei diesem Transfer. Wie die Sun berichtete, habe der ehemalige Liverpool-Trainer bereits 2020 den Grundstein für Wirtz‘ Wechsel gelegt. Damals schickte Klopp den heutigen Geschäftsführer Michael Edwards zur Familie Wirtz, um den jungen Spieler für einen Wechsel auf die Insel zu begeistern.
Bayerns verzweifelte Versuche blieben bei Florian Wirtz erfolglos
Diese frühe Kontaktaufnahme erwies sich als entscheidend. Während die Bayern wohl erst später konkret um Wirtz warben, hatte Liverpool bereits eine Beziehung zu dem Spieler und seiner Familie aufgebaut. Klopp habe seinem ehemaligen Verein damit ein wahres „Abschiedsgeschenk“ gemacht, kommentierte die Sun spöttisch.
Die englische Presse berichten auch über die verzweifelten Bemühungen der Bayern, Wirtz doch noch nach München zu locken. Die Sun behauptet, der 22-Jährige hätte in München sogar mehr Geld verdienen können als in Liverpool. Doch selbst finanzielle Anreize reichten nicht aus.