VonMelanie Gottschalkschließen
Eigentlich wollte Deutschlands Kapitänin Alexandra Popp bei der Fußball-WM mit der Regenbogenbinde auflaufen. Doch die FIFA hat andere Pläne.
Frankfurt – In wenigen Wochen beginnt die Fußball-WM der Frauen in Australien und Neuseeland. Bei den Männern war im vergangenen Winter eine Diskussion über die Kapitänsbinde entbrannt, die am Ende in einem handfesten Streit mit der FIFA und einem Verbot der sogenannten One-Love-Binde endete. Bei den Frauen liefen die Dinge etwas anders, der Wunsch der deutschen Kapitänin, Alexandra Popp, wurde jedoch nicht ganz erfüllt.
| Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen | |
|---|---|
| Zeitraum: | Donnerstag, 20. Juli 2023 bis Sonntag, 20. August 2023 |
| Teilnehmende Mannschaften: | 32 |
| Rekordsiegerinnen: | USA (4 Titel) |
FIFA stellt Kapitäninnen-Binden für WM vor
Denn am Freitag stellte die FIFA acht verschiedene Kapitäninnen-Binden für die WM vor, die Regenbogenbinde – die Popp hatte ursprünglich tragen wollen – ist nicht erlaubt. Trotz allem zeigte sich die 32 Jahre alte Angreiferin schon vor der Entscheidung zufrieden mit den Gesprächen. „Wir sind da völlig entspannt. Wir sind in guten Gesprächen mit der FIFA, was ich erst einmal schön finde. Bei den Männern hatte man das Gefühl, dass das völlig weggehalten wurde. Da ist die FIFA uns gegenüber wesentlich offener“, sagte sie am vergangenen Montag.
Der Fußball-Weltverband hatte am Freitag erklärt, dass die Spielerinnen beim Turnier in Australien und Neuseeland diesen Sommer verschiedene Binden mit Botschaften zu gesellschaftlichen Themen tragen dürfen – von Inklusion bis zu Gendergleichberechtigung, von Frieden bis zum Ende des Hungers, von Bildung bis zu häuslicher Gewalt.
Deutsche Mannschaft will gemeinsam entscheiden, welche Bilde Popp trägt
Popp ist trotzdem zufrieden, wurde nach der Verkündung in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zitiert: „Wir können uns auch in den nun festgelegten Motiven für die Kapitänsbinde gut wiederfinden, auch diese spiegeln unsere Werte wider.“
Nun werde das deutsche Team gemeinsam entscheiden, welche Binde Popp beim Turnier vom 20. Juli bis 20. August trägt. Die Spielerinnen haben seitens der FIFA drei Möglichkeiten: Sie können das ganze Turnier über eine Spielführerinnenbinde mit dem Aufdruck „Football Unites the World“ („Fußball vereint die Welt“) tragen, das ganze Turnier lang eine Binde mit der gleichen Botschaft oder eine Binde mit einem bestimmten Thema für jeden Spieltag. (msb/dpa)
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