VonLars Pollmannschließen
Die Ausleihe von BVB-Stürmer Sébastien Haller nach Spanien verläuft ernüchternd. Eine mögliche Lösung könnte eine Rückkehr nach Holland sein.
Dortmund – Borussia Dortmund hat sich im Sommer von gleich drei Stürmern getrennt, für die es seither bei den neuen Klubs wenig erfreulich verläuft. Während dies dem BVB bei Niclas Füllkrug egal sein kann, da West Ham United den Nationalspieler gekauft hat, stehen Sébastien Haller und Youssoufa Moukoko nach Lage der Dinge in einem halben Jahr wieder auf der Matte.
Der Ivorer Haller kommt beim spanischen Erstliga-Aufsteiger CD Leganés ebenso kaum zur Geltung wie der deutsche WM-Teilnehmer Moukoko bei OGC Nizza in Frankreich. In beiden Fällen dürfte Dortmund nach der Saison eine dauerhafte Trennung anstreben, wobei die aktuelle Situation wenig dazu beitragen wird, dass sich ein großer Markt entwickelt. Im Falle von Haller soll es nun aber immerhin eine mögliche Option in den Niederlanden geben.
Krebserkrankung stellte den Karriereknick für Sébastien Haller dar
Wie die Tageszeitung Algemeen Dagblad berichtete, befasst sich der FC Utrecht mit einer Rückholaktion des Stürmers. Der inzwischen 30-Jährige schaffte einst beim Eredivisie-Klub den Durchbruch mit 51 Toren in 98 Pflichtspielen, wechselte dann 2017 zu Eintracht Frankfurt. Über West Ham United und Ajax kam Haller 2022 als designierter Nachfolger von Erling Haaland zum BVB. Eine Hodenkrebsdiagnose brachte jedoch einen deutlichen Karriereknick mit sich.
Zwar kehrte Haller in der Rückrunde der Saison 2022/23 überraschend stark zurück, auch der Sieg beim Afrika-Cup mit der Elfenbeinküste Anfang 2024 war noch ein Highlight für den Stürmer. Doch auf Klubebene wurden die Monate seither zum Reinfall. Für Leganés hat Haller erst neun Einsätze absolviert, war dabei nicht an einem Treffer beteiligt. Ein dauerhafter Wechsel in die Vorstadt von Madrid steht kaum ernsthaft zur Disposition.
BVB will sich vom Top-Verdiener trennen
Beim BVB hat der Angreifer mutmaßlich aber auch keine Zukunft mehr. Medienberichten zufolge kassiert Haller in Dortmund rund 10 Millionen Euro Jahresgehalt, das sich der Klub zum nächstmöglichen Zeitpunkt sparen möchte. Viele Optionen wird es dabei aber kaum geben. Umso mehr muss der BVB hoffen, dass sich Utrecht an die gute Zeit mit Haller erinnert.
Aktuell liegt das Team in der Eredivisie überraschend auf Platz drei, damit winkt der Einzug in den Europapokal. Mehr als eine Leihe wird kaum möglich sein, auf die sich der BVB dem Bericht zufolge nur einlassen würde, wenn sie eine Kaufoption enthält. Haller selbst soll sich mit dem Gedanken einer Rückkehr in die Niederlande indes durchaus anfreunden können, heißt es. Viele andere Möglichkeiten werden sich ihm mutmaßlich auch nicht eröffnen.
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