VonChristopher Michelschließen
Noel Futkeu hat in der 2. Liga sofort Fuß gefasst und bei Greuther Fürth überzeugt. Eintracht Frankfurt sieht diese Story sehr positiv.
Frankfurt - Das war ein Raketenstart für einen Spieler, der von Regionalliga in die 2. Liga gewechselt ist. Noel Futkeu hat sich auf Anhieb bei Greuther Fürth durchgesetzt. Nach vier Partien stehen jeweils zwei Treffer und Assists auf dessen Konto. Es sind Zahlen, die so nicht zu erwarten waren. Bei einem solchen Sprung ist eine langsame Heranführung die Norm. Doch Futkeu setzte sich sofort durch.
Krösche freut sich über Futkeu-Entwicklung
Manager Rachid Azzouzi kündigte bereits bei der Vorstellung an: „Noel strahlt Torgefahr aus, er ist torhungrig und hat uns signalisiert, dass er diese offensive Energie auch in der Arbeit gegen den Ball einsetzen möchte, was für unsere Spielweise natürlich ausschlaggebend ist.“ Die Fürther waren daher auch bereit, eine niedrige sechsstellige Summe an die Zweitvertretung von Eintracht Frankfurt zu überweisen. Durch Boni können die Hessen nach fussball.news-Informationen insgesamt wohl auf bis zu 300.000 Euro hoffen.
Die Frankfurter sind sehr zufrieden über die Performance des Stürmers beim Kleeblatt. „Noel Futkeu macht das sehr gut. Die Entwicklung, die er bei uns gemacht hat, setzt er dort fort“, lobte Sportvorstand Markus Krösche auf Nachfrage von fussball.news. Futkeu sei ein „Instinktfußballer, der die gefährlichen Räume erkennt“, so der Eintracht-Macher. Er weiß, wie wichtig diese Geschichte für die Frankfurter ist.
Bei Eintracht ein unglücklicher Auftritt
Sportdirektor Timmo Hardung sagte nach dem Abgang von Futkeu schon: „Es ist immer schön und eines unserer Ziele, möglichst viele Jungs für den Profifußball auszubilden. Dieses Ziel haben wir bei Noel erreicht und wir sind sehr stolz, dass er seine Leidenschaft zum Beruf macht. Noel hat das Potenzial, um sich auch auf diesem Niveau durchsetzen zu können, und dafür wünschen wir ihm alles Gute.“
Bei der Zweitvertretung hat dieser Wechsel zunächst eine enorme Lücke gerissen. Der gebürtige Essener hatte in 27 Pflichtspielen 16 Treffer erzielt und acht Tore vorbereitet. Der einzige Makel in seiner Zeit bei den Hessen? Am 6. Dezember vergangenen Jahres flogen die Frankfurter hochverdient in Saarbrücken (0:2) aus dem DFB-Pokal. Trainer Dino Toppmöller wechselte Futkeu nach 77 Minuten ein - und der ließ sich fünf Minuten später zu einer Tätlichkeit hinreißen.
Futkeu ließ sich nicht aus der Bahn bringen
Die Rote Karte tat zu diesem Zeitpunkt, als das Team enorm gebeutelt war und nach Halt suchte, enorm weh. Es war die einzige Chance, die Futkeu ganz oben erhielt. Diese konnte er nicht nutzen. Futkeu ließ sich davon aber nicht aus der Bahn werfen, knipste in der Regionalliga weiter und wagte anschließend den Sprung zu Fürth.
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