In Deutschland kennen ihn nur Insider

Haaland-Vorbild Michu schwärmt vom „besten Stürmer der Welt“: Eine Fähigkeit könnte er aber noch verbessern

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Erling Haaland ist der Superstürmer von Manchester City. Vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern schwärmt sein Vorbild Michu von ihm in der tz.

Manchester - Erling Haaland (22) ist wieder fit. Der Norweger hat seine Adduktoren-Verletzung überwunden. Am Samstag gegen Southampton kehrte er in den Kader von Manchester City zurück - und traf beim 4:1 per Seitfallzieher. Damit ist klar: Der Superstürmer von Manchester City ist für das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag gegen den FC Bayern bereit.

„Ich glaube, Manchester City ist einer der großen Favoriten auf den Champions-League-Titel. Obwohl das K.o.-Duell gegen den FC Bayern sehr schwierig werden wird“, sagt Michu (37) im Gespräch mit der tz.

In Deutschland trafen sich Michu und Haaland zum ersten Mal

Der ehemalige Nationalspieler Spaniens (ein Einsatz) ist in Deutschland nur Insidern ein Begriff. Der Ex-Stürmer, der mit vollem Namen Miguel Pérez Cuesta heißt, spielte unter anderem für Celta Vigo, Rayo Vallecano, Swansea City sowie Neapel. Und: Er ist das große Vorbild von Haaland.

„Ganz ehrlich: Ich weiß gar nicht, warum“, meint Michu, der seine Karriere mit 2017 aufgrund von langwierigen Sprunggelenksproblemen beenden musste. „Es ist toll, dass ich für ihn ein Idol war, als er noch jünger war. Das ist eine große Ehre. Mittlerweile kann ich sagen, dass er mein Vorbild ist - zu 100 Prozent.“

Michu (l.) spielte in seiner aktiven Zeit unter anderem für Swansea City. Erling Haaland ist für ihn der beste Stürmer der Welt.

Haalands Vorbild ist seit 2019 Sportdirektor

2020, als Haaland noch in Dortmund spielte, kamen die beiden Stürmer erstmals in Kontakt. Der Norweger verlinkte sein Idol damals auf einem Twitter-Beitrag, der die starke Torquote des Spaniers bei Swansea aus der Saison 2012/13 zeigte. Michu wiederum ließ ein Trikot des FC Burgos, wo er seit 2019 Sportdirektor ist, mit Haalands Namen beflocken, um es ihm zuzuschicken.

„Erling hat mich dann zu einem BVB-Spiel eingeladen. Aber leider war das während der Pandemie nicht möglich“, verrät Michu. „Ich habe ihn später bei einer Veranstaltung von Adidas in Deutschland getroffen. Seitdem tauschen wir uns aus, aber nicht täglich. Wenn er in Spanien spielen würde, wäre es leichter, ihn öfter zu sehen...“

Michu über Haaland: „Er ist ein Stürmer, den es bis dato noch nicht gegeben hat“

Haalands Mega-Leistungen bei Manchester City entgehen Michu aber natürlich trotzdem nicht. „Er ist ein Stürmer, den es bis dato noch nicht gegeben hat“, schwärmt der Spanier. „Er ist sehr groß, aber trotzdem sehr schnell, er ist richtig abschlussstark. In meiner Position als Sportdirektor von Borges kann ich Ihnen sagen, dass es schwierig ist, einen Spieler, der so viele Tore schießt, zu finden. Er ist noch jung und kann sogar noch besser werden. Ungeheuerlich. Aber für mich ist er schon jetzt der beste Stürmer - vielleicht sogar der beste Spieler - der Welt. Wenn er von Verletzungen verschont bleibt, wird er eine Epoche prägen.“

Auch die Bayern waren nach dem Abgang von Robert Lewandowski (34) zum FC Barcelona an Haaland dran. Aus Sicht Michus wäre der Norweger auch in München erfolgreich gewesen: „In jeder Mannschaft würde er funktionieren. Wenn er gute Spieler um sich herum hat, wird er jeden Rekord der Welt brechen. In Manchester macht er es unglaublich gut. Wenn er zu Bayern gewechselt wäre, hätte er auch dort viele Tore geschossen. Spieler wie er zeigen überall, dass sie zu den besten der Welt gehören.“

Champions-League-Sieger seit 1992/93 – bekommen Sie noch alle zusammen?

Champions-League-Sieger der Saison 1992/93: Olympique Marseille. Der deutsche Rudi Völler konnte als einer der ersten Spieler den „neuen“ Pokal in die Höhe recken. 1992 hieß der Wettbewerb zum ersten Mal „Champions League“.
Champions-League-Sieger der Saison 1992/93: Olympique Marseille. Der deutsche Rudi Völler konnte als einer der ersten Spieler den „neuen“ Pokal in die Höhe recken. 1992 hieß der Wettbewerb zum ersten Mal „Champions League“. © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1993/94: AC Mailand. Mit einem 4:0 gegen den FC Barcelona setzte sich das Team von Fabio Capello (mit Anzug) durch. Daniele Massaro (rechts) traf sogar doppelt. Für Paolo Maldini (links) sollte es nicht der letzte Titel gewesen sein.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1996/97: Borussia Dortmund. Die Dortmunder gewinnen im Olympiastadion München mit 3:1, wieder hat der Titelverteidiger das Nachsehen, in dem Fall Juventus Turin. Legendär: das Lupfer-Tor von Lars Ricken.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1998/99: Manchester United. Die schmerzhaftesten drei Minuten der Fußballgeschichte des FC Bayern. Mitten drin: Teddy Sheringham, der für Tränen auf den deutschen Wangen sorgte. 2:1 gewannen die Red Devils.  © Phil Noble via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2001/2002: Real Madrid gewinnt im Finale gegen Bayer Leverkusen. Ein Tor wie ein Gemälde erzielte Zinedine Zidane, der nicht nur als Spieler die Champions League gewann.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2002/2003: AC Mailand. Hier im Bild: Andrij Shevchenko verwandelt den entscheidenden Elfmeter gegen Gianluigi Buffon. Juventus Turin abermals im Finale unterlegen. Für den AC Mailand der zweite Erfolg seit 93/94. © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2005/2006: FC Barcelona. Im Finale gegen Arsene Wengers Arsenal London gewinnen die Katalenen mit 2:1. Jens Lehmann sieht früh die Rote Karte. Die Führung durch Sol Campbell kann Barca durch Eto‘o und Belletti drehen.  © imago / Migueles Sportsfoto
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Champions-League-Sieger der Saison 2006/2007: AC Mailand. Der doppelte Pippo Inzaghi sorgt für den Erfolg gegen FC Liverpool. Die Rache nach der Blamage 2005. Dirk Kuyts Anschlusstreffer kommt in der 89. Minute zu spät.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2007/08: Manchester United. Im Elfmeterschießen rutscht Chelseas John Terry aus, Michael Ballack wird mal wieder Zweiter. Den entscheidenden Elfmeter hält van der Sar gegen Anelka und die Red Devils jubeln.  © Martin Rickett / imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2009/2010: Inter Mailand. Der Herr mit dem Pokal auf dem Kopf ist Javier Zanetti. Der Kapitän durfte sich den neuen Hut nach einem Sieg gegen den FC Bayern München aufsetzen. Diego Milito traf zweimal, Jose Mourinho feiert seinen zweiten CL-Titel.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2010/2011: FC Barcelona. Wie schon 2009 gewinnt Barca gegen Manchester United. Dieses Mal mit 3:1. Pedro, David Villa und Lionel Messi trafen, zwischenzeitlich glich Wayne Rooney aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2011/2012: FC Chelsea. Finale Dahoam geht schief. Der über 90 Minuten überlegene FC Bayern bekommt spät den Ausgleich und ist vom Punkt einfach schlechter. Sowohl in der Verlängerung (Arjen Robben) als auch im Elfmeterschießen (Olic, Schweinsteiger) versagen die Nerven. Doch die Trauer war nur von kurzer Zeit, denn ... © imago sportfotodienst
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... der Champions-League-Sieger 2012/2013 hieß FC Bayern München. Die Geister des vergangenen Jahres wurden ausgetrieben. Die Münchner feierten ihr Triple und Arjen Robben oder Bastian Schweinsteiger rehabilitierten sich mit dem 2:1-Triumph über Borussia Dortmund im Wembley.  © Elmar Kremser/SVEN SIMON via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2013/14: Real Madrid. Im Stadtderby gegen Atletico Madrid gewannen die Königlichen 4:1 nach Verlängerung. Das Tor zum 4:1 bedeutete Cristiano Ronaldo so viel, dass er sogar noch sein Trikot auszog.  © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2014/2015: FC Barcelona. Im Berliner Olympiastadion krönen sich die Katalanen ein weiteres Mal. Marc-Andre ter Stegen sorgt für die deutsche Note (vorne liegend). Beim 3:1 gegen Juventus waren Ivan Rakitic, Luis Suarez und Neymar erfolgreich, Alvaro Morata glich zwischenzeitlich aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2015/2016: Real Madrid. Wieder Stadtderby gegen Atletico, wieder heißt der Sieger Real. Dieses Mal aber „erst“ nach dem Elfmeterschießen. Real begann, traf alles, dann schoss Juanfran an den Pfosten, ehe Cristiano Ronaldo den Deckel drauf machte.  © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2016/2017: Real Madrid. Im walisischen Cardiff muss Juventus Turin dran glauben. 4:1 werden die Italienier vermöbelt, wobei Mario Mandzukic für die Alte Dame ein Traumtor erzielt. Der Ausgleich nach der Ronaldo-Führung war nicht genug, es legten Casemiro, wieder Ronaldo und Asensio nach.  © Raddad Jebarah / Imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2017/2018: Real Madrid zum dritten Mal in Folge. Im Spiel gegen Liverpool verletzt sich erst Mo Salah nach einem Foul von Sergio Ramos früh, dann hat Loris Karius Kopfschmerzen und patzt gegen Karim Benzema. Zweimal Gareth Bale (darunter ein Fallrückzieher) war dann zu viel für Klopps Liverpool, die in Person von Sadio Mané sogar den Ausgleich schossen. Doch es dauerte nicht lange, bis Liverpool jubeln konnte ... © IMAGO/Matt West/BPI/Shutterstock
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... als Champions-League-Sieger der Saison 2018/2019: FC Liverpool. Klopp bringt den Pokal nach 2005 wieder in die Stadt. Salah und Origi sorgen für das 2:0 gegen die Tottenham Hotspurs. .jpg © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
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Champions-League-Sieger der Saison 2019/2020: FC Bayern München. In einem leeren Stadion in Lissabon waren die Münchner unter Hansi Flick wieder erfolgreich. Kingsley Coman köpfte das entscheidende Tor gegen Paris Saint-Germain und füllte damit die Leopoldstraße in München in der warmen Augustnacht.  © Peter Schatz / Imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2020/2021: FC Chelsea. Thomas Tuchel schlägt im Finale Pep Guardiolas Manchester City. Torschütze: Kai Havertz. Ein deutscher Erfolgsabend, bei dem auch Antonio Rüdiger und Timo Werner jubelten, aber dabei auch ihren DFB-Teamkameraden Ilkay Gündogan trösten mussten.  © Adam Davy via www.imago-images.de
FC Liverpool - Real Madrid
Champions-League-Sieger der Saison 2021/2022: Real Madrid. Wieder gewinnen die Königlichen. In einem völlig irren Spiel gegen Liverpool ist vor allem Torwart Thibeaut Courtois der Held der Madrilenen, der mehrere Großchancen hielt. Das goldene Tor des Tages schoss Vinicius Jr. Toni Kroos ist zum fünften Mal CL-Sieger.  © Frank Augstein / dpa / Picture Alliance
Champions-League-Sieger der Saison 2022/23: Manchester City. Unter der Leitung von Guardiola holte Manchester City den ersten CL-Titel in der Vereinsgeschichte. Dank eines Treffers von Mittelfeldspieler Rodri wurde Inter Mailand mit 1:0 bezwungen. Kapitän bei den „Skyblues“: DFB-Star Ilkay Gündogan.
Champions-League-Sieger der Saison 2022/23: Manchester City. Unter der Leitung von Guardiola holte Manchester City den ersten CL-Titel in der Vereinsgeschichte. Dank eines Treffers von Mittelfeldspieler Rodri wurde Inter Mailand mit 1:0 bezwungen. Kapitän bei den „Skyblues“: DFB-Star Ilkay Gündogan. © ANP / Imago Images
Champions-League-Sieger der Saison 2023/24: Real Madrid. Am Ende der Saison 23/24 durfte mal wieder Real jubeln. Nachdem der CL-Rekordsieger im Halbfinale noch den FC Bayern ausschaltete, war im Endspiel der BVB fällig. Dani Carvajal und Vinivius Jr. erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg.
Am Ende der Saison 23/24 durfte mal wieder Real Madrid jubeln. Nachdem der CL-Rekordsieger im Halbfinale noch den FC Bayern ausschaltete, war im Endspiel der BVB fällig. Dani Carvajal und Vinivius Jr. erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg. © Pressinphoto / Imago Images
Das Ende einer langen Reise: Seit dem Einstieg des katarischen Staatsfonds war der Gewinn der Königsklasse als Ziel ausgerufen worden. Im Finale von München unterstrichen sie diese Ambition eindrücklich und besiegten Inter Mailand mit 5:0.
Champions-League-Sieger der Saison 2023/24: Paris St.-Germain. Das Ende einer langen Reise: Seit dem Einstieg des katarischen Staatsfonds war der Gewinn der Königsklasse als Ziel ausgerufen worden. Im Finale von München unterstrichen sie diese Ambition eindrücklich und besiegten Inter Mailand mit 5:0. © IMAGO/Gonzales Photo/Tommaso Fimiano

Michu schwärmt vom „besten Stürmer der Welt“: Eine Fähigkeit könnte er aber noch verbessern

Viel Luft nach oben sieht Michu bei Haaland, der bereits 44 Tore in 38 Spielen für ManCity erzielt hat, nicht. „Es gibt sehr wenige Dinge, die er noch verbessern kann. Er ist ein top Fußballer in jeglicher Hinsicht. Er ist ein unglaublicher Torjäger“, betont Michu. „Er macht alles genial. Er ist zwar schon jetzt auch ein Kopfballungeheuer. Aber wenn er etwas nur ein wenig verbessern könnte, dann wäre das meiner bescheidenen Meinung nach sein Kopfballabschluss. Das würde ihn noch kompletter machen.“

Seine Ratschläge an Haaland? „Nur sehr wenige“, schmunzelt Michu. „Er soll einfach so weitermachen, genauso hart trainieren, seinen Hunger beibehalten. Er soll seine Nation Norwegen zu Weltmeisterschaften führen. Ich glaube, das alles wird ihm gelingen. Er ist schon jetzt sehr gut von seinem Papa, Onkel und seiner Berater-Agentur betreut. Er wird Rekorde brechen. Er wird der beste Spieler der Welt, für mich ist er das schon.“

Rubriklistenbild: © Shutterstock / Imago

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