VonIngo Durstewitzschließen
Eintracht Frankfurt und die Stadt freuen sich riesig: Das Endspiel der Europa League 2027 findet in Frankfurt statt.
Lange haben Eintracht-Boss Axel Hellmann und seine emsigen Mitstreiter darauf hingearbeitet, in vielen offiziellen Verhandlungen und noch mehr Kamingesprächen hinter den Kulissen, in Präsentationen und Werbeclips. Das große Ziel: Ein Europa-League-Finale nach Frankfurt in den Stadtwald zu holen. Und am Mittwoch in Dublin stieg weißer Rauch auf: Die Europäische Fußball-Union (Uefa) erteilte Frankfurt den Zuschlag für die Austragung des Endspiels 2027. Die Mainmetropole setzte sich gegen Bukarest und Glasgow durch. Ein echter Meilenstein.
Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann, in Dublin vor Ort, kommentierte stolz wie Oskar: „Eintracht Frankfurt und die ganze Region sind begeistert. Der Zeitpunkt rund um unser 125-jähriges Vereinsjubiläum könnte nicht besser sein. Von unserer Seite ist dies auch ein klares Bekenntnis zu den europäischen Wettbewerben der Uefa, die für Frankfurt und alle Eintracht-Fans eine ganz besondere Herzensangelegenheit sind“, sagte der 52-Jährige. Die Benennung Frankfurts ist folgerichtig und irgendwie logisch.
Es ist kein Geheimnis, dass die Uefa die famosen Auftritte der Eintracht und ihrer Fans auf der internationalen Bühne zu Werbezwecken für die lange Zeit weit im Schatten der Königsklasse stehenden Europa League genutzt hat; die Eintracht war mit ihren frenetischen Fans, der Atmosphäre im Waldstadion (und auch auswärts), der Reiselust der Menschen und den bunten Choreos der perfekte Werbeträger für den Wettbewerb. Unendliche viele Uefa-Trailer zeigen die Begeisterung der Massen in Frankfurt. Die Eintracht ist sich dessen bewusst. „Selbstbewusst können wir auch behaupten, durchaus zur Attraktivität der Europa League beigetragen zu haben“, sagte Hellmann. „Europa und Frankfurt – das gehört einfach zusammen.“ Gerade in der vom Europa-League-Titel gekrönten Saison 2021/22 sorgte die Eintracht europaweit für Furore.
Auch Oberbürgermeister Mike Josef konnte seine Begeisterung kaum zügeln. „Die Entscheidung ist ein Treffer für Frankfurt. Unsere Eintracht hat die Europa League gewonnen, wir haben nächtelang mit der Mannschaft mitgefiebert und sie gefeiert. Frankfurt ist Sportstadt mit Strahlkraft, die Uefa hat eine hervorragende Entscheidung getroffen, Frankfurt wird das Vertrauen belohnen“, sagte der fußballbegeisterte SPD-Politiker. „Der Fußball wird einmal mehr die Menschen verbinden.“
Stuttgart geht leer aus
Zum dritten Mal nach der Premieren-Saison 2009/2010 mit dem Endspiel in Hamburg und 2020 in Köln steigt damit ein Europa-League-Finale in einem deutschen Stadion. Außer Frankfurt darf sich auch Leipzig auf ein Europapokal-Endspiel freuen. Dort wird 2026 das Conference-League-Finale steigen.
Stuttgart, das auf das Champions-League-Endspiel der Frauen 2026 oder 2027 gehofft hatte, ging hingegen leer aus. Da mit Frankfurt und Leipzig schon zwei andere deutsche Städte in den beiden Jahren ein Finale ausrichten, könne Stuttgart nicht berücksichtigt werden, teilte die Uefa mit. mit dpa
