VonAdrian Kühnelschließen
Jonas Urbig wird vom FC Bayern als möglicher Erbe von Manuel Neuer geholt. Allerdings äußert der ehemalige Dortmund-Torhüter Roman Weidenfeller Bedenken.
München – Jonas Urbig steht fortan im Kader des FC Bayern, darf im Training die Schüsse von Stars wie Alphonso Davies, Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Harry Kane halten und von Manuel Neuer lernen. Der deutsche Rekordmeister hat den 21-jährigen Keeper für rund sieben Millionen Euro vom 1. FC Köln verpflichtet, Urbig soll im Idealfall eines Tages Neuer im Tor der Münchner beerben.
Urbig? Weidenfeller: „Das gleiche Beispiel wie Nübel“
Ob dieser Plan aufgeht? „Urbig hat sich verwechselt“, so Roman Weidenfellers Urteil bei Sky. Der langjährige Torhüter von Borussia Dortmund meint: „Er hätte sich bei einem Bundesligisten durchsetzen und erstmal zeigen müssen, dass er die Qualität hat, in der ersten Liga zu spielen.“ Es sei „das gleiche Beispiel wie (Alexander) Nübel“, so Weidenfeller weiter.
Nübel wechselte 2020 ablösefrei vom FC Schalke 04 zum FC Bayern, sammelte im Tor der Gelsenkirchener aber bereits Erfahrung in der Bundesliga. In München konnte sich Nübel allerdings nicht durchsetzen, da Neuer seit 2011 im Bayern-Tor als unumstrittene Nummer eins gilt. Aktuell ist Nübel an den VfB Stuttgart verliehen, die Schwaben könnten den 28-Jährige fest verpflichten – eine Perspektive beim FC Bayern scheint es für ihn nicht mehr zu geben.
Urbig soll Neuer eines Tages beim FC Bayern beerben
Urbig gilt indes als großes Torwarttalent, ist momentan U21-Nationalspieler Deutschlands. Dem Youngster fehlt jedoch noch Erfahrung auf Top-Niveau, in der Bundesliga kam er noch nicht zum Einsatz. In der 2. Bundesliga stand er dafür trotz seines jungen Alters bereits in 60 Partien zwischen den Pfosten. Ob Urbig eines Tages bereit ist, die Nachfolger Neuers anzutreten, bleibt abzuwarten.
Neuers Vertrag beim FC Bayern läuft Ende Juni 2025 aus, die Tendenz beim 38-jährigen Routinier geht aber in Richtung einer Verlängerung bis 2026.
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